Ausgabe 4/2021 vom 06.10.2021

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Ausgabe Nr. 4 / 2021 vom 06.10.2021
Politische Bildung am Puls der Zeit
Sehr geehrte Damen und Herren,

Politische Bildung und der Blick hinter mediale Kulissen bei der Erstellung selbstproduzierter Beiträge – alleinverantwortlich oder in einer Projektgruppe realisiert – weisen eindrucksvoll auf den Bildungsauftrag der Bürgermedien hin. Der heutige Newsletter des Bundesverbandes Bürgermedien zeigt aktuelle Praxisbeispiele aus der breiten Palette von TV- und Radioproduktionen. Aktuelle Berichterstattungen zur Bundestagswahl mit den regionalen Kandidat:innen der Parteien, Hintergrundinformationen zum rechtsterroristischen Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübke, Reportagen über Integrationswochen, die Aufarbeitung der regionalen NS-Geschichte in der Pfalz – um nur einige Beispiele zu nennen – zeigen, dass die Bürgermedien ihren Auftrag als aktiver Teil der Zivilgesellschaft mit großem Engagement ernstnehmen und umsetzen. Der aktuelle Newsletter des Bundesverbandes Bürgermedien will nicht nur informieren, sondern auch anregen, selbst vor Ort initiativ zu werden.

In dieser Ausgabe:
 
Die 3. Säule – Der Bürgermedienpodcast
Medienpolitik / Landesmedienanstalten
Projekte, Ideen und Sendeformate
BVBM-Aktuelles
Sonstiges
DIE 3. SÄULE – DER BÜRGERMEDIENPODCAST
Folge 3: Medienvielfalt, Medienbildung, Mediendemokratie – Bedeutung der Bürgermedien wächst
 
 
Bert Lingnau, der Direktor der MEDIENANSTALT Mecklenburg-Vorpommern wurde von Katharina Joachim, der neuen Freiwilligen im Sozialen Jahr (FSJ – Kultur) beim MEDIATOP SCHWERIN zur Bedeutsamkeit der Bürgermedien für lokale Medienvielfalt und Medienbildung befragt.
 
Weiterlesen
 
Medienpolitik / Landesmedienanstalten
Mehr Medienkompetenz für alle Altersgruppen! – Forderungen zur Medienbildung an die Arbeit der zukünftigen Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern
 
MEDIATOP Rostock
Im Frühjahr 2021 haben das landesweite Netzwerk der Medienbildung Medienaktiv M-V, die Landesarbeitsgemeinschaft Medien M-V (LAG Medien) und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) – Landesgruppe M-V in der Online-Veranstaltungsreihe „Medienpolitik in Mecklenburg-Vorpommern – Aktuelles im Wahljahr 2021“ mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis über die Forderungen zur Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert.
 

Zuvor wurden an drei digitalen Themenabenden mit medienpädagogisch Tätigen, Interessierten, Entscheidungstragenden sowie politisch Verantwortlichen Forderungen formuliert oder aktualisiert. Dabei wurde klar, dass das Thema „Medienkompetenzvermittlung“ durch die Pandemie noch an Bedeutung gewonnen hat. Vor allem die Umsetzung einer Strategie zur flächendeckenden und bedarfsorientierten Vermittlung von Medienkompetenz und digitalen Kompetenzen für Kinder und Jugendliche ist dringend notwendig. Darüber hinaus soll allen Altersgruppen „die Möglichkeit geboten werden, sich ein umfangreiches Wissen über heutige Medien anzueignen und ihre Kompetenzen hierbei kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ https://www.medienaktiv-mv.de/tagungen-und-termine

Fünf Jahre nach den letzten „Medienpolitischen Forderungen an die zukünftige Arbeit der Landespolitik“ präsentieren wir nun die neu erarbeiteten „Forderungen zur Medienbildung an die Arbeit der zukünftigen Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern“:

- Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Förderung ihrer Medienkompetenz und digitalen Teilhabe.

- Pädagogische Fachkräfte brauchen eine verbindliche medienpädagogische Aus- und Fortbildung auf allen Bildungswegen.

- Ein Fachkräfteprogramm für außerschulische Medienpädagogik muss umgesetzt werden.

- Medienkompetenzerwerb muss als generationenübergreifende und lebenslange gesellschaftliche Aufgabe ermöglicht werden.

- Es ist notwendig, dass ein „DigitalPakt für außerschulische Medienbildung“ realisiert wird.

- Wir brauchen ein weit verzweigtes und dezentrales Netz aller Aktiven der Medienbildung im Land sowie die politische Anerkennung dieser Koordination.

Die ausführlichen „Forderungen zur Medienbildung an die Arbeit der zukünftigen Landespolitik in Mecklenburg-Vorpommern“ können Sie hier abrufen: https://www.medienaktiv-mv.de/medienpolitische-arbeit/forderungen-zur-medienbildung-2021

Die Teams von Medienaktiv M-V, der Landesarbeitsgemeinschaft Medien M-V und der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur – Landesgruppe M-V

[1] Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern (2015)

 
Weitere Informationen
 
Projekte, Ideen und Sendeformate
„Medienkompetenz ist unglaublich wichtig!“ – MEDIATOP Schwerin feierlich eröffnet
 
MEDIATOP Schwerin
Der Schweriner Oberbürgermeister, Dr. Rico Badenschier, die Vorsitzende des Medienausschusses Mecklenburg-Vorpommern, Marleen Janew, und der Direktor der MEDIENANSTALT Mecklenburg-Vorpommern, Bert Lingnau, haben am 20. August feierlich den MEDIATOP Schwerin eröffnet. Er befindet sich mitten im Stadtzentrum in den „Schweriner Höfen“ in der Wismarschen Straße 110. Das Medienbildungszentrum gehört zur MEDIENANSTALT Mecklenburg-Vorpommern.  
 

Dr. Rico Badenschier sagte vor knapp 30 geladenen Gästen – zu ihnen gehörten der Schweriner Stadtpräsident Sebastian Ehlers und die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Kröger (DIE LINKE) – in seinem Grußwort: „Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medien muss gelernt und gelehrt werden. Der kritische Blick auf Meldungen, das Hinterfragen von Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem ist in unserer Zeit vielleicht so schwierig wie noch nie. Zu groß ist die Zahl der Portale, Netzwerke und Medienangebote. Zu leicht ist es, Falschinformationen in die Welt zu setzen. MEDIATOP, ehemals Fernsehen in Schwerin, leistet hier ganz wichtige Arbeit, um das Rüstzeug für einen kritischen Umgang mit Medien zu erlernen. Sie leisten Orientierung. Gut, dass Sie da sind.“

Marleen Janew und Bert Lingnau wiesen darauf hin, dass im MEDIATOP Schwerin Wissen und Kenntnisse über Medien anhand praktischer Projektarbeit vermittelt werden.

„In Zeiten, in denen Fake News und gezielte Desinformationen den gesellschaftlichen Zusammenhalt beschädigen, in denen die Regeln des kommerziellen Optimierens die publizistische Vielfalt sowie deren Qualität und Quantität bedrohen, ist Medienkompetenz unglaublich wichtig“, so Lingnau. „Nur mit ihr wird unser demokratisches Gemeinwesen weiter funktionieren. Denn wir müssen die Funktions- und Arbeitsweisen von Medien verstehen, damit zum Beispiel Quellenkritik/Medienkritik verinnerlicht und zur Meinungsbildung herangezogen werden kann.“

Der Name MEDIATOP ist die sprachliche Konsequenz einer sich über die vergangenen zehn Jahre vollzogenen Entwicklung des Offenen Kanals von einem reinen Bürgersender hin zu einem Medienbildungszentrum. Hier finden Seminare, Fachtagungen und Workshops statt. Das Wort MEDIATOP ist eine Mischung aus den Wörtern „Medium/Medien“ und „Biotop“. Grammatikalisch kann man beides sagen: der MEDIATOP oder das MEDIATOP. Angelehnt an den Begriff des Biotops als geschützten Lebensraum wird durch diesen Namen verdeutlicht, dass es sich um einen geschützten Raum handelt, in dem Medien erlernt und mit ihnen experimentiert werden kann – unter der fachlichen Anleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort.

Im Zuge der Umbenennung erhält der MEDIATOP Schwerin auch ein neues Logo.

Der MEDIATOP Schwerin ist – jetzt zentral in der Landeshauptstadt gelegen – eine Einrichtung für die Menschen vor Ort. Er wird dazu beitragen, Medienkritik, kulturelle Offenheit und Vielfalt und eine moderne Medienbildungsarbeit zu verwirklichen.

 

Seit August 2021 heißen ebenso die weiteren Offenen Kanäle der MEDIENANSTALT MV nun MEDIATOP Rostock, MEDIATOP Neubrandenburg, MEDIATOP Greifswald und MEDIATOP Malchin. Stufenweise wird auch hier die Profilierung in Richtung zeitgemäße Medienbildung vorangetrieben, wobei die für Medienvielfalt und Mediendemokratie systemrelevante Funktion als Bürgermedien weiterhin ein Schwerpunkt bleibt.

Die MEDIATOPE gibt es - viele Jahre unter der Bezeichnung "Offene Kanäle" - bereits seit Mitte der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern. Am 20. Januar 1996 erfolgte der Sendestart für den Neubrandenburger Offenen Kanal Hörfunk (NB-Radiotreff 88,0), der in Malchin am 1. Juli 2003 eine Außenstelle (Studio Malchin) und im Jahr 2005 eine weitere Außenstelle in Greifswald (radio 98eins) eröffnete. Im Fernsehbereich ging am 14. November 1997 der Rostocker Offene Kanal Fernsehen (rok-tv) auf Sendung. Am 31. März 2005 startete auch in der Landeshauptstadt ein Offener Kanal (FISCH-TV), zunächst als Außenstelle von rok-tv, seit 2011 aber als eigenständiger Offener Kanal (Fernsehen in Schwerin).

Im Zuge der Umbenennung der Standorte wurden auch die meisten der dort produzierten Programme neu benannt. Die Fernsehprogramme aus Rostock und Schwerin heißen nun einheitlich MEDIATOP.TV und erhalten ein neues Senderlogo:

Das gemeinsam in Neubrandenburg, Greifswald und Malchin produzierte Hörfunkprogramm heißt nun MEDIATOP.RADIO. Das Lokalprogramm in Greifswald – radio 98eins – behält hingegen seinen Namen.

 
Weitere Informationen
 
Medien machen Schule - Kinder-PK zur documenta fifteen
 
Offener Kanal Kassel
Die weltweit bedeutendste Ausstellung moderner Kunst findet alle fünf Jahre in Kassel statt. Ein zwölfköpfiges KünstlerInnenkollektiv aus Indonesien kuratiert die 15. Ausstellung im kommenden Jahr. Im Rahmen eines Medienprojekts für Grundschulen in Kassel hatten Viertklässler die Gelegenheit, die Verantwortlichen dieser documenta eine Stunde lang im Studio des Offenen Kanals bei einer Kinder-Pressekonferenz mit ihren Fragen zu "löchern".
 

Zu Gast waren Dr. Sabine Schormann (Generaldirektorin), Karoline Köber (Kommissarische Leitung Kommunikation und Marketing) und Iswanto Hartono (Mitglied von ruangrupa, Künstlerische Leitung documenta fifteen), die sich den Fragen der Schuler:innen der Klasse 4c der Langenbergschule geduldig stellten. Die 4c hatte sich in mehreren Unterrrichtseinheiten detailliert mit der Kunstausstellung beschäftigt. Und so bekam die documenta-Leitung auch Fragen gestellt, die sie sonst wohl nirgends zu beantworten hat.

 
Weitere Informationen
 
FrauenStärken - Ein Filmprojekt mit Frauen aus Afghanistan
 
Offener Kanal Magdeburg
Vier sehr beeindruckende Filme von und mit Frauen aus Afghanistan ist das Ergebnise eines Projektes, das in den vergangenen sechs Monaten im OK Magdeburg stattfand. Enstanden sind Portraits und Selbstportraits, bei deren Entstehung die Frauen Exposés und Drehbücher schrieben, die Dreaharbeiten durchführten und für die Postproduktion verantwortlich waren. 
 

Protagonistinnen sind die Frauen selbst. Die 60jährige Anis, die in Herat Haushälterin war und mit der Familie ihres Sohnes 2015 nach Magdeburg kam; die 30jährige Effat, die davon träumt, Krankenschwester zu werden; die 25jährige Zahra, die eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin machen will und sich zwischen der afghanischen und deutschen Kultur zerrissen fühlt sowie die 40jährige Sportlerin Nadia, einst Mitglied der afghanischen Frauen-Nationalmanschaft im Taekwondo und heute Mitarbeiterin in der Zentralen Aufnahmestelle für Geflüchtete in Magdeburg. Sie alle sprechen über ihr Leben in Deutschland und ihre Sehnsucht nach Heimat, die Probleme und Hürden, vor denen sie bei der Arbeitssuche stehen, aber auch über ihre Stärken, Erfolge und Hoffnungen.
Die Filme wurden Mitte September open air auf großer Leinwand  gezeigt und die Premiere brachte deutsche und migrantische Zuschauer:innen ins Gespräch. Und auch für die Magdeburger Stadtgesellschaft sind die Filme ein Gewinn. Die Zuschauer:innen lernen besonders starke und mutige Frauen kennen, die so gar nicht den gängigen Klischees entsprechen und die mit ihrer Kultur die Stadt in jeder Hinsicht bereichern.

 
Weitere Informationen
 
Wahlprüfsteine: TV-Gespräche zu Migration und Teilhabe im oeins
 
Lokalsender Oldenburg Eins (oeins)
Mitglieder der Redaktion Radio Globale/MITEINANDER LEBEN stellten Fragen zur Stadtratswahl in Oldenburg an die Kandidat:innen der demokratischen Parteien.
 

Oldenburg wird bunter, vielfältiger, internationaler. Mehr als 25% der Einwohner:innen in Oldenburg haben eine Migrationsgeschichte. Gerade in den lokalen Lebenswelten ­­- in den Stadtteilen und Nachbarschaften - konkretisieren sich Vielfalt der Lebensentwürfe, Wertewandel, gesellschaftliche Umbrüche und Veränderungen.

Welche Konzepte und Maßnahmen für Chancengerechtigkeit und eine zukunftsweisende Kommunalpolitik, die alle ihre Bürger:innen aktiv einbezieht, Vertrauen schafft und den sozialen Zusammenhalt stärkt, vertreten die zur Wahl stehenden Parteien und ihre Kandidat:innen? Diese Fragen hat sich die interkulturelle Redaktionsgruppe Radio Globale/MITEINANDER LEBEN im Lokalsender Oldenburg Eins (oeins) gestellt. Sie hat Wahlprüfsteine entwickelt und sich mit ihren Fragen an die Vertreter:innen der demokratischen Parteien gewandt.

Zwei Links zu den TV-Gesprächen, die Mitglieder aus der Radio Globale/MITEINANDER LEBEN-Redaktion mit Kandidat:innen der demokratischen Parteien zu den Themen Teilhabe, Migration und Integration geführt haben: Diese sind in Kurz- und Lang-Fassung auf Radio Globale YouTube-Channel abrufbar.

Kommunalwahl 2021

Wahlprüfsteine

 
Weitere Informationen
 
Interkulturelles Fest im Radio: Vielfalt auf Frequenz
 
Offener Kanal Westküste
Mit Musik, Diskussionen und dem Gewinner* bzw. der Gewinnerin* des Interkulturellen Jugendwettbewerbs präsentierte sich das Interkulturelle Fest des Kreises Dithmarschen am 18. September live im Offenen Kanal Westküste.
 

Seit 2012 wird das Interkulturelle Fest jährlich im Kreishaus mit bis zu 400 Gästen begangen. Corona-bedingt fällt die beliebte Feier aus. „Bereits 2020 zogen wir mit dem Fest ins Radio. Das kam sehr gut bei den Zuhörer*innen an und wir haben dieses Jahr auch unser Programm erweitert“, sagt Shorena Sikharulia aus dem Team Integration und Teilhabe des Kreises Dithmarschen. Ihr Kollege Florenc Dulla ergänzt: „Wir danken unseren Kooperationspartner*innen, mit denen wir ein so abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellen konnten.“

Das zweistündige Programm bot den Zuhörer*innen ein spannendes Programm mit viel Musik und Länderporträts aus Deutschland, Syrien, Albanien, Georgien, China, Thailand, Iran, Indien, Italien, Rumänien, Frankreich, Algerien und Jemen. Länderporträts boten Einblicke in die Kultur und Geschichte. Es gab auch Erfahrungsberichte und Themenbeiträge wie zum Beispiel „Von Dithmarschen in die weite Welt hinaus“, „Was bedeutet es für dich Europäer*in zu sein?“. 

Landrat Stefan Mohrdieck betont: „Dithmarschen ist international und kulturell abwechslungsreich. Das Interkulturelle Fest macht uns neugierig auf diese Vielfalt und ist zugleich ein wertvoller Beitrag für mehr Toleranz und Teilhabe. Ich danke sehr allen Teilnehmer*innen, die sich über das Fest hinaus für die Integration engagieren.“

 
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NS-Vergangenheit: OK-TV Ludwigshafen leistet wesentlichen Beitrag zur regionalen Aufarbeitung
 
OK-TV Ludwighafen
OK-TV Ludwigshafen hat seit 2012 einen wesentlichen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Geschichte in Südwestdeutschland geleistet. Dabei stand insbesondere die Rolle eines der mächtigsten NS-Führungsfiguren und Gauleiter Josef Bürckel im Mittelpunkt, dessen Bedeutung für die außenpolitische Stabilisierung des Hitlerregimes kaum umfassend untersucht wurde. Bürckel organisierte nicht nur den Anschlus des Saarlandes an das Deutsche Reich (1935) sondern auch den sog. Anschluss Österreichs 1938. Als Reichsstatthalter in Wien arbeitete Bürckel mit seinem Untergebenen Adolf Eichmann maßgeblich an der Entwicklung der Transportlogistik des Holocausts. Der Pfalz und ihrem Gauleiter kam damit im NS-System eine bedeutende Sonderrolle zu. Diese Sachverhalte blieben nach 1945 bis zur Jahrtausendwende in der Regionalgeschichtsschreibung weitgehend ausgeblendet.
 

OK-TV Ludwigshafen startete 2012 mit einem TV-Gespräch mit dem ehemaligen Staatsanwalt und Buchautor Lothar Wettstein ( https://www.youtube.com/watch?v=FcmS1tgGI-k ). Die von dieser Sendung ausgehenden Impulse führten zu intensiven Kontakten zum Historischen Seminar der Unversität Mainz, Lehrstuhl Prof. Dr. Michael Kißener und zum Landesarchiv RLP in Speyer unter Leitung von Dr. Walter Rummel. Ergebnis dieser Kooperation war die Durchführung einer internationalen Historikerkonferenz in der ehemaligen Gauhauptstadt Neustadt an der Weinstrasse 2014. OK-TV Ludwigshafen fungierte hier als Mitveranstalter und dokumentierte die eintägige Konferenz fernsehgerecht.

Unter dem Titel „Josef Bürckel – Nationalsozialistische Herrschaft und Gefolgschaft in der Pfalz“ ernstand eine 5 teilige TV-Dokumentation der Historikertagung ( https://www.youtube.com/playlist?list=PLRWf_VkyqaD_LNgxTWG76zYVJhSi32k2A) und eine weitere reflektierende TV-Sendung.

2020 produzierte OK-TV Ludwigshafen in der Folge in Kooperation mit dem Autor Peter Roos und dem Pfalztheater Kaiserslautern eine TV-Fassung des Theaterstücks „Bürckel! Frau Gauleiter steht ihren Mann“. Die TV-Premiere ist für 2022 geplant. Im Vorfeld führte OK-TV Ludwigshafen ein Studiogespräch mit Peter Roos durch. ( https://www.youtube.com/watch?v=sFJi5Ckwv-0&t=1130s)

Zwischenzeitlich liegen neben den TV-Sendungen – die bis heute regelmäßig im Programm von OK-TV Ludwigshafen laufen -  sind aufbauend auf dieser Initiative zwischenzeitlich neben zahlreichen Zeitungs- und Fachartikeln zwei Bücher zum Themenkomplex mit Unterstützung des Bezirksverbandes Pfalz erschienen:

Josef Bürckel – Nationalsozialistische Herrschaft und Gefolgschaft in der Pfalz ( https://www.bv-pfalz.de/produkt/josef-buerckel-nationalsozialistische-herrschaft-und-gefolgschaft-in-der-pfalz/)

Und eine umfängliche Untersuchung von Markus Raasch (Hrsg.): Volksgemeinschaft in der Gauhauptstadt ( https://www.aschendorff-buchverlag.de/detailview?no=24627)

Dieses Beispiel zeigt, dass ein Bürgersender in Kooperation mit Universitäten, öffentlichen Einrichtungen und Kulturstätten relevante Impulse liefern kann, um auch komplexe zeitgeschichtliche Sachverhalte in einem Umfang transparent und zugänglich zu machen, die keinem anderen TV-Sender hätte leisten können.

 
F****ing B*tch – Wenn Frauen im Alltag digitale Gewalt erleben
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Am Internationalen Tag gegen Hasskriminalität am 22. Juli beteiligten sich die vier Medienprojektzentren Offener Kanal (MOK) in Kassel, Gießen, Fulda und Rhein-Main mit einem Thementag. Ausgestrahlt wurden in den Community-Sendern verschiedene Produktionen, Reportagen, Talkshows und Kurzfilme rund um das Thema Hatespeech und Cybermobbing.
 

Ein Bestandteil im TV-Programm war die 30-minütige Talkrunde „F****ing B*tch – Wenn Frauen im Alltag digitale Gewalt erleben“, die über alle Standorte verbreitet wurde. Anna Jagust (AWO Hanau) sprach mit Hibba Kauser (Stadtverordnete in Offenbach) und Viola Ebbecke (Sattlermeisterin aus Schöneck) im Studio des MOK Rhein-Main über persönliche Erfahrungen im Umgang mit digitaler Gewalt wie Belästigungen, Diskriminierung oder Beleidigungen.

Anlässlich des Internationalen Aktionstags für die Betroffenen von Hasskriminalität stellten die Medienanstalten in ganz Deutschland ihre Angebote vor und luden auch ein, sich gemeinsam für einen offenen und freien Diskurs in den Medien stark zu machen. Als Gründungsmitglied der 2019 ins Leben gerufenen Kooperation „KeineMachtdemHass“ ( https://www.keinemachtdemhass.de) setzt sich die Medienanstalt Hessen beispielsweise zusammen mit der hessischen Justiz, zivilgesellschaftlichen Organisationen und hessischen Medienunternehmen erfolgreich gegen Hass, Hetze und digitale Gewalt im Internet ein. Das breite gesellschaftliche Bündnis verfolgt dabei die Absicht, die Gesellschaft zu stärken und für mehr Rechtsstaatlichkeit im Netz zu sorgen. Der Aktionstag in den vier hessischen Medienprojektzentren Offener Kanal war eingebettet in die Kooperation #keinemachtdemhass.

(NT)

 
Weitere Informationen
 
Aufarbeitung und Aufklärung im Mordfall Lübcke - Eine besondere Sendereihe
 
Offener Kanal Kassel
Im hessischen Landtag befasst sich seit Herbst 2020 ein eigener Untersuchungssausschuss mit den Hintergünden des Attentas auf den Kasseler Regierungspräsidenten im Juni 2019. Der Offene Kanal Kassel und die zivilgesellschaftliche Initiative NACHGEFRAGT begleiten die Arbeit des Ausschusses mit einer besonderen Sendereihe.
 

Hätte der Anschlag auf Dr. Walter Lübcke verhindert werden können, wenn die Sicherheitsbehörden die Gewaltbereitschaft rechtsextremer Gruppen und Einzelpersonen genauer unter die Lupe genommen hätten? Diesen und weiteren Fragen stellen sich PolitikerInnen aus dem Untersuchungsausschuss, Rechtsextremismusexperten und Journalistinnen in einer Sendereihe im Offenen Kanal Kassel. Bisher wurden vier Diskussionsrunden aufgezeichnet und ausgestrahlt und somit die Arbeit des Ausschusses einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

 
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Kreuzweise - Wahlspots umgedreht| Ideenwettbewerb zum Wahljahr in Sachsen-Anhalt
 
Offener Kanal Magdeburg
"Kreuzweise-Wahlspots umgedreht" war der Titel des Ideen-Film-Wettbewerbs zum Wahljahr in Sachsen-Anhalt, zu dem Jugendliche und junge Erwachsene aufgerufen waren, für die eigenen Ideen, Themen und Forderungen zu werben.
 
 

Von Februar bis Mitte Mai waren Ideen  für eigene Wahlspots gefragt. Trotz des Lockdown gingen 52 Exposés aus allen Teilen Sachsen-Anhalts ein, an denen sich ca. 200 Jugendliche beteiligt hatten. Die Themen waren breit gestreut. Neben Klima und Umwelt als wichtigstes Anliegen ging es den jungen Menschen auch um soziale Gerechtigkeit, Bildungschancen, die Zukunft der Pflege, Digitalisierung, die Aufwertung des ländlichen Raums uvm. Eine Jury aus Politik, Medien und Jugend unter Vorsitz von Franz Müntefering wählte Ende Mai die 10 interessanten Ideen für eine Verfilmung aus. Unter Leitung von Profis wurden die Ideen gemeinsam mit den Jugendlichen während des Sommers in Form von Spots und Kurzfilmen realisiert. Die Premiere der Filme fand am 28. August auf großer Leinwand und in Anwesenheit von Abgeordneten des Landtags und des Bundestags statt, mit denen es im Anschluss an die Filmpremiere zu einer Diskussion über die Themen der Spots und über Jugendbeteiligung in der Politik kam. Gefördert wurde das Projekt vom Fonds Soziokultur, #Neustart Kultur und dem Landesprogramm Demokrtaie und Weltoffenheit Sachsen-Anhalt. Die 10 entstandenen Filme sind hier zu sehen: https://bit.ly/3kl4xNY

 
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Politics for future
 
MOK Rhein Main (Sitz: Offenbach)
Wie können politische Bildung und Medienbildung kombiniert werden und gelingen? Das MOK Rhein-Main hat zusammen mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) das Projekt "Politics for future" entwickelt. Gesucht werden junge Menschen, die Politik erklären.
 

Jugendliche ab der Klassenstufe 5 aller Schulformen können ab sofort Erklärfilme zu politischen Themen produzieren. Ob die Bundes­tagswahl und ihre Ergebnisse für Deutschland und Hessen, Hate Speech, Antisemitismus, Klima­wandel oder Fluchtbewegungen - junge Erwachsene sollen motiviert werden, sich mit Politik auseinanderzusetzen. Auch der Blick auf europäische oder globale Interessen und die möglichen Auswirkungen auf Hessen können Thema sein.

Das Konzept von "Politics for future" zeichnet sich durch eine besonders gut zugängliche Möglichkeit der Teilhabe aus. Die Jugendlichen können beispielsweise ihre eigenen Endgeräte in den individuellen Lernprozess einbinden und sie kreativ, aber auch verantwortungsvoll nutzen. Dies gilt als ein wichtiger Baustein zur Vermittlung von Medienkompetenz bei den jeweiligen Lerngruppen. Das Projekt kann zudem sowohl komplett online, in Präsenz oder als Hybridform in Kombination von digitalen Workshop-Elementen und Projekttagen in Präsenz stattfinden.

Interessierte Einrichtungen und Jugendliche können sich ab sofort unter medienkompetenz@mok-rm.de oder Tel. 069/82369102 über das Projekt "Politics for future" informieren und anmelden. Der Umfang des Projektes liegt zwischen einem und drei Tagen und ist abhängig vom Alter der Zielgruppe, den zu erklärenden Inhalten und dem Grad der möglichen Vorbereitung.

In einem ersten Projektergebnis haben Jugendliche das Jugendparlament in Egelsbach vorgestellt.

(NT)

 
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Interreligiöser Dialog
 
Offener Kanal Westküste
Neugier auf andere Religionen wecken und Berührungsängste abbauen: Das sind die Ziele des Netzwerkes Interreligiöser Dialog in Dithmarschen, die regelmäßig zum Austausch unterschiedlicher Ansichten einladen.
 

Vielerorts begegnet man Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft täglich, und trotzdem sind gerade interreligiöse Kontakte nicht immer einfach und schon gar nicht alltäglich. Das Netzwerk Interreligiöser Dialog veranstaltet daher halbjährlich die Veranstaltungsreihe „Verschiedene Religionen an einem Tisch“ mit dem Ziel, voneinander zu erfahren, zu lernen und Verbindendes in den Religionen zu entdecken. Pandemiebedingt ist der Interreligiöse Dialog neue Wege gegangen und lädt zu digitalen Podiumsdiskussionen ein, die der Offene Kanal Westküste aufzeichnet und in seinem Programm sendet.

So tauschten sich im Frühjahr unter der Überschrift „Religion und Corona“ Referent*innen von Judentum, Christentum, Islam und Bahaitum darüber aus, wie das religiöse Leben in der Corona-Pandemie aussieht. Wie gestaltet es sich, was hat sich verändert? Welche Herausforderungen werden aktuell gesehen?

Auch die Herbst-Ausgabe wird wieder digital stattfinden und im Rahmen der interkulturellen Woche gesendet.

 
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TV-Talkreihe Smart City über die digitalen Entwicklung von Städten und Gemeinden
 
TMBZ Gera
Im Rahmen der fünfteiligen TV-Talkreihe Smart City – Wie wollen wir leben? erörterten Expertinnen und Experten, Verantwortliche für Stadtentwicklung und betroffene Bürgerinnen und Bürger von Mai bis Oktober 2021 die Auswirkungen der Digitalisierung auf ausgewählte Lebensbereiche in Kommunen und Gemeinden im TMBZ Gera. Mit der TV-Reihe sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer wichtige Informationen erhalten, um städtische Entwicklungsprozesse hin zu Smart Citys besser verstehen, beurteilen und mitgestalten zu können. Die Umsetzung des ambitionierten Medienprojektes erfolgte in Kooperation von TLM, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), der FUNKE Medien Thüringen, der Landeszentrale für politische Bildung (TLZ) und der Stadt Gera.
 

Dabei näherten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Talks dem Thema „Smart City“ über die Schwerpunkte „Vernetzung total – Wie das Internet der Dinge die Stadt verändert“, „Daten – Big Data, Datenschutz und Mitbestimmung“, „Neue Mobilität – Fahren ohne Fahrer!?“ und „Bürgernähe – Was muss sich ändern?“. In der aktuellen und letzten Informationsrunde am 12. Oktober wird der Schwerpunkt „Gesundheit – Diagnose ohne Arzt?“ erörtert. Vor dem Hintergrund der pandemischen Entwicklung wurden die TV-Talks im Multifunktionsstudio des Thüringer Medienbildungszentrums im Rahmen von Medienbildungsprozessen in Präsenz, als Hybrid-Veranstaltung oder komplett online aufgezeichnet, gestreamt und zeitversetzt zusätzlich in den Thüringer Kabelnetzen ausgestrahlt. Sie sind auf YouTube abrufbar.

 
Weitere Informationen
 
Ottopia - die europäische Kinderstadt in Magdeburg
 
Offener Kanal Magdeburg
Vom 16. – 27. August 2021 fand die Europäische Kinderstadt Magdeburg statt. Im Laufe der zwei Wochen entstand hier ein Stadtleben, das die Kids selbst gestalteten und weiterentwickelten. Und dazu gehörte natürlich auch ein richtiges Fernsehen.   
 

In verschiedenen Berufen konnten die Kinder ihre Talente testen und wirtschaftliche Verzahnung hautnah erleben. Spielerisch mussten sie sich dabei mit demokratischen Abstimmungsprozessen und Themen wie gesellschaftlichem Zusammenleben, Arbeit und Lohn, Selbst- und Mitbestimmung auseinandersetzen.
Die gesamte Zeit war der Offene Kanal mit einem Außenstudio vor Ort und betreute die Kinderredaktion. Deren Aufgabe war es, das Stadtleben zu dokumentieren, die zahlreichen Aktivitäten und Gewerke vorzustellen, Gespräche mit Teilnehmenden und Gästen der Kinderstadt zu führen, kurz, ein Projekt zu dokumentieren, das wie kein anderes kulturelle und politische Bildung zusammenführt und die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens für Kinder hautnah erlebbar macht.

 
Weitere Informationen
 
Medienerziehung - retrospektiv und perspektiv
 
MOK Gießen
Wenn man dieses "verrückte" letzte Jahr retrospektiv betrachtet, müssen wir feststellen, dass wir gesellschaftlich noch nie in einer vergleichbaren Situation waren. Zumindest was die Jahre betrifft, an die ich mich bewusst erinnern kann. Also grob an die letzten 35 Jahre.
 

Natürlich gab es in dieser Zeit einschneidende und besondere Ereignisse, die unser Zusammenleben und unsere Welt verändert haben. Zum Teil so nachhaltig, dass die Auswirkungen jetzt erst deutlich werden. Und damit ist nicht nur das allgegenwärtige Thema des Klimawandels gemeint. Von ihm wissen wir mindestens seit den 1970er Jahren. Oder dem Problem, die eine wachsende Gesellschaft mit ihrem Müll hat, der sich in den Meeren sammelt. Oder auch dem Artensterben und den Kriegen im Irak oder Afghanistan. Genauso auch dem Anschlag auf das World Trade Center sowie der Angst vor dem IS-Terror in der westlichen Welt. Ok ich gebe zu, dies ist eine dystopische Zusammenfassung und klingt im Gesamtbild (etwas zu sehr) niederschmetternd.

Eine Sache ist mir dabei aber besonders deutlich geworden: Durch die Entwicklung der digitalen und technologischen Möglichkeiten, zum Beispiel durch das Internet, haben die Ereignisse meist einen Zusammenhang.

Nehmen wir die Terroranschläge auf das Pentagon und World Trade Center am 11.9.2001. Nachrichten und Medien waren in kürzester Zeit mit diesem Ereignis geflutet. Überall auf der Welt nahmen die Menschen Kenntnis und Anteil an dieser Tragödie. Nicht zuletzt weil diese Nachrichten durch das Internet schnell verbreitet wurden. Videos wurden auf YouTube noch genau in dem Moment veröffentlicht, in dem die Katastrophe der Twin Towers im Gange war. Dieser Anschlag verstärkte das Gefühl, dass so etwas auch in unmittelbarer Nähe stattfinden kann und änderte die Wahrnehmung von diesem und ähnlichen Ereignissen. Es war auf einmal ganz nah! Nicht irgendwo in der Welt. Es passierte sozusagen im eigenen Zimmer. Live auf dem TV-Bildschirm und in vielen weiteren medialen Kanälen. Dies ist nur ein Beispiel, wie stark sich die digitalen Medien auf unsere Gesellschaft ausgewirkt haben. Es gibt unzählige weitere.

Was hat das Ganze nun aber mit der Arbeit von Medienpädagogen zu tun?  Durch unsere Arbeit stellen wir einen Bezug zu den Medien her und fordern insbesondere Jugendliche auf, sich kritisch mit den Medien und deren Inhalten auseinanderzusetzen. Am Anfang meiner beruflichen Laufbahn im MOK Gießen lag der Fokus unserer Arbeit stärker in der Vermittlung von technischen Kompetenzen. Nach meinem Verständnis lautete das Ziel: “Wer die Technik versteht, versteht auch deren Inhalt!” Dieser technische Bezug hatte seine Berechtigung dadurch, dass die Bedienung der Geräte komplex und die sich schnell entwickelnde Technologie immer wieder Neuerungen auf den Markt brachten. Diese Geschwindigkeit überforderte schlichtweg viele Menschen. Nicht nur die Jüngeren, vor allem auch die, die mit Jugendlichen arbeiteten. Daher war es naheliegend sich dieser Problematik zu stellen. Nun etwa 13 Jahre später, haben sich sowohl die Nutzer als auch die Anwendungen weiterentwickelt. Jetzt sind die Jugendlichen erwachsen und gehen ganz selbstverständlich mit Medien um. Sie haben sich die digitale Welt erobert und leben in ihr auf ganz natürliche Weise, und zwar so, wie es Influencer und Youtuber, Content Creator und Instagram Stars vormachen. Diese digitale “Social Media”- Welt ist mittlerweile ein fester Bestandteil ihres Alltages, so wie es früher die Tageszeitung oder die Nachrichten in der ARD für ihre Eltern waren. Influencer haben einen immensen Einfluss auf unser heutiges Leben. Ein ganzer Markt der Unterhaltungsindustrie nutzt das Image diverser YouTuber oder anderer Social Media Stars, um ihre Produkte zu vermarkten. Die YouTuber entwickeln eigene Produkte und vermarkten “sich  selbst”. Das ist heute ganz normal.

Daher lautet die aktuelle Anforderung an uns, den Blick von der technischen hin zur inhaltlichen Seite zu lenken und diese kritisch zu bewerten. Pädagogisch gestützte Medienprojekte müssen dieser Herausforderung genügen. Ohne Technik geht es dabei zwar immer noch nicht, aber sie dient nur noch dem Transport und der Ansicht von Inhalten, um dann  der inhaltlichen Auseinandersetzung Raum zu geben. 

Die Auffassungen, wie gesellschaftliches Leben künftig strukturiert sein soll, werden zunehmend kontorvers diskutiert. Die jungen Generationen sind inzwischen  mit einem neuen Selbstverständnis ausgestattet, das es zu berücksichtigen gilt. Wir müssen genau diesen Menschen, die die Zukunft des eigenen Landes prägen und gestalten werden, Werkzeug an die Hand geben geben, damit sie künftigen Herausforderungen gewachsen sind. Es gilt Skills zu vermitteln, um die Zukunft weiter zu gestalten und neue Ideen zu entwickeln.

Die Medien können dafür sehr nützliche Tools bieten, aber auch gefährlich sein z.B.  in Bezug auf die Verbreitung von Falschmeldungen und irreführenden Inhalten. Das Ziel, jungen Menschen auf dem Weg zu einem mündigen und verantwortungsvollen Leben Hilfestellung zu bieten, hat sich in den letzten Jahren dabei nicht gravierend verändert.

Moderne Medienkompetenz sollte also im Kern auf die Rezeption von medialen Inhalten abgestimmt sein. Zudem auf eine Haltung des kritischen Hinterfragens sowie der vergleichenden Beurteilung von Inhalten. Es geht dabei um alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nötig sein können, um sich ein umfassendes Bild von Situationen und Entwicklungen zu verschaffen und sich so eine eigene Meinung bilden zu können. 

Bewahrende Ansätze sind dabei ebenso verfehlt, wie das gedankenlose Alleinelassen der Heranwachsenden mit den Medien, im naiven Glauben, wer Knöpfchenkompetenz besitzt, hätte auch im richtigen Leben bereits den "vollen Durchblick"  .

Jens Friedrich, Medienpädagoge im MOK Gießen

 
Unser erstes Projekt "Umfrage zur Bundestagswahl"
 
MOK Gießen
Schon gleich in der ersten Woche unseres Bundesfreiwilligendienstes (BFD) im Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen wurden wir mit unserem ersten Projekt beauftragt. Wir sollten in der Stadtmitte von Gießen eine Umfrage durchführen, die die Stimmung der Bevölkerung vor der Bundestagswahl widerspiegelt.  
 

Unsere Arbeit begann bereits am ersten Tag des Freiwiligenjahres, an dem wir gemeinsam mit unseren neuen Kollegen die Fragen ausarbeiteten, mit denen wir die Passanten auf dem  Seltersweges  in Gießen konfrontieren würden. Schließlich blieben uns nur drei Wochen bis zur Wahl.  Am nächsten Tag haben wir eine umfangreiche Kamera-Einführung bekommen, zu der auch der Einsatz von Mikrofon, Licht und anderem Zubehör zählte. Danach konnten wir uns über das Wochenende mit der Filmkamera anfreunden, um zum Start der nächsten Woche direkt mit der Umfrage loszulegen. Bei den ersten Anläufen  erhielten wir noch etwas Unterstützung von einem Kollegen, die wir vor allem brauchten, um zu üben, wie man auf die Passanten zugeht. 

Wir haben 15  Interviewpartner der verschiedensten Altersgruppen vor die Kamera bekommen und  dabei die unterschiedlichsten interessanten Antworten erhalten.

Unsere erste Frage bezog sich auf die einzelnen Kanzlerkandidaten. Die Befragten sollten drei einfache Schlagwörter zu diesen nennen, die ihnen einfielen. Dabei stellten wir fest, dass es vielen schwer fiel,  passende Beschreibungen zu finden. So gab es teilweise recht ausführliche Statements, aber auch Momente, in denen den Passanten schon nach dem zweitem Schlagwort nichts mehr eingefallen ist. Da das Thema Umwelt sehr präsent ist, wollten wir auch wissen, wie die Befragten zu der Umweltpolitik der einzelnen Parteien stehen. Die Mehrheit kam zu dem Ergebnis, dass die Partei ,,die Grünen“ am ehesten ihre Pläne für die Umwelt durchsetzen könnte. Allerdings gab es auch einige Meinungen gegen die grünen  Umweltpläne und auch Stimmen die generell keine der drei  Parteien favorisierten.

Unsere dritte Frage bezog sich auf das Wahlverhalten der Erstwähler. Da dieses Thema auch uns betrifft, war das Interesse groß, zu wissen, wie die unterschiedlichsten Altersgruppen über das Wahlverhalten unserer Generation denken. Dazu gibt es am Schluß des Artikels noch einge Anmerkungen.

Die Frage: ,,Wenn heute Bundestagswahl wäre, wie würde um 18 Uhr die Prognose aussehen ?“, leitete das Ende unseres Interviews ein. Die meisten sahen die Union und SPD als Gewinner der Wahl und trauten aber auch den Grünen gute Erfolge zu. Alles in Allem also ein Ergebnis, wie es auch von den "professionellen" Medien mehr oder weniger vorhergesagt wird.

Damit alles reibungslos laufen konnte, hatten wir die Aufgaben untereinander verteilt. Die eine Person war an der Kamera, damit Ton und Bild stimmten, während die andere die Passanten interviewt hat. So waren wir bereits nach einem Nachmittag mit unserer "Ausbeute" zufrieden. Für das Intro sind wir anschließend nochmal auf die Straße gegangen und haben einzelne Wahlplakate gefilmt.

Nach der Befragung ging es dann mit der Postproduktion weiter. Dabei arbeiteten wir mit Final Cut Pro, ein Schnittprogramm, für das wir ebenfalls vorab eine Einführung erhielten. Zunächst haben wir das gesammelte Videomaterial nach den einzelnen Fragen und Antworten sortiert.  Danach ging es an das Kürzen und Montieren der Clips, bis alles harmonisch und flüssig wirkte. . Danach passten wir noch das Intro ein und legten die Musik unter die Bilder. Zu guter Letzt fügten wir die Texte ein, damit im Video auch die Fragen, die wir gestellt haben, zu sehen sind. Schließlich wurde das gesamte Video, mit unseren Kollegen im MOK Gießen, final abgestimmt.

Rückblickend war es für uns eine sehr positive Erfahrung, welche uns sehr viel Spaß gemacht hat. Teilweise haben wir sehr ähnliche Antworten durch alle Altersklassen hinweg bekommen, es gab aber aber auch ein paar Ausreißer. Zum Beispiel, ein junger Mann, der uns verraten hat, dass er die AFD wählen würde - Seine Antworten unterschieden sich stark von denen der anderen Passanten. Wir haben dadurch erkannt wie vielfältig das Meinungsbild in der Bevölkerung ist. Es war eine interessante Erfahrung mit fremden Menschen über Politik zu reden, die wir hier das erste Mal gemacht haben. Uns ist aufgefallen, dass viele in unserem Alter, nach der Frage, ob sie sich für unser Interview bereit erklären, ablehnten, da sie sich mit den aktuellen Geschehnissen in der Politik nicht auskennen. Daher finden wir es wichtig, dass es mehr interessante Angebote zur politischen Bildung gibt, die Jugendliche ansprechen, sodass auch die Erstwähler informiert sind und für sich die beste Entscheidung treffen können.

Das beigefügte Bild zeigt uns bei der Befragung in Gießen.

Bericht von: Isabell Gosa und Yara Wosnik / MOK Gießen

 
Podium zur Bundestagswahl: Zukunft für Gera – unsere Jugend und unsere Hochschulen
 
TMBZ Gera
Aus Anlass der bevorstehenden Bundestagswahl lud der Studenten-Förderverein Gera zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft für Gera - Unsere Jugend unsere Hochschulen“ ein. Auch wenn Bildung Ländersache sei, so wolle der Studenten-Förderverein doch Kandidaten für den Bundestag aus der Region und deren Einstellungen zur Hochschulpolitik sichtbar machen.
 

Aufgrund der Pandemie sollten die Inhalte mittels einer Aufzeichnung und der anschließenden Ausstrahlung in den Thüringer Kabelnetzen einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Für die Umsetzung gaben Mitarbeiter des TMBZ Gera Mitgliedern des Studenten-Fördervereins eine medientechnische Einweisung in die Handhabung der mobilen Studiotechnik. Darüber hinaus erfolgte die Anleitung zum Aufbau und zum Einsatz von Kamera-Perspektiven, zu Grafikeinblendungen sowie zum Live-Schnitt unmittelbar während der Aufzeichnung mit dem mobilen Fernsehstudio im Kultur- und Kongresszentrum der Stadt Gera.

Dr. Uwe Matthes vom Studenten-Förderverein Gera e.V. moderierte die Diskussion mit Doreen Rath (Bündnis 90/Die Grünen), Volkmar Vogel (CDU), Elisabeth Kaiser (SPD), Björn Harras (Die Linke), Stephan Brandner (AfD) und Dieter Ilius (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands). Die Podiumsdiskussion wurde auf der Plattform des Lernsenders Labor14 ausgestrahlt und zusätzlich auf YouTube zum Abruf bereitgestellt.

 
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Medienprojekt informiert über die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Bedeutung der Flusslandschaft Weiße Elster
 
TMBZ Gera
Seit mehr als einem Jahr beschäftigen sich Jugendliche und Senioren vor und hinter der Kamera im Medienbildungsprojekt "Flusslandschaft: Weiße Elster" mit Möglichkeiten, Geras "Weiße Elster" stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken.
 

Im Zusammenhang mit der Getaltung von Themenbeiträgen lernen die Teilnehmenden Rechercheinstrumente kennen, erproben den Umgang mit der Kamera und beschäftigen sich mit der Wirkung von Sequenzen und deren Montage. In ihren audiovisuellen Berichten thematisieren sie die Zusammenarbeit der Anrainer-Gemeinden und -Kommunen, die Ideen und Vorstellungen unterschiedlicher Interessengruppen - vom passionierten Hobby-Kanuten bis zum Anglerverein. Aber auch rechtliche, politische und sozialen Fragen werden in den Beiträgen diskutiert, wenn dem Hochwasserschutz beispielsweise Schrebergärten weichen müssen. Daneben recherchieren sie historische Wasserläufe und informieren über kulturelle Highlights, welche die Flusslandschaft touristisch zusätzlich aufwerten. In der Pandemie bot das Medienprojekt zudem die Möglichkeit,  Recherchen erstmals mit digitalen Kolaborationstools von zu Hause aus gemeinsam zu gestalten.

Im Mittelpunkt des aktuellen Sommer-Talks im Außenraum standen Maßnahmen zur Erhaltung, zum Schutz, zur Renaturierung und zur stärkeren Nutzbarmachung der Flusslandschaft. Eine höhere Durchlässigkeit wurde dabei u. a. von den Teilnehmenden angemahnt und vernachlässigte touristische Potentiale kritisiert.

Heinz-Peter Beyer, Bürgermeister der Stadt Berga/Elster, Sandra Raatz, Ausschussvorsitzende Kultur und Sport im Geraer Stadtrat, Torsten Klakow, Abteilungsleiter Kanu TSV 1880 Gera-Zwötzen, Heinz Klotz, BUND Gera und Gerd Zobel, Betriebsleiter Landestalsperrenverwaltung Sachsen diskutierten mit dem Landtagsabgeordneten Rüdiger Erben aus Sachsen-Anhalt, der die Runde moderierte.

Der Sommertalk wurde von Auszubildenden im Beruf Mediengestalter/in Bild und Ton als Open-Air-Produktion im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem mobilen Fernsehstudio technisch geplant, organisiert und in der Gemeinde Wünschendorf in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fluss durchgeführt und aufgezeichnet.

 
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2 Wahlprojekte unseres Bildungsreferenten: U 18 Wahl & Juniorwahl
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
"Ich habe gewählt" konnten Mitte September etwa 100 Jugendliche aus Braunsbedra im Saalekreis sagen. So viele haben in etwa bei der U18 Wahl @Wahlort abgestimmt. Unser Bildungsreferent war mit dem mobilen Wahllokal in der Sekundarschule Unteres Geiseltal, am Skatepark und an der Marina am Geiseltasee.
 

In der ländlichen Gegend gibt es viel zu tun. Die Ergebnisse aus dem Saalekreis zeigten die AFD auf Platz 1, gefolgt von SPD, CDU, Linke, Grüne und FDP. Bundesweit waren bei den Jugendlichen tendenziell andere Parteipräferenzen zu beobachten. Hier gibt's Infos zu den Wahlen und Ergebnissen: https://wahlen.u18.org/wahlergebnisse/bundestagswahl-2021

Ein weiteres politisches Bildungsprojekt unseres Bildungsreferenten entstand gemeinsam mit der Projektpartnerin Juniorwahl.

Schon zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Juni wurde ein Erklärfilm zur Wahl in leichter Sprache erstellt.

Die Projekte werden im Rahmen des Netzwerk Weltoffener Saalekreis aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (BMFSFJ) sowie dem „Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt“ (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt) und dem Landkreis Saalekreis gefördert.

 
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„Fake News in unserem Alltag“ – Das Medienbildungsprojekt der Beruflichen Schule - Technik - Rostock im Sommer 2021
 
MEDIATOP Rostock
An vier Projekttagen im Mai und Juni 2021 näherten sich 22 Schülerinnen und Schüler der 12. Klassen der Beruflichen Schule der Hanse- und Universitätsstadt Rostock - Technik - der Thematik „Fake News“, indem sie Erfahrungen aus ihrem Alltag und Wissen über Handlungsstrategien für einen emanzipativen Umgang in einem handlungsorientierten Medienbildungsprojekt reflektierten.
 

Wie „nachrichtenkompetent“ bin ich eigentlich? Bin ich selbst schon auf Fake News hereingefallen? Wie sieht meine eigene Strategie zum Erkennen und Bewerten von Fake News sowie dem Entgegentreten aus? Ist jede Alltagslüge schon eine Falschmeldung? Diese und viele anderen Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler durch die medienpraktische Arbeit an eigenen Erklärfilmen, Talk-Formaten im TV-Studio von rok-tv, Umfragen mit Kamera- und Mikro in Rostocks Innenstadt sowie der Produktion der Folge eines Morgenmagazins „HEUTE MORGEN“ aus dem TV-Studio. Durch selbstentdeckendes Lernen, gemeinsame Reflexion und sehr viel Teamwork wurden nachhaltig Antworten gefunden.  

Die Idee und die Umsetzung des Projektes sind Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation der Beruflichen Schule der Hanse- und Universitätsstadt Rostock - Technik mit ihrer Schulsozialarbeiterin Frau Brune des Trägervereins Lunte e.V., dem Präventionsprojekt „Helden statt Trolle“ des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern und der Landeszentrale für politische Bildung M-V mit dem Bildungsreferenten Herrn Heincke und dem medienpädagogischem Team des Rostocker Offenen Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg- Vorpommern.

Die medienpädagogischen Projektergebnisse wurden am 06. und 10. Juni 2021 im Programm von rok-tv ausgestrahlt. Die Sendung kann auch in der Mediathek der Medienanstalt M-V angeschaut werden:  https://mmv-mediathek.de/sendungen/692-medienpaedagogische-projekte-der-offenen-fernsehkanaele-der-mmv.html

www.lunte-rostock.de

www.helden-statt-trolle.de

www.bs-technik-rostock.de

 
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„# Kooperationsprojekt – Medienbildung Rostock“
 
MEDIATOP Rostock
„Rostock, EU und DU“ – so der Titel einer kürzlich abgeschlossenen Themenwoche und Variation des „# Kooperationsprojekt – Medienbildung Rostock“. Das What´s Up!? – Magazin, die Gesellschaft für Bildung, Erziehung und Gesundheit – Region Rostock mbH (GeBEG), die Medienwerkstatt des Instituts für neue Medien (IFNM), das Europäische Integrationszentrum Rostock (EIZ), das Sprach- und Begegnungszentrum Rostock, der Rostocker Offene Kanal (rok-tv) der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern sowie die Hanse Produktionsschule – Jugendhilfe Stadt- und Land e.V. (HPS Rostock) haben sich für die Umsetzung unterschiedlicher Projekte zur emanzipatorischen Medienbildung vernetzt, um Ressourcen zu bündeln und die unterschiedlichen Bildungsaspekte der Einrichtungen vielfältig zur Anwendung zu bringen. In der Themenwoche erlebten Schülerinnen und Schüler der HPS Rostock zusammen mit ihren Bildungspartnern an unterschiedlichen Stationen, wie handlungsorientierte Medienbildung und politische Bildung zusammen praktiziert werden können.
 

Die Woche startete im EIZ Rostock, wo es einen thematischen Input zum Thema Europa und seine Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler gab. Nach einem Kamerakurs und Interviewtraining bei rok-tv fand eine redaktionelle Reflexion und Aufbereitung des Themas durch Referenten des What´s Up!? – Magazins statt. Am Mittwoch und Donnerstag fanden die Dreharbeiten und die Postproduktion von Straßen- Interviews, begleitet durch das MedienTeam der GeBEG und der Medienwerkstatt des IFNM Rostock statt. Nach einer Vorpremiere am letzten Tag der Themenwoche wurde das Ergebnis feierlich im Rahmen der Aktionswoche der Produktionsschulen Mecklenburg-Vorpommerns am 18. Juni 2021 zusammen mit weiteren „Bewegtbildfrüchten“, u.a. aus einer Zusammenarbeit des HPS-Sozialkundelehrers Matthias Klinkenberg und dem GeBEG MedienTeam, in der Hanseproduktionsschule aufgeführt. Außerdem gab es vor Ort eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Medienpädagogik – was brauchen Schulen und Kommunen für den Digitalisierungsprozess im 21. Jahrhundert?“

Nun erleben am 24.06.2021 die entstandenen medienpädagogischen Projektergebnisse ihre Fernsehpremiere im Programm von rok-tv.

Die genauen Sendezeiten und Zieten für Wiederholungen finden Sie hier: https://rok-tv.de/programm/aktuelles-programm.html

Außerdem können die Beiträge „Rostock, EU und DU“ sowie „Gedanken und Fragen an die Landespolitik“  in der Mediathek der Medienanstalt M-V https://mmv-mediathek.de/play/33215-rostock-die-eu-du.html angeschaut werden.

 
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Diskussionsrunde der Kandidat:innen aus dem Wahlkreis 74
 
Offener Kanal Merseburg-Querfurt
Unsere Nutzer:innenredaktion "Merseburg Report" erstellte einen Mitschnitt der Diskussionsrunde merseburg/MZ im Ständehaus zur Bundestagswahl 2021. Die Kandidat:innen der Bundestagsparteien CDU, AfD, Linke, SPD, Grüne und FDP aus dem Wahlkreis 74 debattieren am Dienstag, 31. August im Ständehaus Merseburg. Im Voraus konnten Fragen an die Redaktion der Mitteldeutschen Zeitung für die Kandidat:innen gesendet werden.
 

Unter den Enschränkungen der Pandemie durften nur wenige die Diskussionsrunde vor Ort besuchen, aber auch in anderen Zeiten sind diese Mitschnitte der ehrenamtlichen Redaktion in unserer Mediathek ein sehr wertvolles Dokument.

 
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BVBM-Aktuelles
Fachtagung und Mitgliederversammlung - Wir sehen uns in Berlin!
 
BVBM-Redaktion
Nach unzähligen Onlinemeetings und Videokonferenzen treffen sich die Mitglieder des Bundesverbandes Bürgermedien am 6./7. Dezember in Berlin endlich wieder in Form einer Präsenzveranstaltung. Auch für die interessierte Fachöffentlichkeit wird viel geboten sein - insbesondere zu den Themen Desinformation und Freier Journalismus. Als Referent:innen werden Expert:innnen aus Politik, Medienaufsicht und Wissenschaft das Programm bereichern. Weitere Informationen zu Programm, Veranstaltungsort und Anmeldemöglichkeit werden in Kürze unter https://www.bvbm.eu zu finden sein.
 
Sonstiges
Online-Konferenz zur Zukunft der Bürgermedien
 
BVBM-Redaktion
Wie sieht die Zukunft der Bürgermedien aus? Unter diesem Motto veranstaltet der Landesverband Bürgermedien NRW am 5. und 6. November eine Online-Konferenz. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, kostenlos daran teilzunehmen. Programmpunkte auf dieser Online-Konferenz sind unter anderem die Themen Nachwuchsgewinnung, Projektfinanzierung, Vielfalt und Inklusion.
 
Weitere Informationen
 

Mit dem Projekt „Stärkung der soziokulturellen Arbeit der Bürgermedien durch bundesweite Vernetzung und Weiterbildungsmaßnahmen“ wird unser Verband momentan durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR gefördert.

Wir bieten am 18.08. und 29.09.2022 kostenlose Hybridworkshops zum Thema "Filmen mit dem Smartphone - leicht gemacht". Außerdem unterstützen wir Produktionen, die die Verzahnung von Bürgermedien und lokaler Soziokultur voranbringen.

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