Ausgabe 3/2021 vom 24.06.2021

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Ausgabe Nr. 3 / 2021 vom 24.06.2021
Mehr Wissen und Lernen durch Fortbildungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Fortbildungskonzepte der bundesweiten Bürgermedien waren schon vor der Coronakrise sehr vielfältig, kreativ und zielgruppengerecht, setzten aber meist auf Präsenzangebote in den eigenen Räumlichkeiten. Das hat sich in kürzester Zeit geändert. Onlineworkshops, Hybridformate und neu entwickelte Tools werden fortan die Angebotspalette bereichern, neue Kooperationen im Bereich der Medienbildung ermöglichen und somit medienübergreifendes Arbeiten erleichtern. Einige Beispiele finden sich in diesem Newsletter, über viele weitere neue Fortbildungsangebote informieren die Bürgermedien auf ihren jeweiligen Webseiten.

In dieser Ausgabe:
 
Die 3. Säule – Der Bürgermedienpodcast
Projekte, Ideen und Sendeformate
Kooperationen
Sonstiges
DIE 3. SÄULE – DER BÜRGERMEDIENPODCAST
Folge 2: Engagiert, ehrenamtlich, erfolgreich – Zwei Macher:innen und ihre Konzepte
 
 
Anja Linz von Radio Tonkuhle in Hildesheim ist nicht nur begeisterte Musikredakteurin. In regelmäßigen Abständen produziert sie im Bürgerradio auch ein erfolgreiches Magazin mit Neuigkeiten aus der Bürgermedienszene. Fred Bärbock, Vereinsvorstand bei TV 38, setzt auf ein gelungenes Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen beim Bürgersender zwischen Harz und Heide. Beide stellen sich und ihre Ideen für modern aufgestellte Bürgermedien hier vor.
 
Weiterlesen
 
Projekte, Ideen und Sendeformate
"Siegfried" und "Götterdämmerung" in der Post-Produktion – unter Anleitung des Opernregisseurs Prof. Hansgünther Heyme
 
OK-TV Ludwighafen
Vor knapp 10 Jahren erlebte Ludwigshafen und die Rhein-Neckar-Region ein außergewöhnliches Kulturereignis. Erstmalig wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Theater im Pfalzbau (Ludwigshafen), der Oper in Halle (Saale) und der Deutschen Staatsphilharmonie der „Ring des Nibelungen" von Richard Wagner in Rheinland-Pfalz auf die Bühne gebracht. Dabei wirkte der damalige Intendant des Theaters im Pfalzbau Prof. Hansgünther Heyme als Regisseur und zeichnete für die Ausstattung verantwortlich. Da OK-TV Ludwigshafen im Rahmen der Ausbildung der angehenden Mediengestalter:innen bereits seit 2007 mit Heyme bei der Realisierung von TV-Fassungen seiner Theaterinszenierungen zusammenarbeitete, war das nötige Know-How vorhanden, um das Wagnis der TV-Aufnahmen von „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ Ludwigshafener Zyklus einzugehen.
 

Unter Anleitung von Heyme und zweier berufserfahrenden Kameraleute gelang es dem Team aus Auszubildenden, studentischen Praktikanten:innen unter Mithilfe von FSJler:innen das Bühnengeschehen aus insgesamt 9 Kameraperspektiven einzufangen. Aktuell steht das Mammutprojekt kurz vor dem Abschluss. Dank einer Förderung durch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur konnte die Postproduktion nach Klärung zahlreicher rechtlicher Fragen endlich abgeschlossen werden. Prof. Hansgünther Heyme führte gemeinsam mit Angehörigen des Ausbildungsteams von OK-TV Ludwigshafen die umfangreichen Postproduktionsarbeiten aus. Das Ergebnis beeindruckt – beinahe 10 Stunden Operngenuss pur.

Die jungen Medienschaffenden ihrerseits profitierten auch bei diesem Projekt von der Zusammenarbeit mit dem Altmeister des deutschen Regietheaters und Filmregisseurs Heyme für ihren späteren beruflichen Werdegang.

Die Premiere für die Filmfassungen von „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ soll im Spätjahr bei der Deutschen Staatsphilharmonie in Ludwigshafen gefeiert werden. Anschließend werden die Opern im Programm von OK-TV Ludwigshafen gezeigt. 

 
Gamedesign-Workshop für Jugendliche und junge Erwachsene
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
In den Pfingstferien startete für Schüler zwischen 13 - 18 Jahren ein Gamedesign-Online-Workshop mit dem Ziel, dass alle Teilnehmenden ein eigenes 3D-Spiel für Smartphone + Desktop erstellen können. Im Rahmen der Bachelor-Arbeit (HS Merseburg FB SozialeArbeit.Medien.Kultur) von Johannes Osterburg wurden innerhalb weniger Workshop-Wochen im Rahmen eines von ihm geleiteten Gamedesign-Online-Workshop mit der feien open Source Game Engine Godot von den Jugendlichen unter seiner Anleitung und Zuhilfenahme dafür produzierter Tutorials erstellt. Stolz präsentierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse bei der Online-Präsentation den Eltern und interessiertem Fachpublikum.
Wer selbst einen Einstieg wagen möchte, findet hier die Einstiegstutorials. Ein kleiner Gaming-Hackathon vor Ort im OK fand im Anschluss an das Projekt statt und wird sicher wiederholt.
 
Weitere Informationen
 
Wöchentlicher Praxisprojekttag bei rok-tv: Schüler:innen der Jenaplanschule Rostock lernen Medienmachen und Medienverstehen von der Pieke auf
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Ein halbes Jahr lang besucht eine Gruppe von Schüler:innen der Klassen 5 bis 9 der Jenaplanschule Rostock einmal pro Woche einen Projekttag von rok-tv Offener Kanal und Medienbildungszentrum. Hier lernen die Schüler:innen alles, was zum Medienmachen dazugehört – von richtiger Kamerabedienung über Interviewführung bis hin zu Sendungsproduktionen. Darüber hinaus werden sie in wichtigen Bereichen von Medienkompetenz geschult.
 

Zum Unterrichtskonzept der Jenaplanschule Rostock gehört es, dass Schüler:innen der Klassen 6 bis 9 jeweils für ein halbes Jahr an einem Tag pro Woche einen Praxislernort besuchen. Der Offene Kanal und Medienbildungszentrum rok-tv ist einer dieser Praxislernorte, der eine Kooperation zur Jenaplanschule Rostock unterhält. 

Ihre eigenen Ideen können Schüler:innen beim wöchentlichen Projekttag im Rahmen von Magazinsendungen, Umfragen, Interviews und Magazinen verwirklichen. Dabei steht der Ansatz einer selbstentdeckenden, kooperativen und handlungsorientierten Lernerfahrung im Vordergrund. 

"Medienmachen" führt zu Nachdenken über die eigene Mediennutzung. „Ist das echt?“ oder „Darf man das?“ lauten kritische Nachfragen von Schüler:innen, die sich durch Anwendung des Selbstlernkonzepts bei rok-tv ergeben. Auf diese Weise bringen die Schüler:innen selbst wichtige Themen wie Fake News, Quellenverifikation oder Verschwörungstheorien zur Sprache. Zusammen mit den Pädagog:innen von rok-tv werden diese  eingehender besprochen. 

Außerdem hält rok-tv Aufgaben für die Ferien bereit, wie zum Beispiel Umfragen, die die Kinder und Jugendlichen in ihren Familien durchführen. Während der Coronapandemie wurde das Konzept des wöchentlichen Projekttags in Form von Online-Meetings und Aufgaben für Zuhause angepasst. 

 
Online-Girls´Day 2021 im MOK Gießen
 
MOK Gießen
Am 22.04.2021 fand wieder der Mädchen-Zukunftstag „Girls´Day“ statt, der Mädchen die Gelegenheit gibt, in ihreTraumberufe hinein zu schnuppern. Nachdem der Girls´Day im letzten Jahr coronabedingt mehr oder weniger ausgefallen war, bot das MOK Gießen diesmal eine attraktive Online-Alternative zum Thema Medienberufe an.
 

Das Programm bestand aus zwei Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die auf kurzweilige Art Fragen zur Berufswahl im Medienbereich beantworteten. Im ersten Teil, der vormittags stattfand, ging es um Medienberufe allgemein:

 „Irgendwas mit Medien….“  Viele junge Menschen träumen davon, nach der Schule im Medienbereich beruflich Fuß zu fassen. Doch was verbirgt sich tatsächlich hinter verschiedenen Medienberufen? Welche Aufgaben hat beispielsweise eine lichtsetzende Kamerafrau? Was macht eigentlich eine Redakteurin … und was eine Cutterin? Wie und wo hat man die besten Chancen, einen Traumjob in den Medien zu finden? Diese und andere Fragen wurden von einem Medientrainer des MOK Gießen im Rahmen einer Quizshow behandelt. Dazu hatte er sogar seine eigene Tochter, die selbst junge Kamerafrau ist, ins Boot geholt.

Der zweite Teil, der sich an die Mittagspause anschloss, behandelte konkret den Beruf der Moderatorin, den Traumberuf junger Mädchen schlechthin. Moderatorinnen berichten über aktuelle Ereignisse und führen durch Informations- oder Unterhaltungsprogramme. Sie interviewen Studiogäste und moderieren Veranstaltungen. Aber welche Begabungen und Fähigkeiten sollte man für diesen abwechslungsreichen Beruf mitbringen? Wie wird frau überhaupt Moderatorin? Welche Ausbildungswege bieten sich an? Und auf was hat man als Moderatorin zu achten, um erfolgreich zu sein? Auch hier stand ein erfahrener Medientrainer des MOK Gießen, der selbst eine Ausbildung als Moderator hat, Rede und Antwort zu den Fragen der Teilnehmenden.

Obwohl allen eine Präsenzveranstaltung sicher lieber gewesen wäre, waren die Resonanzen im Anschluss durchweg positiv und viele Mädchen haben angekündigt, das MOK Gießen live zu besuchen, sobald der Lockdown vorbei ist.

Da die Veranstaltung bundesweit ausgeschrieben wurde, war sie schnell mehr als doppelt überbucht und viele Interessierte kamen auf die Warteliste. Um diese Mädchen nicht zu enttäuschen, wurde die Veranstaltung dann im Mai an einem weiteren Termin nochmals durchgeführt.

 
Scrollytelling in der Onlinelehre – von Andreas Rickert-Lützen, MOK Fulda
 
MOK Fulda
Scrolly was? Ging mir genauso, als ich durchs Netz navigierte, um ein Tool zu finden, mit dem Studierende ihre Arbeit in einem Praxismodul präsentieren können und zufällig auf den Begriff stieß. Scrollytelling setzt sich aus beiden englischen Verben „to scroll“ (sich mit der Maus auf einer Webseite nach oben oder unten bewegen) und dem Substantiv „storytelling“ (Geschichten erzählen) zusammen. Der Begriff steht für eine interessante neue Form Inhalte im Internet aufzubereiten und stammt eigentlich aus der Welt des Online-Journalismus. Die User*innen verwenden nichts weiter als ihre Computermaus und scrollen und klicken sich auf einer OnePage durch eine Geschichte oder eben durch eine Vorlesung. Erzählt bzw. gelehrt wird transmedial mit Bildern, Tonaufnahmen und Videos; gelesen wird nicht immer strikt linear, sondern interaktiv und selbstbestimmt. Und damit sind wir schon bei den Vorteilen des Scrollytellings. Anders als z. B. bei einer PowerPoint oder bei einem Lehrvideo können sich die User*innen den Inhalt sehr individualisiert aneignen. Das ist zielführend, wenn bestimmte Inhalte nach der Vorlesung noch einmal näher angeschaut werden. Ich bin deshalb dazu übergegangen (fast) alle meine Veranstaltungen mittels des Programms „Sutori“ als Scrollytellingpräsentationen aufzubereiten. Während der Onlineveranstaltung benutze ich es, um die Inhalte zu präsentieren, nach der Veranstaltung können die Studierenden per Link darauf zugreifen und, falls sie wollen, die Inhalte nacharbeiten.
 

Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Das Handling von Sutori ist übersichtlich und intuitiv und es überrascht mich immer wieder, wie unkompliziert es damit gelingt, Inhalte aus anderen Plattformen einzubinden. YouTube - selbstverständlich (hier wird mit einem Link verknüpft, so dass es keine Probleme mit dem Urheberrecht gibt), Inhalte vom eigenen Computer - kein Problem. Ich kann andere Werkzeuge wie z.B. Padlet oder Miro integrieren, PDF- oder Worddokumente hochladen und selbst die Einbindung von Moodle und Co. geschieht völlig reibungslos. Nur manchmal macht sich der ein oder andere Bug bemerkbar, aber das löst sich bekanntlich wie bei den meisten Programmen mit einem Neustart, ohne dass mir je Daten verloren gingen. Manchmal würde ich mir ein paar Zusatzfunktionen wünschen, z. B. die Möglichkeit interaktive Videos zu erstellen. Dafür muss ich derzeit noch auf andere Programme zugreifen, aber vielleicht bewegt sich da noch was.

Okay, auch wenn das jetzt wie eine Fake-Rezension klingt: Ich bin total begeistert von Sutori und kann das nur weiterempfehlen.

Schauen sie sich das unter dem Link unten mal an, da finden sie einen Kessel Buntes an Beispielen.

 
Weitere Informationen
 
Mediencafé, Sprechzeit, Fortbildungen - Neue Online-Angebote des Offenen Kanals Merseburg-Querfurt e.V.
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
2021 starteten unsere Fachkräfte für den Jugendmedienschutz im Landkreis Saalekreis am Offenen Kanal Merseburg-Querfurt e.V. eine Reihe an neuen, regulären Hilfs-, Weiterbildungs-, und Informationsangeboten, nicht nur für die Pandemiezeit:    
 

Medien.Sprechzeit: jeden Dienstag stehen wir von 16 – 18 Uhr telefonisch unter 03461-525222 für Fragen zum Thema Medienerziehung und Jugendmedienschutz zur Verfügung.

Medien.Café – der Elterntalk: Hier können sich Eltern jeden letzten Dienstag im Monat online ab 18.30 Uhr miteinander zu Themen der Medienerziehung moderiert und unterstützt von den Fachkräften für den Jugendmedienschutz austauschen.

Medien.Update - die Fortbildungsreihe
Jeden letzten Freitag im Monat um 10 Uhr gibt es eine Online-Informationsveranstaltung/ Schulung. Unsere neue Fortbildungs-Reihe wird von den Fachkräften für den Jugendmedienschutz ausgerichtet und bringt aktuelle Themen aus diesen Bereichen zu Gehör. Die kostenfreien Schulungen können im Nachgang in unserer Mediathek nachgeschaut werden.

Medien.Update mini sind 30-45 minütige Infosendungen zu aktuellen Themen, wie "Vertrieb von illegalen Waren und Substanzen über soziale Netzwerke", "YouPorn, Sexting, Racheporno - Jugendliche in sexualisierten Medienwelten" oder "Legalisierung des Online-Glücksspiels – Was sich ab Juli in Deutschland ändert"

 
Weitere Informationen
 
Mediale Experimentierfelder in der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
 
TMBZ Gera
Experimentelle Medienlabore greifen aktuelle Medienentwicklungen auf und loten die Möglichkeiten für ihren Gebrauch in der Medienbildung aus. Besonders ist die experimentelle Herangehensweise, in der die Teilnehmenden selbst viel ausprobieren und die Erkenntnisse für den Fachunterricht und Projekte zusammentragen und einen potenziellen Einsatz einschätzen. Dabei gilt es, das Medium mit seinen Gestaltungsoptionen zu erkunden, kreativ die Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen zu ergründen und den Zugewinn zu beurteilen.
Die experimentellen Medienlabore sind mit max. drei Stunden kurzformatige Fortbildungen, die sich für die Umsetzung als online-Version sehr eignen, da sie sich häufig aus einem Spiel zwischen Input, Erprobungsphase und Auswertung strukturieren. Zudem werden vor allem Anwendungen unter die Lupe genommen, die frei erhältlich und im Rahmen einer durchschnittlichen Medienausstattung umgesetzt werden können. So können die Teilnehmenden die praktischen Anteile der Fortbildung mit den eigenen Geräten vor Ort durchführen.
Im ersten Fortbildungshalbjahr 2021 wurden zu den Themen „Arbeiten mit Adobe Spark“, „Digitale Lernspiel gestalten mit Scratch“, „Adventure Games für den Unterricht“ und „Audio-visuelle Comics in Halftoneoptik“ experimentelle Online-Formate angeboten.
 
Weitere Informationen
 
„Politics for future“ - Das Videoprojekt für junge Menschen in Hessen ist ein Allrounder
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Parteiverdrossenheit, Europamüdigkeit, Populismus, Hate Speech, Antisemitismus, religiös motivierter Extremismus, linke Randale und rechtsextremer Terror, internationale Krisen von Nahost bis Nordafrika, Wahlen, Klimawandel oder Flüchtlingsströme: Überall steckt Politik dahinter. Aber wer erklärt uns das „Dahinter“? Wie können politische Bildung und Medienbildung kombiniert werden und gelingen? Unter dem Titel „Politics for future“ sollen junge Erwachsene motiviert werden, sich mit Politik im Allgemeinen, politischen Entscheidungen oder Akteuren auf kommunaler Ebene oder Landesebene auseinanderzusetzen. Auch der Blick auf europäische oder globale Interessen und die möglichen Auswirkungen auf Hessen können Thema sein. Das Projekt ist ein Allrounder und kann komplett online, auschließlich in Präsenz oder in Hybridform umgesetzt werden. Kooperationspartner ist die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (HLZ).
 

Bei der Umsetzung von „Politics for future“ wird mit dem Genre Erklärvideo gearbeitet. Es kann in verschiedenen Formaten durchgeführt werden: Trickfilm (für jüngere Zielgruppen) oder mittels der Technik der Dokumentation. Eine Pädagogin/ein Pädagoge aus dem schulischen oder außerschulischen Bereich kann sich sowohl für eins der Formate entscheiden oder beide kombinieren, da in Kleingruppen gearbeitet wird.

Im Mai 2021 hat das MOK Rhein-Main den Verein für Jugendsozialarbeit und Jugendkulturförderung Rhein-Main e.V. bei der Durchführung von "Politics for future" unterstützt. Entstanden ist ein Erklärfilm über das Jugendparlament Egelsbach.

 
Weitere Informationen
 
So kommt Ihr Projekt in die (Bürger)Medien
 
Offener Kanal Kassel
Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit für Projekte, Initiativen und Vereine (auch) im Umfeld des Bürgerfernsehens standen im Fokus eines Onlineworkshops, den das MOK Kassel erstmals in dieser Form im April anbot. Das Besondere an diesem Workshop: Zielgruppe waren Mitglieder aus Vereinen, Initiativen und Institutionen, die nicht primär die Bürgermedien im Blick hatten, sondern generell ihre Öffentlichkeitsarbeit optimieren wollten...
 

Presseinformationen verfassen und zusammenstellen, Presseverteiler aufbauen, öffentlich sichtbar werden und sichtbar bleiben, persönlichen Kontakt zu Redaktionen aufbauen:  Der zweistündige Impuls-Workshop „So kommt Ihr Projekt in die Medien!“ gibt Interessierten erste „Werkzeuge“ für ihre zukünftige Medienpräsenz an die Hand. Wie Projekte, Initiativen und Vereine ihre Botschaften mit dem Ziel aufbauen, in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden – all dies vermittelte Klaus Schaake im dialogischen Miteinander. Sein praxisorientierter Impuls-Workshop zeigte den professionellen Aufbau einer Pressemeldung, bot Tipps für den richtigen Schreibstil und vermittelte, wie die Teilnehmenden Ihre Anliegen in die (Bürger-)Medien tragen. Fragen und Antworten bezüglich eines konstruktiven Miteinanders mit Print, Online-, Radio- und TV-Redaktionen rundeten den Workshop ab.

Die erste Ausgabe mit einem bunten TeilnehmerInnenfeld aus Hessen und Rheinland-Pfalz war im Nu ausgebucht, so dass im Sommer und Herbst zwei weitere Onlineworkshops angeboten werden.

Anfragen an den Referenten zu diesem Thema auch an anderen Standorten leiten wir gerne weiter.

 
Digitale Zukunftskonferenz "The Great Shift"
 
OK-TV Ludwighafen
Wie werden wir in Zukunft kommunizieren und uns online weiter vernetzen? Die Coronapandemie hat zu starken Verschiebungen und Push Effekten der beruflichen und Alltags-Kommunikation in den digitalen Bereich geführt. Was folgt für die Zukunft? Studierende des Studiengangs "Digitale Medien" der DHBW Mannheim haben diese Fragen zum Anlass für eine digitale Zukunftskonferenz genommen. Produziert wurde bei OK-TV Ludwigshafen live am 7. Mai. Die Studierenden übernahmen unter Anleitung selbst einen großen Teil der vorbereitenden und durchführenden Arbeiten der Sendung. Über 200 Interessierte aus Nah und Fern beteiligten sich mit interaktiven Beiträgen an dieser Zukunftskonferenz. Das Ausbildungsteam von OK-TV Ludwigshafen unterstützte die Studenten:innen bei der erfolgreichen Umsetzung.
 
Weitere Informationen
 
Online-Elternabende mit dem MOK Gießen
 
MOK Gießen
Während der Hochzeit der Pandemie hatte das Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen (MOK) viele seiner Angebote auf die Online-Schiene verlegt. Darunter waren auch Elternabende im Internet, die die traditionellen Präsenzveranstaltungen in den Schulen ersetzten. Auch wenn es im Moment nach Corona-Entspannung aussieht, wollen die Gießener Medienexperten auch in Zukunft Online-Elternabende zu spannenden und wichtigen Themen anbieten, da sich das Konzept grundsätzlich bewährt hat.
 

Zielgruppe sind junge Eltern, deren Kinder zwischen 8 und 12 Jahren alt sind. In dieser Altersgruppe tauchen bei den Erziehungsberechtigten in der Regel die meisten Fragen und Unsicherheiten hinsichtlich des Umgangs ihrer Kinder mit Handy und Internet auf. Die Themen werden von erfahrenen Medienpädagogen in ungezwungener Runde online behandelt und allen Teilnehmenden wird dabei Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch gegeben. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 25 Personen beschränkt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Natürlich sind auch Personen, die beruflich mit Kindern zu tun haben, willkommen!

Folgende Themen wurden  im Juni angeboten:

-   Mein Kind in den sozialen Medien

-   Mein Kind will ein Smartphone

-   Mein Kind will Computerspiele

Erwartungsgemäß waren die Teilnehmerzahlen im Juni niedriger, als noch im Frühjahr. Schönes Wetter und die Aufhebung vieler Beschränkungen lockten viele Eltern vom heimischen Bildschirm weg.  In Gießen ist man jedoch sicher, dass die Nachfrage nach den Sommerferien wieder spürbar anteigen wird. Termine und Themen sind im Online-Kalender der hessischen MOKs zu finden und werden zudem regional beworben.

 
Weitere Informationen
 
Hybrides Arbeiten - Beispiel: Videos über den Buddhismus
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt und im Rahmen des Seminars „Religionen im Gespräch – Interreligiöse Bildungsprozesse mit Erklärfilmen gestalten“ hat das MOK Rhein-Main im aktuellen Semester ein Blockseminar veranstaltet, in dem Lehramts-Studierende die Produktion von Erklärvideos praktisch erlernen. Das Projekt war ein Hybrid: Drehbuch-Workshop online, Dreharbeiten in Präsenz mit Hygieneplan, Schnitt wiederum online.
 

In der einmal pro Semester stattfindenden Veranstaltung steht jeweils eine der Weltreligionen im Fokus. Im diesem Semester ist es der Buddhismus. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, im Tibethaus Frankfurt zu drehen und dort einen buddhistischen Mönch als Experten zu interviewen.  

In den vergangenen Semestern sind in Zusammenarbeit mit dem Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (RPI der EKKW und EKHN) sowie dem Fachbereich Evangelische Theologie/Religionspädagogik der Goethe-Universität Frankfurt verschiedene Erklärfilme zum Christentum, Islam und Judentum entstanden. Die Studierenden hatten sich mit christlichen Sakramenten und feierlichen Traditionen sowie mit den verschiedenen Aspekten des Islams und den heiligen Texten und Festen im Judentum auseinandergesetzt (siehe Link zur Mediathek Hessen). Die fertig erstellten Erklärvideos werden im schulischen Kontext eingesetzt. Hierzu bietet die Seite  relithek.de, in der die Filme eingebettet sind, didaktische Hilfestellungen und Konzepte an.

 
Weitere Informationen
 
Einmal Erklärfilme online, bitte!
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau hat das MOK Rhein-Main an zwei Samstagen im Mai und Juni 2021 mit insgesamt sechs Teilnehmern Erklärfilme im Trickfilm-Format produziert. Ziel war es unter anderem zur Produktion von Videos im Bereich  "Empowerment im Ehrenamt" anzuregen.
 

In den zwei jeweils fünfstündigen Online-Seminaren haben die Teilnehmenden gelernt, wie für die Arbeit im Ehrenamt Erklärfilme erstellt und gezielt als Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden können. Dazu gibt es im Sommer eine weitere Trickfilm-Werkstatt, bei der alle Interessierten die Gelegenheit haben, intensiver an ihren Filmen zu arbeiten.

Die Teilnehmenden waren aber auch mit dem Tages-Workshop sehr glücklich und manche wollten das Gelernte sofort in ihrem Verein umsetzen. Die Gruppe setzte sich aus Sozialpädagogen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, einem Fotografen, der auch Medienprojekte anbietet, und einer Person, die „Tai Qi“ erklären möchte, zusammen.

Die Filmbeispiele, die am heimischen Schreibtisch entstanden, könnten unterschiedlicher nicht sein. Es geht um eine Pflanze und deren Empfindlichkeiten, die Zubereitung von Limonade, das Lieblingsfrühstück und das Ehrenamt. Wer neugierig ist, schaut sich das in der Mediathek Hessen einmal genauer an!

 
Weitere Informationen
 
Medienquiz für zwischendurch
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
Mit Learning Snacks haben wir ein Medienquiz für Jugendliche und Interessierte erstellt. Dazu haben Studierende der Hochschule Merseburg einige kleine Rätselfilme als OER-Videos gedreht. Es geht um Begriffe aus dem Bereich Internet/soziale Netzwerke. Nach jedem Video wird es eine Frage mit jeweils 4 möglichen Antworten geben. Insgesamt 10 Begriffe gilt es zu erraten!
Vieleicht als thematischer Einstieg oder auflockernde Methode bei Veranstaltungen, als Wissensstandseinordnung oder einfach zum Spaß für Zwischendruch einsetzbar.
 
Weitere Informationen
 
Kooperationen
Bürgermedien zeigen engagierte Berichterstattung zum Weltflüchtlingstag
 
BVBM-Redaktion
Am Ende des vergangenen Jahres waren ca. 82,4 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – auf Grund von Konflikten, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20.06. beteiligten sich die Bürgermedien in Deutschland mit zahlreichen Sondersendungen und Schwerpunktberichten zum Thema.
 

Wesentliche Hintergrundinformationen vermittelte ein TV-Gespräch mit Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe Deutschland sowie Chris Melzer und mit Nina Hager von der UNHCR, der Flüchtlingshilfsorganisation der Vereinten Nationen. Nina Hager berichtete vor Ort aus dem Libanon. Die Aufgabe der Bürgermedien bei Behandlung der Themen „Flucht, Vertreibung und Integration“ kommentierte BVBM-Vorsitzender Dr. Wolfgang Ressmann.

Damit setzte der Bundesverband Bürgermedien die langjährige Zusammenarbeit mit der UNO-Flüchtlingshilfe Deutschland fort. Die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe ist elementar, um Menschen in existenz- und lebensbedrohenden Situationen in Krisenländern fundierte und wirksame Unterstützung zukommen zu lassen und bei der Integration in ihren Gastländern zu helfen. Jede Spende zählt: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden-schutz

 
Weitere Informationen
 
Journalismus macht Schule - Viele Offenen Kanäle waren dabei
 
Offener Kanal Kassel
Als Kooperationspartner der Initiative „Journalismus macht Schule“ beteiligte sich der Bundesverband Bürgermedien mit seinen Offenen Kanälen erstmals an dieser bundesweiten Aktionswoche vom 3. – 7. Mai 2021. Viele Werkstattgespräche mit bekannten TV- und Printjournalistinnen und ausgewählten Schulklassen wurden bundesweit in den Offenen Kanälen ausgestrahlt...
 

Aufgrund des Lockdowns fanden fast alle Gespräche online statt. Vor allem der Hamburger Bürgersender TIDE, aber auch ALEX TV in Berlin, produzierten im Vorfeld der Aktionswoche Gespräche u.a. mit Giovanni di Lorenzo, Elmar Theveßen, Mai Thi Nguyen, Marietta Slomka, Ingo Zamparoni und Georg Mascolo. Als Livestream konnten die Bürgermedien am Internationalen Tag der Pressefreiheit Schülerdiskussionen mit Anja Reschke und Steffen Klusmann in ihr Tagesprogramm übernehmen.

Ergänzend zu diesen bundesweiten Ausstrahlungen haben mehrere Offene Kanäle zusätzliche lokale Gesprächsrunden mit JournalistInnen und Schülern organisiert und die gesamte Aktionswoche mit einem Trailer an den Schulen ihrer Standorte beworben. Der Trailer mit Claus Kleber entstand während seines Gesprächs mit einer Kasseler Schulklasse, aufgezeichnet vom OK Kassel (siehe Link).

 
Weitere Informationen
 
Brücken bauen – Bürgermedien eröffnen Einblicke in die chinesische Archäologie
 
BVBM-Redaktion
Kultureller Austausch schafft Brücken für Verständigung und Vertrauen über viele Grenzen hinweg. Für den Bundesverband Bürgermedien sind internationalen Kooperationen sehr wichtig – unter anderem zu China, wohin besonders seit einer Delegationsreise im Jahr 2005 nun teilweise sehr intensive Kontakte gepflegt werden. Einen weiteren Beitrag für Austausch leistet der Bundesverband Bürgermedien e.V. aktuell mit einer Sendereihe mit drei Folgen, die sich mit interessanten ärchologischen Fundstücken aus China und deren Vergangenheit beschäftigen.
 

An ein Dokumentationsgespräch mit Dr. Jun Zhou, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Münster, schließen zwei Gespräche mit Prof. Dr. Mayke Wagner von der Außenstelle des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Peking China an. Die Moderation übernahm Lena Kronenbürger. Dazu führt BVBM-Vorsitzender Dr. Wolfgang Ressmann aus: "Für uns sind solche Kooperationen auf der Ebene des Programm sehr wichtig. Sie schaffen Vertrauen und eine Basis für weitere gemeinsame Projekte. Das können zum Beispiel Praktika für chinesische Student:innen in deutschen Bürgermedien sein oder die Aufnahme von in Deutschland produzierten Sendungen ins chinesische Fernsehprogramm."

Liangzhu Dokumentation: Lena Kronenbürger im Gespräch mit Dr. Jun Zhou:
https://youtu.be/RhlhpGPAl8Q

Gespräch zur Deutsch-chinesischen Zusammenarbeit im Bereich der Archäologie: Lena Kronenbürger im Gespräch mit Prof. Dr. Mayke Wagner:
https://youtu.be/I1OspA-8RAU

 
Sonstiges
Bürgermedien gegen Rechtsextremimus
 
BVBM-Redaktion
Die Bürgermedien in Deutschland setzen sich mit ihrem Programm deutlich gegen rechtsextremistische Tendenzen und rechtsextreme Strömungen ein. Ein deutliches Symbol für diese Haltung ist die Internetplattform www.buergermedien-gegen-rechtsextremismus.de. Was bereits im Jahr 2014 in Form einer Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung begann, erhielt mit einem Relaunch der Internetseite zuletzt im Frühjahr 2021 eine Aktualisierung und deutliche Erweiterung. Auf diese Weise werden systematisch die Schwerpunkte dargestellt, die  Bürgermedien in ihrer Berichterstattung über rechtsextreme Vorkommnisse und Tendenzen setzen. Unter anderem gibt es mehrere Beiträge von Radio LOTTE Weimar zum NSU-Prozess und vom MOK Kassel zum Untersuchungsausschuss zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Reinhören und reinschauen lohnt sich.
 
Weitere Informationen
 
„Panik-Preis“ der Udo-Lindenberg-Stiftung am 31.07.2021 „live“ im Programm Deutscher Bürgermedien – Kooperation mit der Popakademie Baden-Württemberg
 
BVBM-Redaktion
Am 31.07.2021 wird die Verleihung des „Panik-Preises“ ab ca. 20:00 Uhr „live“ aus der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim im Programm zahlreicher Bürgermedien in Deutschland übertragen. Träger des „Panik-Preis“ ist die Udo-Lindenberg-Siftung (siehe hier). Die 3 Gewinner:innen werden im Rahmen eines 2 ½ stündigen Live-Events von einer Fachjury ermittelt. Die Veranstaltung wird ebenfalls im Internet gestreamt. Die Bereitstellung des Live-Streams durch die Popakademie Mannheim erfolgt im Rahmen einer langjährigen Kooperation mit OK-TV Ludwigshafen. Dies teilte der Leiter des Ludwigshafener Bürgersenders und Vorsitzende des Bundesverbandes Bürgermedien (bvbm), Dr. Wolfgang Ressmann mit.
 

Mit dem Projekt „Stärkung der soziokulturellen Arbeit der Bürgermedien durch bundesweite Vernetzung und Weiterbildungsmaßnahmen“ wird unser Verband momentan durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.

Wir bieten am 18.08. und 29.09.2022 kostenlose Hybridworkshops zum Thema "Filmen mit dem Smartphone - leicht gemacht". Außerdem unterstützen wir Produktionen, die die Verzahnung von Bürgermedien und lokaler Soziokultur voranbringen.

Mehr zum Projekt und den Workshops