Ausgabe 1/2020 vom 15.09.2020

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Ausgabe Nr. 1 / 2020 vom 15.09.2020
Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie den 1. Newsletter des Bundesverbandes Bürgermedien (bvbm) – mit aktuellen Nachrichten, Entwicklungen und Projektvorstellungen unserer kreativen Medienmacher*innen. Die Bürgermedien haben gerade in der Coronakrise ihre unverzichtbare Funktion als publizistische Ergänzung im Mediensystem Deutschlands unter Beweis gestellt.

Zahlreiche Live-Streams und neue Sendeformate sorgen dafür, dass lokale und regionale Kulturevents, Pressekonferenzen und Gottesdienste trotz Coronabeschränkungen ihr Publikum finden. Über den vom Bundesverband Bürgermedien betriebenen bundesweiten Server zum Beitragsaustausch finden herausragende Produktionen auch ihr bundesweites Publikum. Zahlreiche Bürgersender beteiligten sich am 30.06.2020 mit Sondersendungen an dem Kooperationsprojekt des BVBM mit der UNO-Flüchtlingshilfe Bonn – mehr darüber in diesem Newsletter.

Auf Initiative des BVBM beteiligten sich die Bürgermedien am Beethoven-Jahr 2020 und strahlten gemeinsam am 31.03., dem Europatag, die 9. Symphonie und im Zeichen der deutsch-frz. Freundschaft am 14.07.2020 die 5. Symphonie des großartigen Komponisten aus. Diese Events fanden in Kooperation mit dem Rotterdamer Philharmonischen Orchesters und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz statt.

Aktuelles gibt es auch vom Themenjahr „Bürgermedien und Popmusik“ zu berichten, über Ausbildungsangebote der Bürgermedien, mediale Angebote für Schulen und Bildungseinrichtungen, internationale Projekte und technische Innovationen.

Mit unserem Newsletter werden wir sie künftig regelmäßig über Ereignisse, Entwicklungen aber auch Forderungen und Problemen aus lebendigen Welt der Bürgermedien in Deutschland informieren – ganz im Zeichen der Meinungsfreiheit und aktivem demokratischen Engagement.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Armin Ruda und Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzende

Projekte, Ideen und Sendeformate
Meine neue Heimat - Filmprojekt mit geflüchteten Kindern
 
Offener Kanal Kassel
Praxisprojekte mit Kindern und Jugendlichen mussten wegen Corona monatelang ausfallen. Jetzt ging im Offenen Kanal Kassel ein spannendes Filmprojekt an den Start...
 

Gemeinsam mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Kassel und dem Familienzentrum Lighthouse – ein Treffpunkt für alle e.V. aus Kassel, bietet die Jugendarbeit der Gemeinde Lohfelden 12 Jugendlichen, die neu in Deutschland zuhause sind, an, sich mit ihrer neuen Heimat künstlerisch und filmisch  auseinander zu setzen. Wie stellt sich die neue Heimat Deutschland da? Welche Erwartungen gab es, welche wurden erfüllt, welche Träume gilt es zu träumen? In diesem spannenden Videoprojekt mit Inhalten aus Theater und Tanz waren und sind Jugendliche eingeladen, mitzumachen. Das von den Jugendlichen entwickelte Drehbuch wurde in der Woche vom 10. bis 15. August gedreht und wird von ihnen in den nächsten Wochen geschnitten. Am 31.10. wird der Film dann der Öffentlichkeit präsentiert werden. Alle Workshops, Dreharbeiten, etc. finden unter Einhaltung der entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen statt.

 
Weitere Informationen
 
Sommerferienaktionen im OK Merseburg-Querfurt e.V.
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
In den Sommerferien fanden 4 mehrtägige medienpädagogische Aktionen für verschiedene Altersgruppen statt. Eine Computerspiele-Tester-Aktion, die Trickfilmwerkstatt, eine DAB-Radio-Bau-Aktion und ein Kurs zum "Filmen mit dem Smartphone und schneiden mit der freien Software Olive" standen auf dem Programm.
 

Die Ferienaktion Computerspiele stand 3 Tage unter dem Motto: Spielen um zu testen!  Nach Einführung in das Thema und die Erarbeitung von Bewertungskriterien wurden unterschiedliche Spiele in den PS 4 Gaming-Ecken Kurztests unterzogen. Gemeinsam wurde ein Beitrag mit Studioaufnahmen erstellt, in dem alle ihre Meinung und Infos zu den Spielen "im Youtube-Stil" unterbringen konnten.

Drei Tage erstellten die Jüngsten in unserer Trickfilmwerkstatt fleißig allerhand Trickfilme, die sie dann am letzten Tag ihren Eltern, Großeltern und Geschwisten zur Premiere im TV Studio präsentierten.

Bei größter Hitze löteten und werkelten die Teilnehmenden der Ferienaktion "Bau dein DAB-Radio-Aktion" ihr eigenes Radio und hoffen mit ihren Geräten und der Video-Dokumentation auf Chancen beim Wettbewerb der KreativRadio-Aktion der Medienanstalt Sachsen-Anhalt.

Auch unser letzter dreitägiger Ferienkurs "Filmen mit dem Smartphone, schneiden mit Olive!" endete mit glücklichen Teilnehmenden und tolle Filmen!

Aktion 1-3 wurden gefördert durch das Jugendamt des Landkreises Saalekreis im Rahmen des Fachkräfteprogramms, Aktion 4 durch die Medienanstalt Sachsen-Anhalt.

 
Weitere Informationen
 
Generationenaustausch im MOK Gießen – Früher war alles besser?
 
MOK Gießen
80 Jahre Altersunterschied liegen zwischen Werner Papendorf und Julia Sommer sowie Timo Bayer, die im Studio des Offenen Kanals Gießen ihre Gedanken über Jugend, Vergangenheit und Zukunft ausgetauscht haben.
 

Auch wenn man Werner Papendorf seine 99 Jahre kaum ansieht, so vertritt er doch eine Generation, die in einer gänzlich anderen Welt aufgewachsen ist, als seine Gesprächspartner, die beide 19 Jahre alt sind. Geboren 1921,  hat  er den zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt. Vier Jahre Kampfeinsatz an der Ostfront, eine schwere Verwundung und anschließend weitere vier Jahre in sowjetischer Gefangenschaft, haben die Jugend und letztlich das weitere Leben von Werner Papendorf nachhaltig geprägt.

Im direkten Vergleich dazu durften Julia Sommer und Timo Bayer in fast paradiesischen Zuständen, ohne Krieg und Mangel aufwachsen. Beide haben gerade ihr Abitur gemacht und planen nun ihre weiteren Schritte ins Leben. Dagegen schaut Werner Papendorf  bereits auf eine erfüllte und bewegte Existenz zurück. Er hat sich dabei bis heute eine bemerkenswert positive Grundhaltung bewahrt.  Viele seiner Ansichten und Einsichten muten sogar überraschend modern an. Den Anschluss an die Gegenwart hat er nicht verloren.

Ideale Voraussetzungen also, um die drei Gäste im Studio über vergangene, aktuelle und zukünftige Zeiten diskutieren zu lassen. Dabei ging es (auch) darum, Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen „heute“ und „damals“ aufzuzeigen. Die Themen in der Gesprächsrunde reichten von Schule, Alltag und Freizeit bis hin zu Politik und Umweltschutz.

Die knapp 60-minütige Aufzeichnung ist in der Mediathek Hessen unter dem angegebenen link zu sehen.

 

 
Weitere Informationen
 
„Standort!“ gibt lokaler Musikszene eine Stimme
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Ein neues Musikmagazin ist im Sommer im Offenen Kanal Rhein-Main auf Sendung gegangen. Wie sieht Musik in Zeiten von Corona aus? Was macht die Pandemie mit Künstlern aus dem Rhein-Main-Gebiet? "Standort! - Das grenzunterschreitende Musikmagazin" fragt nach.
 

Das Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main und die Musiker-Initiative VirusMusik produzieren gemeinsam das Musikmagazin "Standort!". In Folge 1 interviewt Moderator und Produzent Sepp'l Niemeyer unter anderem die Band Corbian sowie Suse Michel von The Slags auf dem Offenbacher MOK-Balkon. Zudem gibt es Gespräche mit Booker Yannic Bill in der Kulturhalle Schanz in Mühlheim sowie dem Musiker Ruben Wielsch im Proberaum.

Das MOK Rhein-Main ist eine Einrichtung der Medienanstalt Hessen (LPR Hessen). VirusMusik ist eine Musiker-Initiative und unterstützt aktiv die lokale Musikszene in Rhein-Main. VirusMusik hilft unter anderem bei der Suche nach Proberäumen und bietet mit regelmäßigen Musikveranstaltungen jungen Bands und Künstlern die Möglichkeit, sich live vor Publikum zu präsentieren.

 
Weitere Informationen
 
Wir schaffen das: OK-TV Ludwigshafen bildet jungen Geflüchteten zum Kaufmann für audiovisuelle Medien aus
 
OK-TV Ludwighafen
Seit Beginn des Jahres 2020 lernt Sherhat Ahmend bei OK-TV Ludwigshafen den Beruf des "Kaufmanns für audiovisuelle" Medien. Ahmend kam 2015 als unbegleitender minderjähriger Geflüchteter über das Mittelmeer nach Deutschland.
 

Der Kontakt zu OK-TV Ludwigshafen erfolgte über ein deutsch-syrisches Theaterprojekt "Agrippina" unter der Regie von Prof. Hansgünther Heyme. Es folgten Praktika und eine Berufseinstiegsqualizierung.

Nachdem zahlreiche Hindernisse aus dem Weg geräumt wurden,  konnte die Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Maßnahmeträger "Arbeitskreis für Aus- und Weiterbildung" in Ludwigshafen starten. OK-TV Ludwigshafen wird bei der Ausbildung vom ZDF in Mainz, dem Rhein-Neckarfernsehen (RNF), medien+bildung.com und dem Wilhelm-Hack-Museum unterstützt.

OK-TV Ludwigshafen bildet aktuell 7 junge Menschen zu Mediengestaltern Bild & Ton, Kauffrau für Bürokommunikation und Kaufmann für audiovisuelle Medien aus.

 
„Die Kristalldiebe“ - Film der Ferienaktion bei rok-tv nun im Fernsehprogramm
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Im Rahmen des Programms der Ferienangebote der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hieß es am 07. Juli 2020 beim Rostocker Offenen Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern „uuuuund Action“.
 

Gemeinsam mit Ferienkindern kramten die Medienpädagogen, unterstützt durch Praktikanten vom „mediencolleg rostock“, in der Fernseh-Trickkiste und schauten, was sich mit Kamera und Co. so alles anstellen lässt.

Nach einer Führung durch den Offenen Fernsehkanal und der Vorstellung seiner Möglichkeiten für kreative Medienbildung gab es Action mit dem Greenscreen im Fernsehstudio und einen Crashkurs in die Kamera- und Schnitttechnik. Dies war die Grundlage für die die eigentliche Arbeit mit dem Stop-Motion-Programm. Auch die Idee und die Umsetzung des Trickfilms wurden gemeinsam erarbeitet.

Entstanden ist der sehr unterhaltsame Trickfilm „Die Kristalldiebe“, der nun im Programm von rok-tv gesendet wird.

Die genauen Sendezeiten finden Sie hier: https://rok-tv.de/programm/aktuelles-programm.html.

Nach der Erstausstrahlung kann der Film auch in der Mediathek angeschaut werden: https://mmv-mediathek.de/sendungen/692-medienpaedagogische-projekte.html

Bildunterschrift:

Ferienaktion Sommer 2020 bei rok-tv, Quelle: Sabine Münch (rok-tv)

 
"Magdeburg Moritzplatz" - die 1. Staffel der Serie ist beinahe abgedreht
 
Offener Kanal Magdeburg
Im Januar erhielt der Offene Kanal Magdeburg e.V. für das Vorhaben, eine interkulturelle Serie rund um den als sozialen Brennpunkt verschrieenen Magdeburger Moritzplatz zu drehen, den mit 50.000 Euro dotierten Förderpreis "The power of the art". Als  es nach monatelangen Vorbereitungen im März endlich mit den Dreharbeiten zu  "Magdeburg Moritzplatz" losgehen sollte, legte Corona für zwei Monate fast alles lahm.
 

Zwischen Mai und August schließlich wurde fast die gesamte 1. Staffel mit drei Folgen abgedreht.  Die Begeisterung ist trotz zum Teil 14-stündiger Tag- und Nachtdrehs ungebrochen. Jetzt freuen sich alle auf den September, wo  die ersten geschnittenen Szenen vorliegen sollen. Noch in diesem Herbst soll die Premiere der ersten Staffel in einem Magdeburger Kino über die Bühne gehen. Ein riesiger Wehrmutstropfen ist natürlich weiterhin Corona, das die als große Staddteilveranstaltung geplante Premiere vermutlich weitgehend ins Virtuelle drängen wird. 

 
Weitere Informationen
 
Rostocker Studierende machen selber Fernsehen
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Projektmagazin der 17. Auflage des Medienseminars „Zoom Rostock“ erlebt Fernsehpremiere
 

Mit dem Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock und dem Rostocker Offenen Kanal Fernsehen (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern wird den Rostocker Studierenden bereits seit mehr als 10 Jahren ein praxis- und teamorientiertes Seminar angeboten. Dieses stellt vor allem die Kommunikation mithilfe neuer Medien sowie Kreativität in den Mittelpunkt und gibt die Möglichkeit, mit kritischem Blick gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der Universitäts- und Hansestadt aus einer anderen, als der medial gewohnten Perspektive zu beleuchten. Hierbei sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die komplette Entstehung eines Fernsehbeitrages hautnah zu erlernen sowie eine eigenverantwortliche Produktion zu gestalten. Zur tatkräftigen Unterstützung ist neben den medienpädagogischen Mitarbeitern des Offenen Kanals, die Schnitt- und Kamerakurse anbieten, auch der wissenschaftliche Mitarbeiter und Seminarleiter Benjamin Hujawa anwesend, der mit Theoriestunden zu Filmtechniken und Beratung bei organisatorischen Fragen zur Seite steht.

Die Corona-Pandemie forderte auf allen Seiten ganz besonderes Engagement. Die Lehrinhalte wurden online mit aufgezeichneten Chats und Video-Tutorials vermittelt, ebenso wurde die Kommunikation organisiert und die rok-tv-Videotechnik stand nur beschränkt zur Verfügung. Trotz Eigenorganisation mit privater Video- und Schnitttechnik und schmerzlich vermissten Reflexionstreffen der gesamten Seminargruppe entstanden auch in dieser Auflage drei Einzelbeiträge, denen der Fleiß und das Engagement der Studierenden, nicht nur in der Vielzahl der Stunden des Videoschnittes, deutlich anzusehen ist.

Das aktuell entstandene TV-Magazin macht mit seinem Beitrag „Rostock – Die Stadt der Sieben“ neugierig, ob Mythen und Sagen zum Thema Bestand haben oder nicht. Die Beiträge „Rostocks Tiere zur Corona Zeit“ sowie „Trainieren in der Quarantäne“ stellen mit „ZOOM-typischem“ Blick den Umgang mit Corona-bedingten Einschnitten in unser gewohntes Leben dar.

Sendetermine:  Erstsendung am 04. August 2020, 09:00 Uhr, Wiederholungen alle 3 Stunden sowie am Sonnabend, den 08. August 2020 zu den gleichen Uhrzeiten

Nach der Erstausstrahlung können Sie das Magazin auch in der Mediathek https://mmv-mediathek.de/sendungen/94-zoom-rostock.html anschauen.

Institut für Medienforschung Universität Rostock: http://www.imf.uni-rostock.de/

 
Medienbildung für Lehrkräfte step by step
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Ob Hinweise zur praktischen Zusammenarbeit mit Schülern in der Corona-Krise oder Hilfestellung bei der Lösung von technischen Fragen - das Medienzentrum Frankfurt hat verschiedene Videos für Pädagogen produziert. Der Offene Kanal (OK) Rhein-Main verbreitet die Erklärfilme mit Anregungen und Tipps für einen digitalen Unterricht nun auch über TV und Internet.
 

Wie kann onlinebasiertes Lernen nicht nur in Zeiten von Covid-19 aussehen? Das Videomaterial des Medienzentrums Frankfurt ist nun auch über den OK Rhein-Main zu sehen. So berichten unter anderem Frankfurter Lehrkräfte für Frankfurter Lehrkräfte lebens- und alltagsnah von ihren Konzepten, Ideen und Erfahrungen mit Online-Tools während der Schulschließungen. Die Best-Practice-Beispiele sollen als Anregung dienen. Fernunterricht und damit digitale Lehr- und Lernmethoden werden auch in Zukunft an Relevanz gewinnen.

Das Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main und das Medienzentrum Frankfurt sind schon seit Jahren Kooperationspartner. Das Medienzentrum Frankfurt steht Frankfurter Schulen als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um das Thema "Medienbildung" zur Verfügung. Neben dem Angebot an Fortbildungen und dem Geräteverleih zählen auch die Unterstützung bei der Schul-IT sowie ein Katalog an Bildungsmedien zum Portfolio.

 
Weitere Informationen
 
Die bunte Welt der Medienarbeit
 
Offener Kanal Westküste
Viele spannende Seminare erwarten die Nutzer des Offenen Kanals (OK) Westküste in diesem Herbst. Der Sende-Selber-Sender bietet ab August rund 50 kostenlose Kurse in den Bereichen Journalismus, Hörfunktechnik und Multimedia an. Das Seminarprogramm ist jetzt im Internet unter seminare.okwk.de veröffentlicht und wieder voll gespickt mit Angeboten für Einsteiger und Fortgeschrittene in die Welt bunte Welt der Medien.
 

„Das Coronavirus hat auch uns vor Herausforderungen gestellt“, so OK-Leiter Andreas Guballa. „Glücklicherweise konnten wir aber durch die Kreativität und Flexibilität unserer Referenten und Mitarbeiter relativ schnell Online-Angebote aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, fließen in das nun startende Halbjahresprogramm ein.“ So gebe es jetzt mehr Online-Seminare als vorher, auch wenn die Präsenzveranstaltungen Schwerpunkt des Angebots bleiben, „weil es schwierig ist, Radiotechnik vor dem Bildschirm zu erklären.“ Wer die Homepage anklickt, wird Altbewährtes und Neuerungen entdecken.

„Medien sind in der heutigen Gesellschaft kaum noch weg zu denken und in fast allen Berufsfeldern ist inzwischen eine gewisse Medienkompetenz gefordert. Das ist während des Corona-Lockdowns noch einmal deutlich geworden. Was im letzten Jahr für viele noch Insiderwissen war, ist nun in aller Munde. Der kreative und selbst gestaltete Umgang mit Medien ist keine Kunst und kann gelernt werden“, weiß Medienpädagoge Bjoern Petersen. Seit 1997 sorgt der Offene Kanal Westküste dafür, dass Bürgerinnen und Bürger zwischen Niebüll und Brunsbüttel die bunte Medienwelt kennenlernen können.

Ein Überblick über alle Seminare ist ab sofort auf seminare.okwk.de zu finden. Anmeldungen sind möglich unter seminar@okwestkueste.de oder telefonisch ab 12 Uhr unter 0481 3333.

 
Weitere Informationen
 
Online-Fragestunde für die GenerationPlus
 
Offener Kanal Westküste
Die GenerationPlus entdeckt zunehmend die digitale Welt. Ältere Menschen nutzen das Internet verstärkt, um Kontakte zu pflegen und ihre Mobilität zu verbessern. Oftmals bedarf es nur eines ersten Anstoßes, um die Hemmschwelle zu überwinden und die Teilhabe von Älteren am öffentlichen Leben zu verbessern. Denn neben der Vermittlung digitaler Kompetenz geht es auch um mehr Selbstvertrauen und die Fähigkeit zur eigenständigen Problemlösung.
 

Aus diesem Grund bietet der Offene Kanal (OK) Westküste seit Anfang des Jahres regelmäßig  Fragestunde zu PC-Anwendungen, Apps & Internet für die GenerationPLUS an. Aufgrund der Coronasituation sind diese Treffen mittlerweile ins Internet verlegt worden. In dieser Seminarreihe geht es um alle Themen rund um PC-Anwendungen, Apps & Internet: Was ist ein sicheres Passwort, welche Virenschutzprogramme brauche ich, welche Computer-Programme und welche Apps kann ich wie für meine Belange am besten nutzen?

Die nächste Runde beginnt am 30. August.

 
Dokumentationsreihe „Im Proberaum mit… | Musikerinnen aus Rostock“
 
Rostocker Offener Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern
Dokumentationen eines FSJ-Projektes nun im Programm von rok-tv   In der Musikbranche gibt es immer noch ein großes Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern, hinter sowie vor den Kulissen.  Wieso gibt es weniger Musikerinnen und was für Schwierigkeiten müssen sie in ihrer Musikkarriere überwinden? Das haben sich die Freiwilligen im Sozialen Jahr (Kultur) Lena von PopKW  - Landesverband für populäre Musik & Kreativwirtschaft M-V und Charlotte vom Rostocker Offenen Kanal (rok-tv) der Medienanstalt M-V gefragt und deshalb im Rahmen ihres eigenverantwortlichen Projektes lokale Musikerinnen getroffen, mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen und sie in ihrem Proberaum beim Musikmachen filmisch begleitet.
 

Ziel des Projektes war es, auf die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Musikbranche aufmerksam zu machen und das Thema Sexismus offen anzusprechen. Außerdem wollten Charlotte und Lena somit andere junge Mädchen und Frauen an die Musik heranführen und ihnen Mut zum Ausprobieren geben, sowie gleichzeitig auch den Musikerinnen besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen.

 

Gemeinsam konnten Charlotte und Lena ihr Gelerntes aus den Einsatzstellen umsetzten und entwickelten Interviewfragen, kontaktieren verschiedene lokale Musikerinnen, bereiteten sich technisch sowie inhaltlich auf die Drehtermine vor und schnitten anschließend das Material zu Filmbeträgen zusammen.

 

Durch die Corona-Pandemie konnte die geplante filmische Begleitung bei Konzerten leider nicht umgesetzt werden, doch trotzdem entstanden letztendlich zwei ausführliche Dokumentationen über die Solokünstlerin Lia Blue und die Rock-Band Jesters in denen sie einen Einblick in ihren Musikalltag, in ihre Bandgeschichten und ihre Musik geben und uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Über den Prozess und die Idee wollen Charlotte und Lena auch in einer „Heimspiel“-Spezialsendung beim nichtkommerziellen Radio LOHRO sprechen. Die Künstlerinnen sind auch dabei und haben neue Musik mit im Gepäck.  

 

Sendetermine bei rok-tv:  Erstsendung am 25. August 2020, 09:00 Uhr, Wiederholungen alle 3 Stunden sowie am Samstag, den 29. August 2020 zu den gleichen Uhrzeiten, außerdem können die Beiträge auch in der Mediathek www.mmv-mediathek.de angeschaut werden.

 

PopKW: https://www.popkw.de/unsere-gaeste-2020/

 
Hilfe für Künstler:innen in Not - LANGE NACHT DER BALKONKONZERTE im Programm von OK-TV Ludwigshafen
 
OK-TV Ludwighafen
Die Ludwigshafener Balkonkonzerte gehen in die zweite Runde und werden dabei neben privaten Spender*innen nun jetzt sowohl von der Stadt Ludwigshafen als auch von der BASF SE und der BKK Pfalz unterstützt. Dies zeigt, dass vielen in der Krise die Bedeutung einer lebhaften Kulturszene erst recht bewusst geworden ist. Die Balkonkonzerte versuchen, Kunsterlebnisse in der Pandemie zu ermöglichen. Künstler*innen können auftreten und ihre finanzielle Existenz sichern, Balkone werden zur Loge, auf denen alle interessierten Anwohner:innen mit dem nötigen Abstand dabei sein können.
 

Klaus Woller (Kameramann beim SWR) hat ehrenamtlich Aufnahmen der ersten 10 Konzerte produziert. Diese Mitschnitte werden nun am 29. August ab 18:00 Uhr bei einer „Langen Nacht der Balkonkonzerte“ im Programm von OK-TV Ludwigshafen und danach auf dem KRN-Channel bei youtube gezeigt. Zusätzlich zu den Konzerten wurden in Zusammenarbeit mit den Initiatoren vom Team des Ludwigshafener Bürgersender TV-Gespräche zu „Kunst in der Krise“ aufgezeichnet. Diese werden auch in der langen Nacht der Balkonkonzerte gesendet.

 

Der rheinland-pfälzische Kulturminister Prof. Konrad Wolf, die beiden kulturpolitischen Sprecherinnen ihrer Landtagsfraktionen Giorgina Kazungu-Hass (SPD-MdL), Marion Schneid (CDU-MdL und Stadträtin Ludwigshafen ), Hans-Uwe Daumann (Stadtrat Ludwigshafen und Sprecher der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Kultur und Medien RLP), Frieder Funk (Orchestermusiker bei der Deutschen Staatsphilharmonie), Eleonore Hefner (Geschäftsführerin KRN und SPD-Stadträtin Ludwigshafen ) sowie Diethelm Messinger (Gastgeber) reflektieren die Situation der Kunst in der Pandemie und Möglichkeiten, in der Krise zu handeln. Moderiert wurden die Gespräche von OK-TV Leiter Dr. Wolfgang Ressmann.

 
"30 Jahre EU-Beitritt Ostdeutschlands"
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (LpB) haben Studierende im Juli Thomas Grosse in Merseburg auf dem Hochschul-Campus interviewt.
 

Herr Grosse war in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel tätig. Der Beitrag wird Teil einer Multimedia-Reportage zu "30 Jahre EU-Beitritt Ostdeutschlands" der LpB, die bis Jahresende präsentiert werden soll. Zu unserem Thementag am 3.10.20 soll bereits das Interview veröffentlicht werden.

 
Medienpolitiker*innen zu Gast im MOK Kassel
 
Offener Kanal Kassel
Ein regelmäßiger und offener Informationsaustausch mit den politischen Entscheidungsträger*innen ist (nicht nur) für die hessischen Offenen Kanäle sehr wichtig. Ein solches Gespräch fand jetzt im MOK Kassel statt...
 

Mit Astrid Wallmann, der medienpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, ihrem Fraktionskollegen Armin Schwarz (Mitglieder der LPR-Versammlung) sowie dem Direktor der LPR Hessen, Joachim Becker, konnte der Leiter des MOK Kassel, Armin Ruda, im August ein solch wichtiges  Gespräch über die Situation in den hesssichen Offenen Kanälen führen. Hintergund des Gesprächs war auch der jüngst veröffentlichte Bericht des Landesrechnungshofes, der  u.a. die medienpädagogische Arbeit in den MOKs untersucht und bewertet hatte.

"Der offene und konstruktive Informationsaustausch sowie die Möglichkeit, Teilbereiche unserer täglichen Arbeit vor Ort zu zeigen, ist  enorm wichtig", bestätigt Armin Ruda. "Ich kann nur an alle Bürgermedienvertreter*innen appellieren, diese Gespräche aktiv zu suchen und Politiker*innen regelmäßig einzuladen."

 

 
"Merseburger Hingucker"
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
"Merseburger Hingucker" präsentiert von den Merseburger Stadtführern! Wie in vielen anderen Städten hatten auch die 17 Stadtführer*innen in Merseburg durch Corona plötzlich eine ganz andere Situation. Die Gäste fehlten. Doch die Zeit wurde genutzt, um gemeinsam die Besonderheiten der über 1150 jährigen Stadt und ihrer Stadtführer*innen in kurzen Clips darzustellen. So wollen Sie auf die Stadt neugierig machen.
 
Weitere Informationen
 
OKTV-Tag 2020 in Ingelheim: Mediale Teilhabe im Fokus
 
OK-TV Ludwighafen
Mit reduziertem Besucherkontingent und auf Abstand, aber optimistisch gestimmt versammelten sich am 5. September die Ehrenamtlichen der 20 OKTV-Sender in Rheinland-Pfalz mit Vertreter*innen aus der Politik und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz zum „OK-TV Tag 2020“ in der Kultur- und Kongresshalle Ingelheim am Rhein unter dem Tagesmotto „Mediale Teilhabe im Fokus“.
 

In seiner Begrüßung hob Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, hervor: „Heute ist der ungewöhnlichste, der spannendste OKTV-Tag. Ein Highlight, weil wir zeigen, was wir mit dem Bürgerfernsehen in diesen Zeiten schaffen können: Jeden Winkel unseres Landes erreichen, Kommunikation stiften, Beziehungen nicht abbrechen lassen.“

Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, unterstrich: „Alles, was wir machen, können wir nur tun dank des tollen Engagements der Ehrenamtlichen in den Offenen Kanälen!“

Ralf Claus, Oberbürgermeister der Stadt Ingelheim am Rhein, sieht sich über das ehrenamtliche Team von „Blickpunkt Ingelheim“ den Offenen Kanälen verbunden: „Da geht es um Politik, um Kultur, um Vereine, um Menschen – es ist unheimlich gut, dass es die Sendungen gibt.“ Der hohe Stellenwert der Bürgerbeteiligung motiviert ihn, auch aus Ingelheim Stadtratsübertragungen im Offenen Kanal anzugehen.

Der Frage „Bürgermedien im Stresstest durch Corona - was lernen wir daraus?“  widmeten sich Markus Merkler, Vorsitzender des Landesverbandes für Offene Kanäle, Lara Kahl, Vorstandsmitglied im OK Kaiserslautern, und Sebastian Lindemans, Leiter des OK54 Bürgerrundfunk Trier. Hunderte ehrenamtliche Fernsehmacher*innen bedienten in der Coronakrise das tiefe Bedürfnis von zehntausenden Zuschauer*innen nach lokalen Informationen. In den vergangenen Monaten hatten die Ehrenamtlichen vielfältige akturelle Programminhalte bereit: Kulturlivestreaming in Kaiserslautern, Trier und Landau, zahllose Andachten und Gottesdienste, darunter Liveübertragungen aus den Domstädten Trier oder Worms, digitale Sprechstunden mit Bürgermeister*innen oder Landrät*innen, Übertragungen von Pressekonferenzen. Zu den neuen Formaten gehörte auch die TV-Serie „#Corona – Wie unser Zusammenleben sich verändert“ des OK:TV Mainz mit vielen Verbraucher- und Gesundheitstipps. Der enorme Zuspruch in den Zeiten der Corona-Pandemie motiviert die Ehrenamtlichen, auch in hoffentlich ruhigeren Zeiten neue Programmimpulse zu setzen.

Der jährliche OKTV-Tag ist das „Familientreffen“ der großen aktiven Bürgermedienszene in Rheinland-Pfalz. Auch in Ingelheim diente das Event dazu, besondere Leistungen der Ehrenamtlichen, aber auch der FSJ-Absolvent*innen und der Azubis an den OKTV-Standorten zu prämieren.

Den Preis des Bildungszentrums Bürgermedien für herausragende ehrenamtliche Leistungen erhielt in diesem Jahr das Team des Wormser Montagsmagazins, das schon seit 1989 nicht nur eine wöchentliche Sendung, sondern auch viele Liveübertragungen von Wormser Ereignissen verantwortet. Geehrt wurde in Ingelheim damit auch die 76-jährige Lokaljournalistin Margit Knab, die über viele Jahre das bekannteste Gesicht des Montagsmagazins war.

Das hohe Niveau, auf dem in den OKTV-Sendern produziert wird, bewiesen die Sendebeiträge, die in Ingelheim mit Bürgermedienpreisen ausgezeichnet wurden. Prämiert wurden in der Kategorie „Ehrenamt“: Ralf Kreutz vom OK Weinstraße, Studio Landau (1. Preis), Zoe Julius von rheinlOKal Worms (2. Preis) und Julian Brednich von OK:TV Mainz sowie Fabian Jakob von OK4 Neuwied (jeweils 3. Preise). In der Kategorie „Semiprofi“ hießen die Gewinner: Anthony Hubert von OK:TV Mainz (1. Preis), Adrian Heindrichs von OK54 Trier (2. Preis) und Guofeng Li (Team alvivi, OKTV Ludwigshafen) wie auch Maximilian Wiege von OK54 Trier (jeweils 3. Preise). Den Publikumspreis erhielt Stefan Schröder (Kaiserslautern) für seinen Bericht von der „1. Horst Eckel Gala“.

Plaketten für die Teilnahme der Offenen Kanäle bei der erstmals durchgeführten Woche der Medienkompetenz Rheinland-Pfalz erhielten Vertreter*innen der OK-TV-Standorte Speyer, Südwestpfalz, Idar-Oberstein, Mainz und Landau.

Die Offenen Kanäle sind in über 600.000 Kabelhaushalten in RLP zu empfangen. Über Livestreams, HbbTV, das Lokal TV Portal via Astra und über diverse Social Media Kanäle können die Bürger*innen sich informieren und unterhalten. Weit über 6000 Sendebeiträge stehen in den Mediatheken der Bürgersender zur Verfügung. Neun Sendeplattformen im Land bieten jeweils ein 24/7 Programm an.

 
Bundesweite Themenwoche POPmusik und Bürgermedien
 
Offener Kanal Kassel
Bürgermedien sind Orte der Begegnung, der Meinungsfreiheit, der Kultur und des Austausches – Orte, an denen sich Kulturschaffende finden wie präsentieren können. Dies geschieht punktuell, wie die Beispiele der Fernsehkonzerte im Kanal21 oder die Jugendmusikredaktion bei RADIO OKJ zeigen – Formate dieser Art bergen aber noch sehr viel mehr Potential.
 

Es gilt die Bürgermedien zu nutzen und die Musikschaffenden auf die Möglichkeiten der Medienpartizipation aufmerksam zu machen, um Synergieeffekte für beide Seiten nutzbar zu machen. Die Symbiose von Musik und Medien ist eine für beide Seiten ungemein fruchtbare Kollaboration, die es für die Kontexte Popmusik und Bürgermedien auszubauen gilt. Künstler wollen sich und ihre Werke präsentieren. Radios und TV wollen den Rezipienten interessante Inhalte bieten. Medienbildung braucht Inhalte sowie Kontexte und Testkanäle. Und auch die Berufsvorbereitung rund um Musik und Medien überschneiden sich unter Einbezug der Kreativwirtschaft in vielerlei Hinsicht. Die Schnittmenge von Popmusik und Bürgermedien bietet eine enorme Bandbreite von Szenenpräsenz, Nachwuchsförderung, POPIIGO und Kooperationen bis zu Medienbildung und Musikjournalismus.

Mit einer Themenwoche vom 26. bis 31. Oktober möchten wir alle Bürgermedien dazu aufrufen, sich mit Beispielen und Beiträgen zu diesem Komplex aktiv zu beteiligen. Diese Themenwoche, die neben dem vielfältigen bundesweiten Sendeangebot auch eine Online-Fachtagung beinhaltet, wird von den Landesmedienanstalten unterstützt.

 
Medienpolitik / Landesmedienanstalten
Position Zukunft: Medienanstalt beschließt Positionspapiere zu Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien
 
OK-TV Ludwighafen
Ingelheim/Ludwigshafen, 4. September 2020

Nach intensiven Vorberatungen beschloss die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz bei ihrer Ingelheimer Klausurtagung am 4. September drei Positionspapiere für die Handlungsfelder Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien. Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung: „Wir beziehen damit Position für die Weiterentwicklung von drei Kernkompetenzen der Medienanstalt. Wir formulieren den gesellschaftlichen Auftrag dazu aktuell neu aus. Ein halbes Jahr vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl wollen wir damit auch klare Hinweise geben, wie die Medienanstalt in den nächsten Jahren einen substantiellen Beitrag zu medialer Vielfalt und demokratischer Teilhabe leisten kann.“
 

Ende 2019 hatte die Medienanstalt sich eine neue Organisationsstruktur gegeben; die vier Teams führen jeweils den Namen eines Kernarbeitsfelds: Medienregulierung, Medienförderung, Medienkompetenz und Bürgermedien. Die Regulierungsaufgaben sind gesetzlich im Detail definiert und erfahren gerade durch den Medienstaatsvertrag, dem der rheinland-pfälzische Landtag bereits zugestimmt hat, eine weitere Aufwertung. Zu den drei weiteren Kernarbeitsfeldern der Medienanstalt hat die Versammlung die Initiative ergriffen, Herausforderungen der nächsten Jahre zu formulieren und dazu Lösungsansätze und Projekte vorzuschlagen.

Medienförderung: Neue Instrumente entwickeln, digitale Teilhabe unterstützen und ausbauen

Rheinland-Pfalz ist ein starker Medienstandort. Der Medienwandel erfordert neue medienpolitische Instrumente, eine gezielte Medienförderung stärkt Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit. Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz will dazu beitragen, die vorhandenen Initiativen zu bündeln und mit neuen Ideen für das Medienland Rheinland-Pfalz zu bereichern. Dazu will die Medienanstalt zusammen mit dem Land eine Medienförderung etablieren. Die Förderung setzt auf die Stärken des Landes im Bereich audiovisueller Formate, die zunehmend ausschließlich nonlinear verbreitet werden, sowie sogenannter 360 Grad-Projekte (u.a. Game, Bewegtbild).

Mit neuen Instrumenten der Medienförderung soll auch die mediale Teilhabe von gesellschaftlichen Gruppen wie der älteren und hoch alten Menschen gestärkt werden. Die Medienanstalt strebt an, das erfolgreiche Projekt Digitalbotschafter*innen RLP für weitere 5 Jahre fortzusetzen. Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement will die Medienanstalt mit dem Projekt „Digitales Ehrenamt“ unterstützen. In den nächsten 3 Jahren sollen ein Ehrenamtsserver entwickelt und maßgeschneiderte Fortbildungen erarbeitet werden, die den Vereinen im Land helfen, sich digital zu organisieren.

Medienkompetenz fördert Demokratiekompetenz

Medienkompetenz ist zu einer wesentlichen Voraussetzung einer lebendigen Demokratie geworden. Lernen, Arbeit, Identitätsbildung, Selbstdarstellung und die Kommunikation mit anderen sind in unserem Alltag zunehmend an Medien gebunden. Die Diskussion über die Allgegenwart mobiler Medientechnologie, über die Verlagerung von Dienstleistungen und Konsum ins Netz, über Desinformation und Propaganda hebt die Bedeutung der Medienkompetenz in der heutigen Gesellschaft deutlich hervor.

Die Medienanstalt will weiterhin hochwertige medienpädagogische Praxisangebote verwirklichen, die medienpädagogischen Kompetenzen von pädagogischen Fachkräften fördern, Fachnetzwerke und die lokale und regionale Medienbildungsarbeit stärken und dabei mit nationalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten. Für die kommenden Jahre schlägt die Medienanstalt dazu drei Leuchtturmprojekte vor: „BegeisterBus RLP“ – Fünf BegeisterBusse sollen für mobiles digitales Know-how auf den Schulhöfen in Rheinland-Pfalz sorgen. „Democracy Gym: Demokratieförderung mit Medien“ - Demokratie ist ein Muskel, der jeden Tag trainiert werden muss. „Interdisziplinärer Medienkompetenz-HUB für RLP“ – der Medienkompetenz-Hub setzt Kooperations- und Unterstützungsprozesse für Partner entlang der Bildungskette in Gang.

Bürgermedien: Engagement, Beteiligung, Kreativität – Offene Kanäle als dritte Orte

Rheinland-Pfalz hat mit seinen Offenen Kanälen ein einzigartiges, vielfältiges, lokales und nichtkommerzielles Medienangebot, das von ehrenamtlich organisierten Vereinen getragen wird. Bürger*innen aller Altersgruppen gestalten ihr Programm, verbreitet über Kabel, Satellit und Internet. Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass Bürgermedien die Menschen in Rheinland-Pfalz erreichen und verbinden können, sei es als Informationsmedium zu Pressekonferenzen, als kulturvermittelndes Medium oder durch Übertragung von Gottesdiensten. Offene Kanäle sind demokratiefördernd und identitätsstiftend, sie sind als Ausbildungsstätte anerkannt und als Kreativlabor geschätzt.

Die Medienanstalt will die über 30-jährige Erfolgsgeschichte der Offenen Kanäle weiterschreiben. In den nächsten Jahren sollen an ausgewählten Standorten – mit Unterstützung des Landes, der Kommunen und weiterer Partner - neue attraktive Orte der medialen Teilhabe entstehen. Hier können sich alle Bürger*innen, kreative Macher*innen, Vereine, Gruppen oder Klassen einbringen. So können diese neuen Orte als „agile Lernumgebung“ in einer öffentlich zugänglichen Hightech-Einrichtung angelegt werden, die Zugang zu Maschinen, Werkzeugen und Software sowie einer kreativen Community ermöglicht.

Um die Vielfalt zu stärken und Qualifizierungschancen auszubauen, will die Medienanstalt zusätzliche FSJ / FÖJ Stellen initiieren, darunter ein „FSJ Politik“ an jedem Standort der neun OKTV-Sendeplattformen. Die Inhalte der Offenen Kanäle sollen über bestehende und neue lineare und nonlineare Ausspielkanäle verbreitet werden, auch die Internetverbreitung und die Bereitstellung der Sendebeiträge in Mediatheken will die Medienanstalt weiterentwickeln.

Direktor Dr. Marc Jan Eumann: „Mit diesen Ideen und Vorschlägen machen die Kolleginnen und Kollegen der Medienanstalt RLP und die Mitglieder der Versammlung ein Angebot. Jetzt freuen wir uns über einen intensiven Austausch mit den politischen Akteuren und unseren Partnern. Zugleich werben wir für die Akzeptanz und die vorgeschlagene Erhöhung des Haushaltsbeitrages, der unsere unabhängige und vielfältige Arbeit sichert.“

 
Wettbewerbe
HörMöwe 2020
 
Offener Kanal Westküste
Die HörMöwe, der Hörfunkpreis der Bürgermedien Hamburg und Schleswig-Holstein, wird am 14. November 2020 zum 21. Mal vergeben. Aufgrund der Corona-Einschränkungen findet die Verleihung zum ersten Mal online statt. Ausgezeichnet werden die originellsten, informativsten und handwerklich besten Sendebeiträge im Norddeutschen Bürgerfunk.
 

Die Hörmöwe wird in vier Kategorien in der Form der Regionalpreise „Hörmöwe Elbstrand“ und „Hörmöwe Waterkant“ verliehen. Damit wird den unterschiedlichen Produktionsbedingungen Rechnung getragen, die einerseits im Ausbildungs- und Community Sender TIDE vorliegen – die einer redaktionellen Begleitung unterliegen – und andererseits im klassischen Offenen Kanal – in dem Bürgerinnen und Bürger in eigener Verantwortung selbstproduzierte Beiträge ausstrahlen. Die gemeinsame Kategorie Fiktional zeichnet Einreichungen mit fiktionalen und künstlerischen Beiträgen aus, wie Feature, Hörspiele, Klangexperimente, Comedy etc.
Mitmachen können RadiomacherInnen der Bürgermedien Offener Kanal Schleswig-Holstein, TIDE.radio und FSK Hamburg. Die eingereichten Beiträge müssen im Zeitraum vom 1. November 2019 bis 15. September 2020 in den norddeutschen Bürgermedien ausgestrahlt worden sein. Jede(r) Produzent(in) kann nur einen einzigen Beitrag einreichen und muss sich für die passende Kategorie entscheiden. Angenommen werden Beiträge im Format WAV oder Mp3.

 
Weitere Informationen
 
Get out - der 26. Jugendvideopreis Sachsen-Anhalt ist gestartet
 
Offener Kanal Magdeburg
Trotz Corona und der Erwartung, dass in diesem Jahr die Zahl der Einsendungen sinken wird: die  Offenen Kanäle in Sachsen-Anhalt halten am Jugendvideopreis fest und führen ihn notfalls auch online durch. Bis zum 9. November sind junge Menschen aus Sachsen-Anhalt aufgerufen, ihre Filme zur 26. Auflage des größten Kurzfilmwettbewerbs in Sachsen-Anhalt einzureichen. Zum ersten Mal von der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt als Sonderpreis mit ausgeschrieben: "Europa hier und jetzt" 
 

Der Wettbewerb selbst soll am 22. November über die große Bühne des Schauspielhauses in Magdeburg gehen. Dann wählen fachkundige Juror*innen die ihrer Meinung nach besten Filme in insgesamt vier Kategorien aus. 
Der Jugendvideopreis Sachsen-Anhalt wird seit 26 Jahren von den Offenen Kanälen in Sachsen-Anhalt veranstaltet.

 
Weitere Informationen
 

Mit dem Projekt „Stärkung der soziokulturellen Arbeit der Bürgermedien durch bundesweite Vernetzung und Weiterbildungsmaßnahmen“ wird unser Verband momentan durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.

Wir bieten am 18.08. und 29.09.2022 kostenlose Hybridworkshops zum Thema "Filmen mit dem Smartphone - leicht gemacht". Außerdem unterstützen wir Produktionen, die die Verzahnung von Bürgermedien und lokaler Soziokultur voranbringen.

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