Bürgermedien für eine starke Zivilgesellschaft in Europa – Start der 2. Phase des Projektes „Mediendialog für Demokratie und Frieden“ in Tiflis (Georgien) und Jerewan (Armenien) –Teilnehmer/innen aus der Ukraine / Weißrussland / Georgien / Armenien und Deutschland

Ludwigshafen / Tiflis (Georgien) 27.08.2019

Morgen startet die 2. Phase des vom Auswärtigen Amt geförderten Projektes „Mediendialog für Demokratie und Frieden“ an der Caucasus-Universität in Tiflis / Georgien. Ziel ist es die Rolle der Medien in Krisen- und Kriegsregionen unter dem Aspekt „Don´t feed the flame“ zu diskutieren und filmisch zu begleiten. In Tiflis stehen unter anderem Gespräche mit Transparency International, privaten und öffentlichen Medien, sowie eine Fachkonferenz an der Caucasus Universität auf der Tagesordnung. An dem Projekt beteiligen sich Journalistinnen und Journalisten aus der Ukraine (Kiew / Lutsk / Odessa / Donbass) und Weißrussland, sowie Dozenten/innen und Studenten/innen der Universitäten Kiew / Lutsk / Odessa und der Caucasus Universität. Armenien wird von der Kulturinitiative ACOSS (Jerewan) vertreten. Der Verband ukrainischer Journalisten (Kiew), sowie der Verband unabhängiger ukrainischer Journalisten (Lutsk) sind weitere Projektpartner. Als deutsche Partner fungieren der Bundesverband Bürgermedien (Kassel / Ludwigshafen ), die internationale Abteilung des Bennohauses in Münster/Westfalen, die Projektkoordination liegt beim Förderverein Offener Kanal Ludwigshafen e. V. . Dies teilte der Projektleiter und Vorsitzende des Bundesverbandes Bügermedien Dr. Wolfgang Ressmann mit.

Das Projekt „Mediendialog für Demokratie und Frieden“ startete im Juni 2019 im westukrainischen Lutsk und beschäftigte sich mit Fragen der aktuellen Entwicklung demokratischer und dezentraler politischer Strukturen in der Ukraine. Dabei spielte auch der Krieg in der Ostukraine, sowie die Spannungen mit Russland eine wichtige Rolle.

Außerdem wurde die Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarstaaten und der Fortschritte beim Aufbau eines unabhängigen Mediensystems zwischen Internet, Oligarcheneinfluss und öffentlichen Sendern thematisiert. Ziel ist es zudem, durch die Einrichtung von Medienzentren zugangsoffene Bürgermedien auch in der Ukraine zu etablieren, um den Aufbau einer starken Zivilgesellschaft zu unterstützen.  Ähnliche Problemfelder werden in der aktuellen Projektphase in Tiflis thematisiert. Der Konflikt mit Russland um Südossetien und Abchasien und dessen Einfluss auf die Entwicklung der georgischen Demokratie und des Mediensystems stehen dabei im Mittelpunkt.

Der Mediendialog findet seine Fortsetzung in der armenischen Hauptstadt Jerewan, dort wird ein Jahr nach der „Samtenen Revolution“ die Rolle der Medien in der aktuellen Situation im Konflikt zwischen Armenien und Berg-Karabach thematisiert.

Die militärischen Konflikte in den ehemaligen Sowjetrepubliken stellen auch eine ernsthafte Bedrohung für die friedliche Entwicklung in Europa dar. Vor diesem Hintergrund fördert das Auswärtige Amt Projekte im Rahmen der „Östlichen Partnerschaft“.

Der diesjährige Mediendialog wird im Oktober 2019 im Rahmen einer Projektwoche am „Institut für Journalismus der Universität Kiew“ abgeschlossen.

Der aktuelle „Mediendialog für Demokratie und Frieden“ knüpft an die ebenfalls vom Auswärtigen Amt geförderten Vorgängerprojekte „Bürgermedien für interkulturellen und politischen Dialog (2015)“, „Bürgerjournalismus und digitaler Mediendialog für gesellschaftliche Teilhabe“ (2016), sowie „Perspektivwechsel durch Medienbildung und politischen Dialog (2018)“ an.

Die englisch / ukrainischer Webseite http://www.infocenter.com.ua informiert ausführlich über die bisherigen Projektverläufe und die Arbeitsergebnisse. Hier stehen auch die von den teilnehmenden Studentinnen und Studenten produzierten Filme und Internetblogs zum Abruf bereit. Die Videofilme können auch über den Youtube-Kanal von OK-TV Ludwigshafen unter https://www.youtube.com/user/OffenerKanalLU/playlists?view_as=subscriber abgerufen werden.

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann

 

 

 

 

 

Dr. Wolfgang Ressmann
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