Ausgabe 3/2020 vom 15.12.2020

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Ausgabe Nr. 3 / 2020 vom 16.12.2020
Innovativ und kreativ durch den Lockdown – Neue Projektideen in den Bürgermedien
Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Coronakrise ging und geht natürlich auch an den Bürgermedien nicht spurlos vorüber. Eingeschränkter Publikumsverkehr, stark beeinträchtigte Produktionsbedingungen und nicht realisierbare Projekte charakterisieren mancherorts die letzten Wochen. Und dennoch erleben die Offenen Kanäle in Hörfunk und TV an vielen Standorten eine Renaissance. Denn mit kreativen und innovativen crossmedialen Formaten und Sendungen konnten neue Kooperationspartner*innen gewonnen und hohe Aufmerksamkeitswerte erzielt werden. In diesem Newsletter präsentieren wir Ihnen einen kleinen Ausschnitt der vielen Ideen, die erfolgreich umgesetzt werden.

In dieser Ausgabe:
 
BVBM-Aktuelles
Medienpolitik / Landesmedienanstalten
Projekte, Ideen und Sendeformate
Kooperationen
Sonstiges
BVBM-Aktuelles
Politische Bildung in bewegten Zeiten
 
BVBM-Redaktion
Zu einem Online-Kongress mit dem Titel „Politische Bildung in bewegten Zeiten. Begegnung und Verständigung in der Weltrisikogesellschaft“ hatte am Donnerstag, den 3. Dezember, das Gustav-Stresemann-Institut in Bonn eingeladen. Die Teilnehmer*innen aus verschiedenen Ländern rund um den Globus diskutierten über Herausforderungen und Folgen, die sich in Politik und Medien durch die Coronakrise ergeben. Am Themenforum „Weltpolitik aus den Fugen“ nahm BVBM-Vorsitzender Dr. Wolfgang Ressmann als Diskussionspartner teil. Er verwies auf die zentrale Rolle der Bürgermedien als wichtige Orte der politischen Bildung und Medienkompetenzvermittlung. 
 

Durch die Coronakrise sind wichtige, durch Abkommen besiegelte internationale Ziele wie der Klimaschutz vielerorts in den Hintergrund der politischen Agenda gerückt. Hierzu gab es gleich mehrere Berichte von Teilnehmer*innen beim Online-Kongress des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn am 3. Dezember. Zugleich hat die Coronapandemie in globaler Hinsicht zu den Tendenzen von Abschottung, Renationalisierung und Vereinzelung geführt. Im Kontext des Projektes „Mediadialogue“ mit den Ländern der östlichen Partnerschaft, der BVBM ist einer der deutschen Partner, wies Ressmann auf akute Gefährdung des Friedens an den Rändern Europas hin. Wenn sich das Erdogan-Regime in der Türkei Dschihad-Terroristen bediene, um im Kaukasus Krieg gegen Armenien zu führen, ohne auf den nötigen Widerstand der Weltöffentlichkeit zu treffen, zeige dies, wie sehr die Berichterstattung über die Pandemie weitere zentrale Themen in den Hintergrund gedrängt habe.

Allerdings bieten Krisenzeiten zugleich auch Chancen. So können gemeinschaftliche Institutionen wie die Europäische Union eine neue gemeinsame Aufgabe in der Krisenbewältigung finden. Gleichzeitig muss in diesen Fall allen Mitgliedstaaten gegenüber deutlich gemacht werden, dass die europäische Gemeinschaft auf den zentralen Werten Demokratie und Rechtsstaatlichkeit basiert, so Dr. Wolfgang Ressmann. Für die Beziehung zwischen der EU und den USA ist heute ein partnerschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe angemessener denn je. 

Im System der Medien führt die globale Pandemie zu einer weiteren Bedeutungszunahme des Digitalen. Gleichzeitig sind gewachsene demokratische Medien in ihrer ökonomischen Grundlage gefährdet und haben Fake News und Hate Speech besorgniserregende Ausmaße erreicht. Sie werden auch im eigentlich demokratischen System mitunter zur gezielten Diskreditierung politischer Gegner*innen eingesetzt. Ansätze politischer Bildung sind unter diesen Umständen wichtiger denn je. „Politische Bildung und Vermittlung von Medienkompetenz finden durch soziales Lernen statt. Die persönliche Begegnung und das Schaffen von Vertrauen sind dafür notwendige Voraussetzung“, bilanzierte Dr. Wolfgang Ressmann. In herausfordernden Zeiten kommt Bürgermedien damit eine gewachsene Bedeutung zu. 

 
Medienpolitik / Landesmedienanstalten
Position Zukunft: Medienanstalt Rheinland-Pfalz beschließt Positionspapiere zu Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien
 
OKTV Südwestpfalz
Nach intensiven Vorberatungen beschloss die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz bei ihrer Ingelheimer Klausurtagung am 4. September drei Positionspapiere für die Handlungsfelder Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien. Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung: „Wir beziehen damit Position für die Weiterentwicklung von drei Kernkompetenzen der Medienanstalt. Wir formulieren den gesellschaftlichen Auftrag dazu aktuell neu aus. Ein halbes Jahr vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl wollen wir damit auch klare Hinweise geben, wie die Medienanstalt in den nächsten Jahren einen substantiellen Beitrag zu medialer Vielfalt und demokratischer Teilhabe leisten kann.“
 

Offene Kanäle: ehrenamtlich, lokal, demokratiefördernd – neue mediale Teilhabe ermöglichen

Beschlossen durch die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz in Ingelheim am Rhein am 4. September 2020

1. Wir wollen die Erfolgsgeschichte der Offenen Kanäle weiterschreiben. So sollen – mit Unterstützung des Landes, der Kommunen und weiterer Partner - in Zukunft neue attraktive Orte der medialen Teilhabe an ausgewählten Standorten entstehen. Der Offene Kanal ist dabei integraler Bestandteil dieser neuen Begegnungsorte. Hier können sich alle Bürger*innen, kreative Macher*innen, Vereine, Gruppen oder Klassen einbringen und teilhaben. U.a. können diese neuen Orte als „agile Lernumgebung“ in einer öffentlich zugänglichen Hightech-Einrichtung angelegt werden, die Zugang zu Maschinen, Werkzeugen und Software sowie einer kreativen Community ermöglicht.

2. Um die Vielfalt zu stärken und die wachsenden Anforderungen zu bewältigen, wollen wir mit der Hilfe von Organisationen und Einrichtungen zusätzliche FSJ / FÖJ Stellen schaffen. Ziel ist es, an jedem der neun Sendeplattformen eine FSJ-Stelle Politik einzurichten.

3. Es ist sicherzustellen, dass die Programminhalte der Offenen Kanäle über die verschiedenen linearen und nonlinearen Ausspielkanäle verbreitet werden. Dazu zählt die Verbreitung im digitalen Kabel, über MagentaTV, IT-basierte Streamingdienste wie Zattoo und das LokalTV Portal. Die Internetverbreitung und die Bereitstellung der einzelnen Sendebeiträge in Mediatheken sind weiter zu entwickeln. Neue Formen der Verbreitung sind in Zukunft zu testen und die Offenen Kanäle müssen mit den neuen technischen Anforderungen Schritt halten können. Die Medienanstalt wird in Zukunft die Möglichkeiten der Nutzung der Offenen Kanäle und deren Empfangsmöglichkeiten stärker auf ihren Kanälen bewerben, damit alle Bürger*innen medial teilhaben können.

Rheinland-Pfalz hat mit seinen Offenen Kanälen ein einzigartiges, vielfältiges, lokales und nichtkommerzielles Medienangebot, das von ehrenamtlich organisierten Vereinen getragen wird. Bürger*innen aller Altersgruppen gestalten ihr Programm, verbreitet über Kabel, Satellit und Internet. Als Partizipationsmedium leisten Offene Kanäle einen wichtigen Beitrag zur lokalen Information und Identifikation. Die Rheinland-Pfälzer*innen haben ein starkes Bedürfnis nach gemeinsamer Identität - das ist der Kitt für unsere Gesellschaft. Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass Bürgermedien die Menschen in Rheinland-Pfalz erreichen und verbinden können, sei es als Informationsmedium zu Pressekonferenzen, als kulturvermittelndes Medium oder durch Übertragung von Gottesdiensten. Offene Kanäle sind demokratiestiftend, sie sind als Ausbildungsstätte anerkannt und als Kreativlabor geschätzt.

Offene Kanäle gibt es in Rheinland-Pfalz seit 1984 und sind stets sich wandelnde Organisationen. Vor 25 Jahren wurde die Unterstützung der Bürgermedien vor Ort durch Hauptamtliche der Medienanstalt beschlossen. Seit diesem Zeitpunkt sind die Regionalbeauftragten die Botschafter*innen der Medienanstalt in den Regionen und unterstützen die ehrenamtlichen Trägervereine direkt vor Ort. Ein Konstrukt, das einzigartig in der Bürgermedienlandschaft in Deutschland ist. Rheinland-Pfalz ist das einzige Land, in dem an allen neun Standorten der Sendeplattformen hauptamtliche Mitarbeiter*innen der Medienanstalt RLP begleitend vor Ort sind, das Ehrenamt fördern und unterstützen.

Von Adenau bis Zweibrücken gibt es aktuell insgesamt 20 OKTV Standorte. Neun Sendeplattformen strahlen ein 24stündiges Programm im Kabel und als Stream im Internet aus. Der älteste Standort ist der OKTV Ludwigshafen, der jüngste ist naheTV | Studio Bad Kreuznach. In 9 der 12 kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz ist ein Offener Kanal mit einem Studio inklusive einer Geschäftsstelle vertreten.

Stolz können wir auf das rheinland-pfälzische Modell der Offenen Kanäle sein: Ein Mix von Ehrenamt und Hauptamt. Das Ehrenamt bildet die Grundlage und ist der Motor des Geschehens vor Ort. In den 20 Offenen Kanälen sind rund 200 Personen aktiv mit der Organisation beschäftigt. Ca. 1000 Bürger*innen, Vereine und Institutionen sind Mitglieder in den Trägervereinen und rund 2000 Bürger*innen produzieren regelmäßig rund 6000 Sendebeiträge pro Jahr, ob alleine oder im Team – vom Livekonzert, über politische Diskussionen bis hin zu regelmäßigen Magazinsendungen.

Offene Kanäle sind Ausbildungsstandorte. Seit über 20 Jahren wird der Ausbildungsberuf Mediengestalter*innen Bild und Ton angeboten. Über 120 Absolvent*innen gibt es bereits, die jetzt bei größeren Fernsehanstalten und Produktionsfirmen tätig sind. Seit über 10 Jahren können zudem junge Menschen ein FSJ - Freiwilliges Soziales Jahr / FSJ Kultur oder FÖJ – Freiwilliges Ökologisches Jahr im Bürgerfernsehen machen. An den neun Sendeplattformen werden jährlich insgesamt 12 Plätze für ein FSJ/FÖJ angeboten. In den Bürgermedien lernen die jungen Menschen das journalistische Handwerkszeug, den Umgang mit Technik und im Team zusammenzuarbeiten. Nicht zu vergessen: die vielen Schul- und Hochschulpraktikant*innen an den Standorten. Das Bildungszentrum BürgerMedien, ebenfalls bei der Medienanstalt angesiedelt, bietet zudem Seminare zu technischen und journalistischen Themen für alle Bürger*innen an.

Bürgermedien dienen der Gesellschaft als demokratisches Instrument, denn sie garantieren Meinungsvielfalt und den freien und unmittelbaren Zugang zu elektronischen Massenmedien. Offene Kanäle bedienen die lokale Ebene, die Heimat vor Ort, sind demokratiestärkend. Wenn lokale Themen in hoher Qualität aufbereitet und rezipiert werden, wirken diese identitätsstiftend. So sind ehrenamtlich engagierte Bürger*innen aus den verschiedenen Standorten regelmäßig vor und während der Kommunal- oder Landtagswahl aktiv und stellen die Kandidat*innen vor; sie nehmen Veranstaltungen aller Art in ihrem Sendegebiet auf, ob Konzerte, kulturelle Umzüge, Diskussionen und Gesprächsrunden oder die Übertragungen von Stadtratssitzungen, um anderen Menschen die Möglichkeit der Teilhabe zu geben.

Die Offenen Kanäle sind in über 600.000 digitalen Kabelhaushalten in RLP linear zu empfangen. Die Bürgermedien werden über neun Livestreams, über HbbTV, über das Lokal TV Portal via Astra und über Social-Media-Kanäle verbreitet. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie hat sich ihre Systemrelevanz gezeigt. So verfolgten ca. 5.000 User*innen eine Stadtratssitzung in Trier und über 10.000 User*innen haben während des „Lockdown“ an den Gottesdiensten aus dem Dom in Trier via Livestream teilgenommen. Eine ähnlich hohe Anzahl an interessierten Bürger*innen haben sich regelmäßig die Pressekonferenzen und Interviews zur Corona-Pandemie in den Mediatheken der Offenen Kanäle angesehen. Die Reichweite über lineare Endgeräte (Fernseher) ist dabei nicht mit eingerechnet. Offene Kanäle sind im digitalen Zeitalter relevanter denn je. Hinzu kommt: Aktuell stehen über 6000 Sendebeiträge in den verschiedenen Mediatheken zur Verfügung - ein kultureller Schatz, der die Vielfalt unseres Landes dokumentiert.

Drei Säulen realisieren die Idee des Bürgerfernsehens. Die Kommunen oder andere öffentliche Einrichtungen stellen in der Regel die Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung. Die Trägervereine leisten mit ihren Mitgliedern und ehrenamtlichen Teams im Jahr rund 25.000 Stunden für das Gemeinwohl. Und schließlich die Medienanstalt Rheinland-Pfalz, die mit ihrem Know-How und Personal das Bürgerfernsehen aktiv unterstützt und u.a. die FSJ-Stellen, die Verbreitung im digitalen Kabel und die Produktionstechnik mit Hilfe der Rundfunkbeiträge finanziert. Jeder Beitragshaushalt in Rheinland-Pfalz fördert mit etwa 1,20 Euro jährlich die Vielfalt der Bürgermedien. Ein kleiner Beitrag mit einer großartigen Wirkung. Auch deshalb setzen wir uns für die von der KEF vorgeschlagene Erhöhung des Haushaltsbeitrages ein. Im dualen System ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine unverzichtbare Säule. Der Haushaltsbeitrag sichert auch die Arbeit der staatsfernen Medienanstalten und ihrer vielfältigen Aktivitäten wie die Unterstützung der Offenen Kanäle. Dies hat auch das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich bestätigt. Die Versammlung der Medienanstalt RLP wirbt deshalb nachdrücklich für den Haushaltsbeitrag.

Um die wachsenden Anforderungen bewältigen zu können, ist in Zukunft eine vierte Säule der Unterstützung anzustreben. Es werden Organisationen und Einrichtungen im Land gesucht, die beispielsweise an den neun Standorten eine zusätzliche FSJ / FÖJ Stelle finanzieren, deren Stelleninhaber*innen die neuen Orte der Teilhabe mitgestalten. So können nachgeordnete Einrichtungen und Behörden von Landesministerien ggf. Partner in diesem Verbund werden. Ein Idealzustand wäre dann erreicht, wenn an jedem der neun Sendeplattformen eine FSJ Stelle Politik eingerichtet werden könnte. Zukunft bedeutet bei den Offenen Kanälen: stetige Veränderungen und das Aufbrechen alter Strukturen. Attraktivitätssteigerung ist ein dynamischer Prozess und aufgrund der kulturellen und sozialen Verantwortung der Offenen Kanäle muss es auch in Zukunft für alle Bürger*innen ein vielfaltssicherndes Angebot in den Regionen geben.

 
Weitere Informationen
 
Auch Bürgermedien sind von der Blockade betroffen
 
BVBM-Redaktion
Da der Landtag von Sachsen-Anhalt vorerst nicht über den Medienänderungsstaatsvertrag abstimmen wird, entfällt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2021 um 86 Cent auf 18,36 Euro. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte am Dienstag die Vorlage für den Landtag zurückgezogen, die die Ratifizierung des Staatsvertrags vorsah. Dadurch rettete er seine zerstrittene Regierungskoalition mit SPD und Grünen und verhinderte eine gemeinsame Abstimmung von CDU und AfD im Parlament.  Für den Bundesverband Bürgermedien ein viel zu hoher Preis parteipolitischer Querelen: „Die Blockadespielchen in Magdeburg wirken sich mittelbar auf die finanzielle Unterstützung und Förderung der Bürgermedien aus, da auch die Landesmedienanstalten ihre Haushaltsplanungen nun überarbeiten müssen. Dieses medienpolitisch verheerende Signal eines Landesparlaments muss nun schnellstmöglich vom Bundesverfassungsgericht korrigiert werden“, hofft BVBM-Vorsitzender Armin Ruda.
 
Offene Fragen zu Positionspapier in NRW
 
BVBM-Redaktion
In einem kürzlich veröffentlichten Positionspapier der Landesanstalt für Medien in NRW zur Zukunft der Bürgermedien wird zwar an vielen Stellen die Bedeutung derartiger Einrichtungen auch und gerade im digitalen Zeitalter hervorgehoben, hinsichtlich der Ausgestaltung und v.a. der finanziellen Unterstützung solcher „lokalen Anlaufstellen“ bleibt das Papier jedoch sehr vage. Fest steht lediglich, dass die bisherigen Regionalstellen nur noch bis Ende März in der bisherigen Form tätig sein können. „In vielen Bundesländern erfüllen die Bürgermedien, die sich durch lokale Meinungsvielfalt, crossmediale Medienproduktion und umfassende Qualifizierung auszeichnen, die hier geforderten Merkmale eines lokalen Publikationsraums“, erklärt BVBM-Vorsitzender Armin Ruda. Allerdings bedürfen sie auch einer entsprechenden institutionellen Förderung, das Prinzip der flächendeckenden reinen Projektförderung  sei wenig erfolgversprechend.
 
Projekte, Ideen und Sendeformate
Corona: Rotes Sofa als innovatives Online-Format - GMK-Forum 2020
 
OK-TV Ludwighafen
Unter dem Leitmotiv "Medienkultur und Öffentlichkeit" fand coronabedingt das diesjährige GMK-Forum online statt. Das "Rote Sofa" - der medienpädagogischen Interviewreihe nutzte die Chance, bereits während des Forum mit einer Reihe von TV-Gesprächen im Online-Programm präsent zu sein. Auf diesem Wege 2020 konnte nicht nur die langjährige Zusammenarbeit der deutschen Bürgermedien mit der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) trotz Corona fortgesetzt, sondern auch die Vorteile des Digitalisierungsschubes im Rahmen der GMK-ZOOM-Konferenz  genutzt werden.
 

Die Moderatorin Lena Kronenbürger führte auch digital souveräun durch die Interviewreihe und nutzte die Chance, online die jeweiligen Interviews ohne den sonst üblichen "Live-Stress" bei analogen GMK-Foren zu realisieren.

Insgesamt konnten via ZOOM mehr als ein dutzend TV-Gespräche realisiert werden, darunter Interviews mit Renate Röllecke und Dr. Friederike Gross (GMK).

Auf dem virtuellen "Roten Sofa" saßen neben anderen Expert*innen 2020 zudem Prof. Dr. Andreas Zick, Martin Fuchs und Ingrid Brodnig.

Derzeit wird das "Rotes Sofa 2020" in Kooperation von Kanal 21 in Bielefeld und OK-TV Ludwigshafen sendefähig für die Bürgermedien in Deutschland aufbereitet und steht in Kürze über den BVBM-Media zum Download bereit.

 
Hybrides Projekt-Praktikum im TMBZ Gera
 
TMBZ Gera
Mit Corona hat sich das Leben verändert: im privaten Alltag, in Schulen und im Medienbildungszentrum der TLM in Gera (TMBZ Gera). Unterhaltung, Kommunikation und Information findet verstärkt mit Medien statt. Im analogen Leben heißt es Abstand halten und Mundschutz tragen, um andere zu schützen. Deshalb entwickelte das TMBZ Gera ein Format, wie Jugendliche trotzdem ein für ihr Studium oder als Bestandteil der Ausbildung notwendiges Praktikum absolvieren können.
 

Das hybride Projekt-Praktika im TMBZ Gera verbindet fachliche Anleitung und Begleitung über Videokonferenzen und auf digitalen Pinnwänden mit videojournalistischer Arbeit und punktuellen Konsultationen mit dem Mentor vor Ort. Eine der ersten Absolventinnen war die neunzehnjährige Ronja Nittel in Vorbereitung auf ein Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften. Im Rahmen ihres dreiwöchigen hybriden Projekt-Praktikums berichtete sie über eine Flusswanderung entlang der Weißen Elster. Dafür begleitete sie die Umweltpädagogin Susanne Mohr, die interessierte Kleingruppen auf Insektenlarven, Schnecken und Käfer mit Kescher und Lupe aufmerksam machte. Und natürlich widmete sich die Praktikantin in ihrem Beitrag über Flusslandschaften auch den Uferbereichen mit blühender Pflanzenvielfalt und Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz im Stadtgebiet. Den Schnitt dieses Beitrages und weiterer Beiträge realisierte sie unter Einhaltung der Abstandsregeln an einem ihr für die Dauer des Praktikums fest zugeordneten Schnittplatzes.

 
Wir sind wieder da - Bundesfreiwillige mit neuer Sendereihe
 
Offener Kanal Kassel
Auch in Nordhessen standen und stehen immer noch viele Kulturschaffende vor dem Scherbenhaufen ihrer Existenz. Und dennoch gab es zwischen den Lockdowns hier und da Hoffnungen und Optimismus, zumal die Stadt Kassel mit einem bundesweit einmaligen lokalen Unterstützungsprogramm Hilfestellung leistete. So folgten viele Kulturschaffende der Einladung der zwei BuFreiwilligen des Offenen Kanals Kassel, sich vor laufender Kamera zu Enttäuschungen und neuen Erwartungen zu äußern...
 

Entstanden ist so eine 12 teilige Sendereihe mit interessanten Einblicken und Gesprächen in die Kasseler Kulturszene. Vom Intendanten des Staatstheaters über den Betreiber des kleinen Musikclubs bis hin zur bildenden Künstlerin und dem Filmemacher entlockten die jungen Filmemacherinnen in ihrem ersten eigenen Projekt den Gesprächspartner*innen sehr authentische Statements über das derzeitge Gefühlsleben dieser Branche.

 
Weitere Informationen
 
Rostocker Studierende machen selber Fernsehen - auch in Coronazeiten
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Mit dem Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock und dem Rostocker Offenen Kanal Fernsehen (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern wird den Rostocker Studierenden bereits seit mehr als 10 Jahren ein praxis- und teamorientiertes Seminar angeboten. Dieses stellt vor allem die Kommunikation mithilfe neuer Medien sowie Kreativität in den Mittelpunkt und gibt die Möglichkeit, mit kritischem Blick gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der Universitäts- und Hansestadt aus einer anderen, als der medial gewohnten Perspektive zu beleuchten. Hierbei sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.
 

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die komplette Entstehung eines Fernsehbeitrages hautnah zu erlernen sowie eine eigenverantwortliche Produktion zu gestalten. Zur tatkräftigen Unterstützung ist neben den medienpädagogischen Mitarbeitern des Offenen Kanals, die Schnitt- und Kamerakurse anbieten, auch der wissenschaftliche Mitarbeiter und Seminarleiter Benjamin Hujawa anwesend, der mit Theoriestunden zu Filmtechniken und Beratung bei organisatorischen Fragen zur Seite steht.

Die Corona-Pandemie forderte auf allen Seiten ganz besonderes Engagement. Die Lehrinhalte wurden online mit aufgezeichneten Chats und Video-Tutorials vermittelt, ebenso wurde die Kommunikation organisiert und die rok-tv-Videotechnik stand nur beschränkt zur Verfügung. Trotz Eigenorganisation mit privater Video- und Schnitttechnik und schmerzlich vermissten Reflexionstreffen der gesamten Seminargruppe entstanden auch in dieser Auflage drei Einzelbeiträge, denen der Fleiß und das Engagement der Studierenden, nicht nur in der Vielzahl der Stunden des Videoschnittes, deutlich anzusehen ist.

Das aktuell entstandene TV-Magazin macht mit seinem Beitrag „Rostock – Die Stadt der Sieben“ neugierig, ob Mythen und Sagen zum Thema Bestand haben oder nicht. Die Beiträge „Rostocks Tiere zur Corona Zeit“ sowie „Trainieren in der Quarantäne“ stellen mit „ZOOM-typischem“ Blick den Umgang mit Corona-bedingten Einschnitten in unser gewohntes Leben dar.

Die enstandene Sendung wurde in den Offenen Fernsehkanälen der Medienanstalt M-V in Rostock und Schwerin ausgestrahlt. Nun ist das Magazin auch in der Mediathek https://mmv-mediathek.de/sendungen/94-zoom-rostock.html zu finden.

Institut für Medienforschung Universität Rostock: http://www.imf.uni-rostock.de/

 
Just BuMP! Wie geht es der Kultur in der Coronakrise?
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Zusammen mit 20 Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt hat das MOK Rhein-Main ein Kulturmagazin in Zeiten von Corona produziert. Im Rahmen des Fortbildungsprogramms "Buch- und Medienpraxis (BuMP)" wurden die Teilnehmenden bei der Entstehung des TV-Formates angeleitet, pädagogisch betreut und ein Semester lang unterstützt.
 

Es entstanden Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen. So zum Beispiel über Humor in der Krise, über das Frankfurter Implantieren-Festival, Ausstellungen im ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) in Karlsruhe, über Gebärdensprache im Kulturbetrieb sowie das Trick Art Hero 3D Museum in Frankfurt. Die Sendung ist für Gehörlose barrierefrei mit Gebärdenübersetzung und Untertiteln. Eine besondere Herausforderung bei der Realisierung der Magazinsendung in Zeiten von Corona waren die eingeschränkten Produktionsbedingungen im Lockdown und die Auswirkungen der Pandemie auf das öffentliche Leben.

Das Programm des OK Rhein-Main wird im digitalen Kabelnetz auf Programmplatz 391 verbreitet. Via Livestream können die Inhalte unter www.mok-rm.de gesehen werden. Unter dem Schlagwort "BuMP 2020" kann das komplette Kulturmagazin auch jederzeit über www.mediathek-hessen.de abgerufen werden.

Das MOK Rhein-Main ist eine Einrichtung der Medienanstalt Hessen (LPR Hessen). Das Fortbildungsprogramm "Buch- und Medienpraxis" richtet sich an Hochschulabsolvent*innen und bietet eine Berufsorientierung unter anderem in den Bereichen Hörfunk-, Zeitungs- und Fernsehredaktion, Verlagswesen, Kulturmanagement, Buchhandel oder Onlinepublishing. Das Programm umfasst zwei Semester mit jeweils sechs Kursen. Mit dem Seminar "Drehbuch bis Schnitt - Praxis: Fernsehen" hat das MOK Rhein-Main den Lehrauftrag in Theorie und Praxis filmischer Gestaltungsmittel übernommen.

Kontakt bei Rückfragen:

MOK Rhein-Main: Nadine Tepe, Tel.: (069) 82 36 58 66, presse(at)mok-rm(dot)de

Buch- und Medienpraxis: Nicola Menzel, Tel. (069) 798 23626, bmp@lingua.uni-frankfurt.de

Bildnachweis: Image by Pixabay

 
Weitere Informationen
 
Digitale Vorweihnachtsstimmung in den hessischen Offenen Kanälen
 
Offener Kanal Kassel
Auch wenn die Adventszeit in diesem Jahr nicht so verlaufen wird, wie wir es gewohnt sind - mit ihren digitalen Adventskalendern begleiten die Offenen Kanäle (OK) in Kassel, Gießen, Fulda und Rhein-Main ihre Zuschauer in bewährter Form durch die Vorweihnachtszeit. Vom 1. bis zum 24. Dezember werden jeweils um 18 Uhr digitale Türchen mit kurzen Filmclips geöffnet. Wie bereits in den Vorjahren sind die Inhalte der Türchen eine Überraschung. Die Beiträge wurden von lokalen Film- und Fernsehmachern sowie Nachwuchsjournalisten aus den OK-Standorten produziert.  
 
Weitere Informationen
 
Zurück auf Anfang
 
MOK Fulda
Den Offenen Kanal Fulda hatten wir in den letzten Jahren fast vollständig zum Medienprojektzentrum umgebaut. Medienpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche waren unsere Hauptaufgaben geworden und das Bürgerfernsehen hatten wir auf ein Minimum reduziert und die Schulung von Medienpädagogen. Dann kam Corona und die Medienpädagogen zogen sich ins Virtuelle zurück. Dort betreut sie jetzt einer unserer Kollegen, wir haben ihn seit Monaten nicht mehr persönlich gesehen. Er pendelt wahrscheinlich nur noch zwischen seinem als Vorlesungsraum verkabelten Wohnzimmer, der Küche und dem Schlafzimmer. Die Projekte mit Kindern und Jugendlichen wurden zunächst immer kleiner, inzwischen sind sie fast ausgestorben. Am Anfang versuchten wir noch, den frei gewordenen Raum mit Nutzern zu füllen.
 

Bürgermedienproduzenten. Keine Chance. Wenn man einen Bereich über Jahre vernachlässigt hat, kann man ihn nicht in ein paar Monaten einfach wiederbeleben. Außerdem: Corona. Keine Veranstaltungen über die berichtet werden könnte, keine Vereinsfeste, nicht einmal Karneval. Und wer will schon zurzeit mit einer Kamera in die Nähe von Menschen kommen.

Also produzieren wir selbst, sehr gut funktioniert das in unserem Studio. All die Vorträge, Podiumsdiskussionen und die kleinen Konzerte, die sonst draußen stattfinden würden, holen wir ins Haus. Die Technik machen wir selbst, drei Praktikanten an den Kameras, ein Mitarbeiter in der Regie. Wir lassen nicht mehr als sieben Menschen inklusive Techniker ins Studio, alle tragen Maske bis zur Aufzeichnung, die Abstände werden eingehalten und es wird regelmäßig gelüftet. Oder wir gehen mit unserem mobilen Studio zu den Nutzern, so wie gestern als wir in der Musikschule das Jahreskonzert aufgezeichnet haben. Natürlich nicht das große Orchester, sondern alle Schüler hintereinander in Kleingruppen.
Für die älteren von uns ist das wie eine Zeitreise zu den Anfängen unseres Medienprojektzentrums Offener Kanal. Wir haben schon lange nicht mehr so viel Spaß gehabt.

 
„Zukunft Pop“ live im Programm von OK-TV – Kooperation von OK-TV Ludwigshafen mit der Popakademie Baden-Württemberg am 12.12.2020
 
OK-TV Ludwighafen
Die Online-Konferenz „Zukunft Pop“ der Popakademie Baden-Württemberg wurde am Samstag, 12.12.2020 von 12:00 – 16:00 Uhr live im Programm von OK-TV Ludwigshafen ausgestrahlt. Dabei referierten Musikexperten*innen über  „Musik in hybriden Zeiten“. Mit der Übernahme der Konferenz ins Programm setzten OK-TV Ludwigshafen und die Popakademie Baden-Württemberg ihre Kooperation fort.
 

„Wir freuen uns, dass auch die Zuschauerinnen und Zuschauer des Ludwigshafener Bürgersenders live die Konferenz am TV-Bildschirm verfolgen konnten. Für die regionalen Musikszenen sind Bürgermedien ein wichtiges Verbreitungsmedium gerade für den musikalischen Nachwuchs“, so der künstlerische Direktor der Popakademie Prof. Udo Dahmen und der Leiter von OK-TV Ludwigshafen Dr. Wolfgang Ressmann.

 
Weihnachtsvideo mit Maria und Josef – „Es begab sich im Oktober…“
 
Lokalsender Oldenburg Eins (oeins)
In Zusammenarbeit mit der Oldenburgischen Kirche hat oeins ein Weihnachtsgottesdienst als Film gestaltet. Dieser wird zu Weihnachten als „Gottesdienst“ ausgestrahlt.
Die Idee dazu entstand durch die seit den Corona-Einschränkungen regelmäßig vorproduzierten halbstündigen sonntäglichen Gottesdienste aus den Kirchengemeinden - als Ersatz für die Präsenz-Gottesdienste.
Und nun zu Weihnachten ein Videofilm als Gottesdienst!
 
Weitere Informationen
 
Zwei Adventskalender beim Offenen Kanal MQ e.V.
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
Sogar zwei verschiedene Adventskalender bietet der Offene Kanal MQ e.V. . Seit längerer Zeit überlegen wir, ob wir tatsächlich Instagram als kommerzielle Plattform bedienen wollen. Viele Studierende wünschen es sich, da es die "angesagte" Plattform ist und wir auch diese Zielgruppe mit Infos versorgen und erreichen wollen.
 

Darum starteten wir mit unserer Nutzerin (ehemalige FSJ-lerin), die fleißig täglich Ideen postet den Insta-Kalender, der auch auf Facebook geteilt wird.

Unser Hauptkalender ist eine Videoprojekt von Petra Wallmann-Möhwald (Ideen) und Mehdi Chaghakaboudi (Kameramann) die kleine Geschichten zum Advent ins Fernsehen bringen, um kleine Freuden zu machen. Menschen der Region wurden angefragt kleine Geschichten, Lieder oder Gedichte zu präsentieren. Mit der Unterstützung der unterschiedlichen Akteure sind nun 26 Adventstürchen gefüllt, ja bereits seit dem 1. Advent ist unsere Aktion gestartet. Täglich öffnet sich auf unserer Internetpräsenz und im TV- Programm bis zum 24.12.20 ein Fensterchen. Schauen Sie doch mal rein.

 
Weitere Informationen
 
17. Ehrenamtstag Rheinland-Pfalz
 
OK4 Neuwied
Der 17. Ehrenamtstag Rheinland-Pfalz am 06.09.2020 war schon etwas Besonderes. Der aktuellen Pandemie geschuldet, konnten sich in diesem Jahr nicht wie in den Vorjahren Menschen zu einem bunten Fest treffen.
 

So veranstaltete die rheinlandpfälzische Staatskanzlei gemeinsam mit der Stadt Gerolstein den ersten hybriden Ehrenamtstag. 23 Aussteller ehrenamtlicher Organisationen stellten sich auf dem „virtuellen Marktplatz“ den online-Besuchern vor. Die Besucher konnten per Chat mit den Vertretern kommunizieren. In der realen Welt fühlte sich das etwas anders an.

Neben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und einigen Vertretern von Kirche und Politik waren noch „reale“ Vertreter der ausstellenden Vereine zu derVeranstaltung in den Lokschuppen Gerolstein geladen. Von dort führte Frau Dreyer Videochats mit allen Ausstellern.

„Ich war selbst als Aussteller der SeniorTrainer RLP vertreten und hatte leider fast keine Chatkontakte“, so Harald Schütz. Dies bewog ihn, mit allen Ausstellern in Kontakt zu treten und einige von ihnen per Skype zu ihren Erfahrungen mit der online-Veranstaltung zu interviewen. Aus dem von der Staatskanzlei zur Verfügung gestellten Video- und Bildmaterial sowie den eigenen Das Video läuft aktuell im Programm desBürgermediums der Deichstadt,  in der  Mediathek zu sehen auf: http://www.wir-tun-was.de zu sehen sein.

 
Unterstützung in der digitalen Welt
 
Offener Kanal Westküste
Seit dem 2. Oktober ist der Offene Kanal Westküste einer von bundesweit 100 Digital-Kompass Standorten. Das Projekt Digital-Kompass unterstützt bundesweit lokale Standorte dabei, ältere Menschen zum sicheren Umgang mit dem Internet und digitalen Diensten zu befähigen. Da coronabedingt zur Zeit keine Präsenzangebote durchgeführt werden können, bietet der Digital-Kompass sogenanne Digitale Stammtische an, bei denen FachreferentInnen über ein "digitales Thema" wie Digitaler Nachlass, Online-Shopping oder IT-Sicherheit sprechen. Anschließend haben die Webinarteilnehmenden die Möglichkeit für Nachfragen.
 

Der Digital-Kompass ist ein gemeinsames Projekt der BAGSO — Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen -, Deutschland sicher im Netz e.V. sowie der Verbraucher Initiative und wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

 
Vortragsreihe "Länderabend" jetzt im Bürgerfunk
 
Offener Kanal Westküste
Die Koordinierungsstelle für Integration und Teilhabe des Kreises Dithmarschen führt seit 2018 die Länderabende durch, bei denen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln ihre Heimat und Kultur vorstellen. Die Veranstaltungsreihe ist aus dem Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ entstanden. Vor der Corona-Pandemie wurde einmal pro Monat ein Länderabend kreisweit an verschiedenen Orten durchgeführt. Wegen der aktuellen Situation findet diese Veranstaltungsreihe zur Zeit nur digital als Radiosendung im Offenen Kanal statt. Untermalt werden die jeweils einstündigen Sendungen mit Musik. 
 
Aktionswochen gegen Diskriminierung im oeins-Radio- und Fernsehen: MITEINANDER LEBEN – für mehr Respekt und Toleranz
 
Lokalsender Oldenburg Eins (oeins)
In Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Radio Globale/ MITEINANDER LEBEN hat oeins in seinen Radio- und TV-Programmen im November eine Vielfalt von Sendungen und Beiträgen zu dem Schwerpunkt Anti-Diskriminierung zusammengestellt. Corona-bedingt war es von Vorteil, dass wir zum einen auf unser Sende-Archiv zurückgreifen, zum anderen aktuelle Sendungen per Livestream übertragen konnten.
Das Programm der Aktionswochen wird im nächsten Jahr als digitale Ausstellung veröffentlicht und ist damit zeitunabhängig abzurufen.
 
Weitere Informationen
 
Und dann kam Corona... - Medienpädagogisches Projekt des Medientreckers Fernsehen
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Vom  24.08.2020 - 28.08.2020 war der Medientrecker Fernsehen der Medienanstalt M-V wieder medienpädagogisch unterwegs. Schülerinnen und Schüler der Sonnenblumenschule in Franzburg drehen einen Film darüber, wie sie die Coronazeit wahrgenommen haben.
 

Hier ein kleiner Projektablauf, wie ih die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler selbst formuliert haben:

Montag:
Der Medientrecker rollt auf den Schulhof der Sonnenblumenschule in Franzburg. Die Technik muss ausgeladen werden - ein ganzes Stück Arbeit. Danach gibt es ein Vorstellungsrunde, jeder erzählt von sich, was er gerne macht, so tauen wir alle ein wenig auf. Die Gruppe möchte einen Film darüber drehen, wie die Coronazeit für sie war, also überlegen wir uns einen Drehplan und schreiben auf, welche Requisiten von zu Hause mitgebracht werden müssen. Danach geht es das erste Mal an die Technik - wie wird die Kamera aufgebaut, was muss alles beachtet werden, wenn ich eine Filmsequenz aufnehmen möchte - viele Informationen, die wir auch praktisch ausprobieren. Die ersten Szenen sind im Kasten - wir schauen sie gemeinsam an und entscheiden, welcher Take der beste war und im Film verwendet werden soll. Der erste Tag verging wie im Flug.

Dienstag:
Sabine (die Medienpädagogin vom Medientrecker) hat Hausaufgaben gemacht und die Filmteile vom Vortag schon etwas geordnet und bearbeitet, so können wir schon einen kleinen Teil des Films ansehen. Weiter geht es mit den Dreharbeiten - jede Menge Einzelszenen in verschiedenen Kameraeinstellungen - mal mit Sprache, mal nur Schauspiel. Dieser Tag besteht aus Drehen und Sichten. Nach dem Mittagessen bringen wir den Tischen und Stühlen im Klassenzimmer das Laufen bei - wir arbeiten mit der Stop-Trick-Technik. Am Enden sichten wir nochmal, was wir gemacht haben und schon ist auch dieser Tag wieder vorbei.

Mittwoch:
Auch heute beginnen wir mit der Sichtung der "Hausaufgaben", bevor die Drehs weiter gehen. Zwischendurch bereiten wir schon mal den Greenscreen für Donnerstag vor. Nach dem Mittag schneiden wir gemeinsam am Film - und tricksen ein wenig rum - der Bücherstapel neben Justin wird von "allein" immer höher. So schwer ist diese Zauberei gar nicht.

Donnerstag:
Heute liegt wieder eine ganze Stange Arbeit vor uns. Zuerst sehen wir uns an, wie weit unser Film schon ist. Danach kämpfen wir vor dem Greenscreen (gegen die Coronaviren). Dann kommt ein echt schwieriger Teil - wir denken uns die Erklärtexte für unseren Film aus und sprechen sie ein, aber auch das bekommen wir hin. So können wir noch die Stimme unseres Lehrers verwandeln, so dass sie klingt, als käme sie aus dem Radio. Morgen ist Freitag und die Aufregung vor der Präsentation wächst.

Freitag:
Ausruhen geht noch nicht - bevor unsere Präsentation startet sortieren wir noch gemeinsam die Fotos, die wir während der ganzen Woche gemacht haben und bereiten eine Diashow vor. Und dann ist es endlich soweit - unsere Gäste kommen und wir sehen unseren fertigen Film das allererste Mal komplett. Von den anderen Zuschauern erhalten wir viel Lob und Applaus. Die wenige restliche Zeit nutzen wir noch, um über unseren Film und die Medienwoche zu sprechen.

Sabine bedankt sich für die schöne Woche in der Sonnenblumenschule Franzburg.

Der Film wurde in den Programmen der Offenen Fernsehkanäle der Medienanstalt M-V in Rostock und Schwerin ausgestrahlt und ist nun in der Mediathek zu finden: https://mmv-mediathek.de/play/30981-und-dann-kam-corona.html

 
Weitere Informationen
 
MOK Gießen unterstützt Hochschulfeier mit online-Livemusik
 
MOK Gießen
Die Technische Hochschule Mittelhessen veranstaltet zweimal jährlich (jedes Semester) eine Absolventenfeier der Fachbereiche Bau und Architektur. Gegenstand dieser Feierlichkeit ist die Auszeichnung der besonderen Leistung einiger Studierender, Fachvorträge von externen Rednern sowie Vorträge von Institutsinternen. Auch das nochmalige Zusammenkommen, Vernetzen oder Verabschieden derer, die ihr Studium nun beendet haben und die Hochschule im Anschluss verlassen werden, ist Bestandteil dieser Abende. Begleitet wird die Veranstaltung regulär von einer Band, die durch den Abend führt und zwischen den Programmpunkten für Unterhaltung sorgt. Bedingt durch die Pandemielage konnte die Veranstaltung, die sich zeitlich auch nicht aufschieben ließ, diesmal jedoch nur rein digital durchgeführt werden.
 

Für die einzelnen Teilnehmer der Veranstaltung, seien es die Absolventen oder aber die Redner, war die Teilnahme an dieser virtuellen Konferenz denkbar einfach - ein Notebook mit Webcam oder ein Smartphone genügte zur Teilnahme aus. Für die Band gestaltete sich die Verlagerung ins Virtuelle jedoch deutlich schwieriger: Um die musikalische Unterstützung der Veranstaltung zu ermöglichen, musste die Band mikrofoniert und abgemischt werden und zusammen mit Bildern eines Multikamerasystems in die Online-Konferenz eingespeist werden, um den Anforderungen an einen musikalischen Live-Auftritt halbwegs gerecht zu werden. Eine einfache Webcam wäre für diesen Zweck völlig ungeeignet gewesen.

Im Studio des MOK Gießen fand die Band genug Platz, um sich, wie von den regulären Auftritten einer nicht - Pandemie - Situation gewohnt, auf einer Bühne aufzubauen. Statt zum Publikum, war sie einem TV-Monitor zugewandt, auf welchem sie den Verlauf der Veranstaltung sowie die Reaktion des Publikums, also der Teilnehmer der Veranstaltung verfolgen und auch ihre Einsätze nach den Anmoderationen und Vorträgen erkennen konnte.

Die Eingliederung der Band als Bestandteil der Live Onlinekonferenz funktionierte reibungslos und war für alle Beteiligten ein Erfolg. 

Ohne die Unterstützung des MOK Gießen wäre es nicht möglich gewesen einen Liveauftritt der Band Manké in die Zoom-Videokonferenz zu integrieren. Die Veranstaltung hätte somit gänzlich auf ihre gewohnte musikalische Unterstützung verzichten müssen.

Die Beteiligten der Hochschule, aber auch die Band, zeigten sich sehr dankbar, in dieser besonderen Lage der Isolierung und Einschränkung sämtlicher sozialer Interaktivität wenigstens ein Stück weit Normalität bieten zu können.

 

 
Funkhauskonzert als Livestream
 
Offener Kanal Westküste
Der bundesweite Teil-Lockdown betrifft auch viele Kulturschaffende, die seit vielen Monaten nicht mehr live vor Publikum auftreten können. Seit dem Frühjahr bietet der Offene Kanal Westküste mit seinen Funkhauskonzerten regionalen Bands die Möglichkeit, wenigstens im Radio und auf YouTube ihrem Publikum mit dem gebotenen Abstand näher zu kommen.
Vor allem regionale Bands besitzen meistens nicht die nötige Technik, um einen Livestream zu generieren.
 
Weihnachten trotz Corona
 
TMBZ Gera
Weihnachtsgeschichte, Literarischer Adventkalender und großes Weihnachtskonzert der Musikschule unter Pandemie-Bedingungen: Die Corona-Pandemie bestimmt mit neuen Regeln, Geboten und Ausgangsbeschränkungen das Leben auch in der Vorweihnachtszeit. Statt beieinander am Glühweinstand auf Weihnachtsmärkten die vorweihnachtliche Stimmung zu genießen, heißt es Abstand halten und so Verantwortung für andere zu übernehmen. Aktive handlungsorientierte Medienarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern muss dem Rechnung tragen. Neben Maskenpflicht und dem Gebot, Abstand zu wahren wurden Medienprojekte in klar getrennte Lern- und Arbeitsfelder aufgeteilt.
 

Dabei übernahm das Thüringer Medienbildungszentrum der TLM in Gera (TMBZ Gera) im Rahmen der Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in Bild und Ton die kamera- und schnitttechnische Umsetzung von Medienprojekten. Die Planung erfolgte im Rahmen von einzelnen Konsultationen und Drehortbesichtigungen. Die weitere Kommunikation lief ausschließlich über Medien. 
Was wäre ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsgeschichte? Doch wie könnte sie in diesem besonderen Jahr filmisch erzählt werden? Eine Weihnachtsgeschichte, in der Maria und Josef weder den Engeln noch den Hirten begegnen, geht das?Die Einführung der Figur einer Erzählerin, die Gliederung der Aufnahmen mit den tragenden Figuren und eine handlungserzählende Montage ermöglichten die filmische Umsetzung des Krippenspiels mit Mädchen und Jungen der Kita Regenbogenfisch und dem PiXEL-Fernsehen. Als einziges Krippenspiel in Gera wird es in allen Gemeinden auf Großleinwänden als Ersatz für reales Spiel gezeigt werden.

In Kooperationen mit der Bibliothek und der Musikschule „Heinrich Schütz“ wurden ein literarischer Adventkalender und das Weihnachtskonzert gestaltet.
Das große Weihnachtskonzert, das sonst unter Mitwirkung hunderter junger Musikerinnen und Musiker und Tänzerinnen und Tänzer im Konzertsaal des Theaters vor ausverkauften Rängen aufgeführt wird, musste in Häppchen verteilt auf die großen Veranstaltungshäuser der Stadt ausschließlich für die Kamera konzipiert werden.
Auch der schon vor Ausbruch der Pandemie geplante Adventkalender der städtischen Bibliothek ermöglicht jetzt, dass kommunale weihnachtliche Atmosphäre in die heimischen Wohnstuben flimmert.
Die Aufzeichnung erfolgte während definierter Zeitfenster mit einzeln geladen Vorleserinnen und Vorlesern. Lesepatinnen und Lesepaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Bibliothek lasen 24 ausgewählte weihnachtliche Geschichten. Die Bücherwand im großen Veranstaltungsraum mit antiquarischen Nachschlagewerken und ein festlich geschmückter Tannenbaum boten nicht nur eine ansprechende, sondern auch Distanz ermöglichende Kulisse für die Leserinnen und Leser vor einsamer Videokamera und dem Script Supervisor.

Seit 1. Dezember werden die Märchen, Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit mit Genehmigung der betroffenen Verlage auf der Sendeplattform „labor14“ in den Thüringer Kabelnetzen gezeigt. Zusätzlich ist der literarische Adventkalender auf der Homepage der Bibliothek zu sehen.
Die Weihnachtsgeschichte des PiXEL-Fernsehens und das Weihnachtskonzert werden in der Woche vom 23. bis 30. Dezember ebenfalls in den Thüringer Kabelnetzen ausgestrahlt und können auf YouTube aufgerufen werden.

 
Das Lied für Neuwied
 
OK4 Neuwied
Vier bekannte Neuwieder Musiker haben das „Lied für Neuwied“ professionell eingespielt. Sie widmen es der Stadt, in der sie leben und der existenzbedrohenden Situation von Künstlern in Coronazeiten.
 

Gedacht war es einst von Autor Fred Kutscher als Hommage an seine Heimatstadt und als Kontrapunkt zu den typisch Neuwieder „Schnuddelern“. „Menschen, die Neuwied ständig stark kritisieren und nur schlecht über die Stadt reden, verbreiten ein negatives Klima. Dem wollte ich etwas entgegensetzen“, begründet er seine Urversion.

Jetzt haben sich vier ausgewiesene Profis des Songs angenommen, der im Original nur mit Begleitung einer Akustikgitarre zu hören gewesen war. Jens Martienssen (Gesang), Peter Dümmler (Gitarre), Torsten Garbe (Schlagzeug) und Thomas Corzilius (Bass) sorgen mit einem frischen Rockabilly-Sound dafür, dass das Lied ordentlich aufgepeppt wird. Alle vier spielen normalerweise in anderen Bands, konnten sich aber für die von Jens Martienssen geplante Neuaufnahme gleich begeistern. „Ich wollte gerne zusammen mit bekannten Neuwieder Musikern unter professionellen Rahmenbedingungen ein Lied für unsere Stadt aufnehmen“, teilt Martienssen mit. Thomas Corzilius und Torsten Garbe, die sich schon seit ihren musikalischen Anfängen kennen und noch immer in Neuwied leben, waren sofort bereit, an der Hommage für die Deichstadt mitzuwirken. Beide schätzen Dümmler und Martienssen als Menschen und Musiker. Die Mitarbeit am „Lied für Neuwied“ war für sie daher selbstverständlich und nach ihren eigenen Worten „eine große Ehre“.

Die perfekten Voraussetzungen fanden die Musiker im MerlinSound-Tonstudio, das Berufsmusiker Dümmler in Neuwied betreibt. Er zeichnet auch verantwortlich für den finalen Mix des Songs. Und nicht zuletzt hat der Saitenkünstler ein prägnantes Gitarrensolo nach der zweiten Strophe eingespielt.

Fred Kutscher erinnert sich an die Anfänge des Lieds: „Ich wollte mit dem Text ein Wir-Gefühl schaffen, das für den Zusammenhalt und die Solidarität aller Bewohner steht, egal welcher Herkunft und aus welchem Stadtteil.“ Um dem mehr Nachdruck zu verleihen, erhielt die dritte Strophe des Lieds einen neuen Text. Sie stellt die Stärken der Stadt heraus: die Stadtteile mit ihrem historischen Hintergrund und vielen eigenen Aktivitäten und ein Zentrum, das für alle da ist mit seinen Einkaufsmöglichkeiten, kulturellen Angeboten, Märkten, Parks und vielfältiger Gastronomie. „Wir alle, wir sind ein Neuwied“, fasst Jutta Etscheidt den von ihr dazu entworfen Text zusammen, der sich gegen den Trend von Individualismus und Separatismus stemmt. „Die Textzeile `Neuwied, die Perle zwischen Rhein und Wied´, von Thomas Corzilius beigesteuert, hat bei allen Beteiligten zu heftigen Lachern geführt und ist natürlich augenzwinkernd gemeint“, fügt sie hinzu.

Sehr viel ernster ist die Situation von Künstlern in der Coronakrise. Als Betroffener hat der Neuwieder Berufsmusiker Peter Dümmler die Situation in einem eigenen Statement zusammengefasst, das in einem Video als Vorspann zum Lied für Neuwied auf youtube zu hören ist. „Es war mir wichtig, die Gelegenheit zu nutzen, um auf die derzeitige Situation der Künstler und der Kultur im Allgemeinen hinzuweisen. Wenn die Kultur stirbt, stirbt auch das Miteinander und die ethischen Errungenschaften des Menschseins.“ bekräftigt Dümmler sein Engagement.

Zusammen mit Andreas Fischer vom Offenen Kanal Neuwied hat Jutta Etscheidt das neue „Lied für Neuwied“ ins Bild gesetzt. „Wir haben versucht, die vielen schönen Ecken von Zentrum und Stadtteilen passend zum Liedtext zusammenzustellen“, teilt Etscheidt dazu mit.

Die beiden  Videos feierten am  30.10.2020 imProgramm des OK4 Premiere,  und sind seitdem im Bürgermedium sowie online auf Youtube zu sehen. Zudem werden sie  in den entsprechenden Austauschservern zum Download bereigstellt.

Video mit Statement: https://youtu.be/txoYrAgoNNg

Das Lied für Neuwied: https://youtu.be/htxDnMz_KG4

 
Gründen in Pirmasens - Erfolgsgeschichten via Livestream
 
OKTV Südwestpfalz
Mitte November fand ein Livestreamevent im Pirmasenser Quasimodo im Rahmen der Gründerwoche in Deutschland statt. Veranstaltet wurde das Event von der Wirtschaftsförderung der Stadt Pirmasens und der IHK Pfalz. Die Zuschauinnen und Zuschauer bekamen bei der Talkshow Informationen zum Thema Gründung aus erster Hand, zum einen von den neun Gründerinnen und Gründern, zum anderen durch die drei Experten Florian Bilic der IHK, Mark Schlick von der Wirtschaftsförderung und Jochen Weber von der Unternehmensberatung Sefrin & Partner. Pirmasens genießt einen guten Ruf bezüglich Start-ups und Existenzgründern, weshalb auch viele Gründer aus der Stadt hervorgegangen sind. Der Stream startete am 19. November um 19 Uhr und war auf den zeitgleich auf den Plattformen Youtube und Facebook sowie beim Offenen Kanal Südwestpfalz zu sehen.
 
Digitaler Adventskalender bei NB-Radiotreff 88,0
 
NB-Radiotreff 88,0
Das Jahr 2020 hielt einige Überraschungen für viele bereit. Und wenn auch nicht alles „normal“ war, so ist es umso schöner, dass manche Dinge sich nicht geändert haben.
 

So wie der akustische Weihnachtskalender der Evangelischen Schule St. Marien in Neubrandenburg. Wie bereits in den vergangenen Jahren, haben sich einige Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr wieder hinter das Mikrofon begeben und 24 Türchen kreativ gestaltet. Zu hören sind sie vom 1-24.12.2020 um 07:00 Uhr und um 19:00 Uhr vor den Torwächtergeschichten. Wer sich jetzt wundert, warum sie nicht um 08:00 Uhr sowie um 20:00 Uhr ebenfalls vor den Torwächtern kommen, der sollte auch hier ruhig einschalten. Neu im Programm ist um diese Zeit der zweite Weihnachtskalender. Denn auch die Schülerinnen und Schüler einer dritten Klasse aus der Grundschule West am See haben ihre Hortzeit genutzt, um 24 digitale Türchen zu befüllen.

Wer sich also die kleinen Sprüche, Rätsel, Lieder oder Rezepte nicht entgehen lassen möchte, der schaltet ein und lässt sich auf die Weihnachtszeit einstimmen. Viel Spaß dabei!

 
Der fliegende Tannenbaum - kulturelle Adventskalender bei OK-TV Ludwigshafen
 
OK-TV Ludwighafen
Der fliegende Tannenbaum stellt als kultureller Adventskalender regionale Künstler*innen der Metropolregion Rhein-Neckar in der Corona-Krise vor - ein engagiertes Bekenntnis zu Notwendigkeit von Kunst & Kultur in Zeiten der Pandemie. Bis zum 24.12.2020 wird jeden Tag ein*e weitere*r Künstler*in im TV-Programm vorgestellt. Theatermacher*innen, Musiker*innen, bildende Künstler*innen, Performancekünstler*innen beleuchten ihre Situation und geben einen Einblick in ihr kreatives Schaffen. Das Projekt realisiert OK-TV Ludwigshafen gemeinsam in Kooperation mit dem Kulturverein Rhein-Neckar e.V.
 

Die insgesamt 24 Sendungen wurden in Kooperation mit dem Kulturverein Rhein-Neckar e.V. von den angehenden Mediengestalter*innen von OK-TV Ludwigshafen realisiert. Nach der Ausstrahlung im TV sind die "Fliegenden Tannenbäume" auch über die Youtube-Mediathek des Bürgersenders abrufbar.

Youtube-Link

 
Die Lange Yalda-Lesenacht zum Lauschen von Jung und Alt im oeins Radio
 
Lokalsender Oldenburg Eins (oeins)
Die längste und dunkelste Nacht des Jahres/Wintersonnenwende - der Sieg des Lichtes über die Dunkelheit - wird im iranischen und zentralasiatischen Kulturkreis bis zur Morgendämmerung mit dem Erzählen und Vorlesen von Geschichten gefeiert.
Die Projektgruppe Radio Globale/MITEINANDER LEBEN - in Verantwortung von Maryam Ghandehari – hat diese Idee aufgegriffen und bereitet eine ganz besondere Lesenacht vor.
In mehreren Sprachen liest – generationenübergreifend – ein interkulturelles Team selbst verfasste Gedichte, Texte, Geschichten oder ausgesuchte literarische Passagen vor: am 20.12 ab 16 Uhr bis in die Morgenstunden des 21.12. Gestartet wird mit anregenden Geschichten aus Kinderbüchern.
Über nationale Grenzen und Generationen hinweg heißt es: Zuhören, Annähern, Verstehen.
 
Kooperationen
Kurzfilmtag am 21. Dezember 2020 - Kurzweil mit Kurzfilmen in den Offenen Fernsehkanälen und TV-Bürgersendern
 
BVBM-Redaktion
Seit 2012 gibt es ihn auch in Deutschland, den Internationalen KURZFILMTAG. Immer am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, sind unterschiedlichste Kurzfilme zu sehen – meist in Kinos und bei unzähligen lokalen Veranstaltungen. Nicht so im Jahr 2020, da die Pandemie auch hier für einen vorübergehenden Stillstand gesorgt hat. Nur gut, dass die vielen Offenen Kanäle und TV-Bürgersender bei dieser reinen Online-Ausgabe 2020 eine wichtige Rolle spielen können, da sie über ihre unterschiedlichen Verbreitungswege viele Produzierende und Filminteressierte erreichen.
 

Zum nunmehr sechsten Mal beteiligen sie sich an dieser vom Bundesverband Bürgermedien (BVBM) initiierten Aktion mit einem bundesweiten Thementag. Vom romantischen Liebesfilm über den Action-Streifen bis hin zum Dokumentarspiel und zum Trashfilm zeigen die Produzentinnen und Produzenten der Bürgersender ihre Kreativität und Vielfalt beim Umsetzen ihrer Drehbücher. Die Zuschauer vor Ort können sich auf einen abwechslungsreichen Fernsehabend freuen, denn keiner der ausgewählten Filme ist länger als 20 Minuten.

Eine Karte über alle teilnehmenden Einrichtungen und Aktionen zum Kurzfilmtag deutschlandweit finden Sie hier:

https://kurzfilmtag.com/teilnehmer-karte.html

In einem circa 8- stündigen Sendeblock zeigt u.a. der Rostocker Offene Kanal Fernsehen (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern Kurzfilme, produziert von Nutzerinnen und Nutzern und Netzwerkpartnern, Ergebnisfilme von unterschiedlichsten medienpädagogischen Projekten des Medientreckers Fernsehen der MMV sowie Filme der ambitionierten Nachwuchsarbeit der Medienwerkstatt am Institut für Neue Medien (IFNM) Rostock.

Link zu medientrecker.de

Link zu ifnm.de

Eine Aufstellung der einzelnen Kurzfilme bei rok-tv finden Sie hier:

Link zu rok-tv.de

 
BigBlueButton als datenschutzkonformer Videokonferenz-Dienst
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
Bereits seit Mai nutzen wir den Videokonferenz-Dienst BigBlueButton (BBB) auf einem eigens dafür angemieteten Server (Danke an den Teckids e.V) und nutzen so datenschutzkonform die Möglichkeit Schulungen (seit Mai Videoschnitt & Filmen mit dem Handy) und Austausche durchzuführen und bieten all unseren Kooperationspartnern die Mitnutzung an (z.B. Sitzungen des Arbeitskreises Medienkompetenz der Jugendämter der Stadt Halle und des Saalekreises, Medienpädagogischer Stammtisch, Begleitausschusssitzung der Partnerschaft für Demokratie im Saalekreis / Demokratie leben,....).
 

Schulungen zur Nutzung bieten wir regelmäßig an und Teil vieler TV- Sendungen ist die Möglichkeit der Zuschaltung von Gästen. So z.B. wurde unser jährlicher Kurzfilmwettbewerb Kurz&Gut ins Netz verlegt, nur die Moderatoren und eine kleine Technik-Crew (bestehend aus Studierenden der Kultur- und Medienpädagogik der HS Merseburg) waren vor Ort. Die Jury sowie die Gewinnerteams wurden über BBB zugeschalten und die Zuschauer konnten mit den datenschutzkonformen Voting-Tool Pingo über den Publikumspreis abstimmen. 

Seit November findet unsere Trickfilm-AG für Kids zwischen 6-12 Jahren nun online statt (7 Kids und ihre Eltern sind jeden Donnerstag dabei) und unser erstes Schulprojekt ist im Dezember mit der Serkundarschule Zöschen gestartet, da sie unbedingt noch in diesem Jahr einen Imagefilm für ihre Schule erstellen möchten. Andere Schulen zögern leider noch.

 
Weitere Informationen
 
Sonstiges
Medienbildung in Zeiten intensiver Mediennutzung wichtiger denn je
 
Thüringer Medienbildungszentrum der TLM
Mit Beginn des neuen Schuljahres erweiterte das Thüringer Medienbildungszentrum der TLM (TMBZ) sein Medienbildungsangebot für Schulen und die außerschulische Jugendbildung. Durch den an die Pandemie angepassten Schulalltag sowie das veränderte Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen hat auch die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) ihr Portfolio erweitert und stärker digitalisiert.
 

Charakteristisch für die ergänzenden Angebote sind die überwiegend online-basierten bzw. zeitlich konzentrierten Arbeitsformen, die eine Durchführung auch unter Hygiene bezogenen Auflagen ermöglicht. Online-Seminare, Präsenz-Online-Projekte und Präsenz-Workshops sind flexibel auf die an den Schulen gegebenen Bestimmungen anpassbar.„Die Corona-Pandemie wird den Schulbetrieb auch im kommenden Schuljahr heftig durcheinanderwirbeln.
Wie die Entwicklung fortschreitet und welche Maßnahmen zukünftig auf uns zukommen, ist ungewiss. Daher war es der TLM ein wichtiges Anliegen, Angebote zu entwickeln, in denen sich die Schülerinnen und Schüler auch im eingeschränkten Schulmodus mit den wichtigen Themen der Medienbildung auseinandersetzen können“, erläutert Jochen Fasco, Direktor der TLM.

Die Angebote nehmen Medienthemen auf, die in der Zeit intensiver Mediennutzung immer mehr an Bedeutung gewinnen, wie beispielsweise Respekt in der Online-Kommunikation, Grundlagen des journalistischen Arbeitens als Gegenperspektive zu Fake News und Handwerkzeug gegen die Verbreitung von Verschwörungstheorien sowie kompetentes Bewegen im Internet.

Ziel der Medienbildungsarbeit der TLM ist es gerade auch, den Schulen inhaltlich aktuelle sowie organisatorisch maßgeschneiderte Medienbildungsangebote an die Hand zu geben und sie auch in schwierigen Zeiten in der Medienbildung zu unterstützen.

 
Weitere Informationen
 

Mit dem Projekt „Stärkung der soziokulturellen Arbeit der Bürgermedien durch bundesweite Vernetzung und Weiterbildungsmaßnahmen“ wird unser Verband momentan durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.

Wir bieten am 18.08. und 29.09.2022 kostenlose Hybridworkshops zum Thema "Filmen mit dem Smartphone - leicht gemacht". Außerdem unterstützen wir Produktionen, die die Verzahnung von Bürgermedien und lokaler Soziokultur voranbringen.

Mehr zum Projekt und den Workshops